Private Krankenversicherung im Vergleich | Stiftung Warentest

Private Kranken­versicherung im Vergleich Wie Sie einen güns­tigen Tarif mit guten Leistungen finden

Datum: •
  • Text: Barbara Bück­mann
  • Testleitung: Julian Chudoba
  • Faktencheck: Angela Ortega Stülper
Private Kranken­versicherung im Vergleich - Wie Sie einen güns­tigen Tarif mit guten Leistungen finden

Privatpatient. Wer eine private Kranken­versicherung hat, kommt beim Arzt deutlich schneller dran. © Getty Images / Yuri Arcurs Production IAURI

Viele PKV-Tarife erreichen nicht das Niveau der gesetzlichen Kassen. Doch es gibt auch gute und güns­tige Tarife – die sich aber nicht für jeden eignen.

Private Kranken­versicherung im Vergleich freischalten

  • Testergebnisse für 154 pri­vate Kranken­ver­sicherungen für Angestellte 3/25
  • Testergebnisse für 77 pri­vate Kranken­ver­sicherungen für Beamte 3/25
  • Testergebnisse für 153 pri­vate Kranken­ver­sicherungen für Selbst­ständige 3/25

Mit einer guten privaten Kranken­versicherung können Patientinnen und Patienten mehr Leistungen in Anspruch nehmen. Dazu kommt: Privatpatienten werden bei Fach­ärzten schneller versorgt als gesetzlich Versicherte. Doch nicht alle Tarife halten, was sie versprechen. Auf dem Markt sind sehr viele Angebote, die weniger als die gesetzlichen Kassen erstatten oder in denen die Versicherten einen hohen Selbst­behalt an den Krank­heits­kosten zahlen müssen. Mit den Ergeb­nissen aus unserem Vergleich der privaten Kranken­versicherungen können Sie einen güns­tigen Tarif finden, der einen Rundum-Schutz über dem Niveau der gesetzlichen Krankenkassen bietet.

Warum sich der Vergleich private Kranken­versicherungen für Sie lohnt

Test­ergeb­nisse

Von 1 245 geprüften Tarif­kombinationen erfüllen nur 384 die Mindest­kriterien der Stiftung Warentest: Sie bieten einen Rundum-Schutz und Versicherte müssen höchs­tens 660 Euro Selbst­beteiligung im Jahr zahlen. Diese 384 Tarife haben wir je nach Leistungs­umfang mit den Qualitäts­urteilen Gut und Sehr gut bewertet. Zu den Anbietern zählen Allianz, Axa und HanseMerkur.

Die beste private Kranken­versicherung für Sie

Angestellte dürfen sich ab einem Jahres­einkommen von 73 800 Euro privat versichern, Beamte und Selbst­ständige ohne Einkommens­grenze. Nach dem Frei­schalten sehen Sie alle empfehlens­werten Tarife mit Rundum-Schutz. Die Angebote für Ihre Berufs­gruppe können Sie nach dem Beitrag filtern oder nach einzelnen Leistungen etwa für ambulante Psycho­therapie, Zahn­ersatz, Kinder­wunsch­behand­lung oder Auslands­schutz.

Modell für die Beitrags­höhe

Die Beiträge gelten für ein Eintritts­alter von 35 Jahren (Angestellte, Selbst­ständige) und 30 Jahren (Beamte) und gesunde Personen. Der güns­tigste Tarif für Angestellte und Selbst­ständige kostet 649 Euro im Monat, für Beamte 250 Euro. Die teuersten Tarife liegen bei 1 137 Euro für Angestellte und Selbst­ständige und 396 Euro für Beamte.

Heft­artikel als PDF

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  • Testergebnisse für 77 pri­vate Kranken­ver­sicherungen für Beamte 3/25
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Vorteile einer guten privaten Kranken­versicherung

Ärzte und Ärztinnen sind bei Privatpatienten nicht an Budgets gebunden wie bei Kassenpatienten. Je nach Tarif kann der Honorar-Satz bei 3,5 GOÄ (Gebühren­ordnung für Ärzte) oder darüber liegen. Auch für Homöo­pathie oder Erkältungs­saft erstatten die privaten Versicherer in der Regel die Kosten, wenn die Arznei­mittel verschrieben wurden.

Im Kranken­haus haben Versicherte mit den Tarifen aus unserem Vergleich der privaten Kranken­versicherung Anspruch auf Zwei- oder Einbett­zimmer und können den Behandler wählen, etwa den Chef­arzt oder die Chef­ärztin.

Im Vergleich zu gesetzlich Versicherten gibt es oft mehr Geld für Kronen und Implantate, Kiefer­ortho­pädie, Kinder­wunsch­behand­lung und Privatkliniken, Schutz bei Krank­heits­fällen im Ausland und Zuschüsse für Brillen, Kontaktlinsen und Augen­laser-OPs. Alternative Heil­methoden werden über­nommen und die private Kranken­versicherung beteiligt sich an Kuren.

Privat nicht immer besser als gesetzlich

Projektleiter Julian Chudoba erläutert die wichtigsten Erkennt­nisse des Tests.

Das gehört in einen Tarif der privaten Kranken­versicherung

Bei einigen Versicherern setzt sich der Tarif nach dem Baukastenprinzip zusammen, andere bieten Kompakt­tarife, in denen die wichtigen Bausteine bereits enthalten sind. Dazu gehören ambulante, stationäre und Zahn-Leistungen. Unser Vergleich der privaten Kranken­versicherung enthält beide Varianten.

Der Versicherer beteiligt sich oft zu einem bestimmten Prozent­satz an den Kosten oder begrenzt Leistungen mit einer Höchst­summe. Ist der Vertrag abge­schlossen, kann der Versicherungs­nehmer den Leistungs­umfang nicht mehr ändern. Wer später mehr will, müsste in einen teureren Tarif wechseln. Das bedeutet erneute Gesund­heits­fragen. Damit könnte der Beitrag noch weiter steigen. Noch ungüns­tiger ist es, den Versicherer zu wechseln. Es gibt auch dort Gesund­heits­fragen, das höhere Eintritts­alter wird berechnet, und man kann nur einen Teil seiner Alters­rück­stel­lungen mitnehmen.

In die private Kranken­versicherung gehört für Selbst­ständige und Arbeitnehmer auch ein Kranken­tagegeld, das den Verdienst­ausfall bei Arbeits­unfähigkeit ersetzt. Beamte brauchen das nicht. Bei ihnen kann es je nach Bundes­land Einschränkungen bei der Beihilfe geben. Um die auszugleichen, sollten sie einen Beihilfe­ergän­zungs­tarif abschließen.

Mehr Beitrag bedeutet nicht, dass immer auch mehr Risiken abge­deckt sind.

Testleiter Julian Chudoba

Angestellte erhalten Zuschuss

Selbst­ständige müssen die Kosten für die Kranken­versicherung allein schultern. Bei Angestellten beteiligt sich der Arbeit­geber zu 50 Prozent, höchs­tens mit 570,55 Euro im Monat.

Bei Bundes­beamten über­nimmt der Dienst­herr über die Beihilfe 50 Prozent der Krank­heits­kosten. Nur der Rest muss privat versichert werden. Im Pensions­alter erstattet der Staat sogar 70 Prozent der Ausgaben, Beamte versichern nur noch 30 Prozent privat. Beitrags­steigerungen fallen da weniger ins Gewicht. Die private Krankenkasse ist für sie daher oft auch finanziell eine gute Option.

Bei Angestellten und Selbst­ständigen ist das anders. Sind sie nicht vermögend, sollten sie bis zum Ende des Erwerbs­lebens ein finanzielles Polster für die Beitrags­zahlungen bilden. Denn sie müssen damit rechnen, dass die Beiträge in den kommenden Jahr­zehnten steigen. Wer eine staatliche Rente erhält, bekommt immerhin einen monatlichen Zuschuss von maximal 8,55 Prozent der Rente.

Private Kranken­versicherer nehmen nicht jeden

Menschen mit ernst­haften Vorerkrankungen können vom Versicherer abge­lehnt werden. Oder er verlangt einen Risiko­zuschlag auf den Beitrag oder schließt die Krankheit von den Leistungen aus. Beamte mit einer solchen Krankheit können bei einigen Anbietern trotzdem abschließen, mit einem Risiko­zuschlag von höchs­tens 30 Prozent.

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  • Testergebnisse für 77 pri­vate Kranken­ver­sicherungen für Beamte 3/25
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Kommentarliste

Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 09.02.2026 um 13:42 Uhr
    Beihilfeergänzungstarife

    @mkmk: Die Qualität der Beihilfe­ergän­zungs­tarife wurden zum Teil im Test berücksichtigt.
    In allen Tarifen im Test ist der Beihilfeergänzungstarif in der Tarifkombination enthalten (siehe Spalte neben Anbieter). In der privaten Krankenversicherung wird die Leistung teilweise summiert, das heißt, es ergeben sich Leistungen zusätzlich aus dem Ergänzungstarif. Das Einzelurteil zeigt in diesem Fall die Bewertung für die Leistung insgesamt. Insofern kann ein Ergänzungstarif auch eine Einfluss auf die Gesamtnote haben.
    Eine andere Frage ist, ob die Tarifdetails der Ergänzungstarife untereinander gesondert bewertet wurden. Diese waren nicht Thema der Untersuchung.

  • mkmk am 22.01.2026 um 15:56 Uhr
    Beihilfe­ergän­zungs­tarife

    Liebes Test-Team,
    wurde die Qualität der Beihilfe­ergän­zungs­tarife im Test berücksichtigt?
    Herzliche Grüße

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 08.12.2025 um 16:21 Uhr
    Einzelurteil zu bestehenden Krankheiten

    @judithmp: Der Punkt bezieht sich, wie die anderen Einzelurteile darüber, auf Auslandsaufenthalte.
    Tarife, die hier nicht gut bewertet wurden, leisten zum Beispiel den Rücktransport nur bei unvorhersehbaren Erkrankungen und Unfällen.

    Tarife die besser bewertet wurden, leisten auch bei Verschlechterung von bereits bestehenden Erkrankungen während der Zeit im Ausland.

    Zugegeben: Unsere Darstellung ist hier nicht ideal. Die Einzelurteile weiter unten beziehen sich nämlich nicht mehr nur auf das Ausland. Bei der nächsten Aktualisierung könne wir das optimieren.

    Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

  • judithmp am 08.12.2025 um 12:50 Uhr
    Einzelurteil zu bestehenden Krankheiten

    In Ihren Bewertungskriterien findet sich unter "weiteren Tarifmerkmalen" der Punkt "Einzelurteil - bestehende Krankheiten". Was verbirgt sich dahinter und wie kann es hier zu einem mangelhaft kommen (z. B. bei der R+V)?

  • Profilbild Stiftung_Warentest am 04.07.2025 um 16:53 Uhr
    Tarifvorschläge des Anbieters checken

    @miseitz56: Warum Ihnen Ihr Versicherer welche Tarifvorschläge macht, könne wir nicht sagen. Kranken­versicherer haben kein wirt­schaftliches Interesse, gleiche Leistungen für weniger Geld zu verkaufen. Unsere Einschätzung ist: Hilfe beim Tarifwechsel ist oft nötig, siehe unsere Tipps im Artikel zum Tarifwechsel:
    www.test.de/PKV-Tarifwechsel