Der dritte Teil der „Flammengeküsst“-Reihe verkaufte sich in der ersten Woche über eine Million Mal. Jetzt gibt es einen neuen Band aus Rebecca Yarros’ Sex-und-Drachen-Epos. Der hat aber einen Haken.
350 Fotos auf 100 Blättern, ein Geschenk der Crew an F. W. Murnau: Das Album zu „Faust“ galt als verschollen, überstand Bombennächte und ein halbes Jahrhundert auf einem Berliner Schrank. Zu sehen ist es jetzt in Paris – eine deutsche Geschichte für sich.
Rein statistisch besteht zwischen Ost und West eine gewaltige Erbschaftslücke. In der Realität geht es auch vielen Westlern wie unserem Autor: Sie erben nur Plunder mit Gefühlswert. Und nichts ist ihnen egaler als die Erbschaftsteuer.
Maximal 170 Sachen, winziger Akku, lange Ladezeiten: Auf dem Papier ist der neueste Renner von Alpine eher ein lahmer Gaul. Bis man die erste Serpentine erreicht.
Man kennt sich seit drei Minuten, also was soll man sagen? Die Gesprächspsychologin Alison Wood Brooks hat diese Situation erforscht. Und herausgefunden, wie ein gutes Gespräch gelingt.
NDW-Musiker Joachim Witt warnt bei „MusikerGrillen“ vor einer Entwicklung, deren Folgen aus seiner Sicht sträflich unterschätzt werden. Er fordert, die Menschen abzusichern, bevor es zu spät ist.
Wann ist man alt? Wenn Denken nur noch Gedenken ist und Aufklärung nur noch Verklärung? Der Schriftsteller Botho Strauß macht nun Lust auf die allerletzten Dinge des Lebens.
Als der Ukraine-Krieg ausbrach, floh er aus Moskau in den Westen. Ein russisches Gericht verurteilte Dmitry Glukhovsky als „Auslandsagent“ zu acht Jahren Haft. Jetzt erklärt er seinen Landsleuten in seinem neuen Roman ihr Leben in der Diktatur.
Sven Regener schreibt die Legende von „Herr Lehmann“ weiter. In seinem Roman „Frankie und Freddie“ lässt er die Lehmann-Brüder durchs (West-)Berlin von 1980 strudeln. Wärmt, tröstet und hilft gegen alles.
Seinetwegen sagen wir „Diskurs“: Wie es Michel Foucault gelang, die intellektuelle Nachwelt so zu prägen wie vor ihm Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Erinnerungen von einem, der dabei war.
Vor 100 Jahren erschien „Pu, der Bär“. Dass dieses Meisterwerk der Kinderliteratur von ADHS, Angststörungen und chronischer Depression handelt, ist zwar ein Gerücht, führt aber womöglich zu den Ursprüngen der Lesekrise.
Dass eine Meeresströmung nach ihm benannt wurde, geschah mit gutem Grund: Alexander von Humboldt hat die Klimaanlagen der Erde ausführlich erforscht. Jetzt erscheint ein vergessenes Werk zum ersten Mal.
Hier spiegelt sich die Tragik eines ganzen Jahrhunderts: Volker Schlöndorff verfilmt Jenny Erpenbecks Erfolgsroman „Heimsuchung“ mit großem Staraufgebot von Lars Eidinger bis Martina Gedeck.
Ein Riesenkalmar reißt den Taucher in den Schlund, die Magensäure frisst seine Hände: Brian Duffield macht aus der Jona-Geschichte Body Horror in Echtzeit. Rettung verspricht ausgerechnet der Müll, der sonst Wale tötet.
Dreißig Jahre nach Kate Winslet und Emma Thompson kommen Jane Austens sinnliche Heldinnen wieder ins Kino. Was können uns die Schwestern heute noch von der Liebe erzählen? Folgt sie dem Herzen oder dem Kopf?
„Die Geschichte von Lizzie Borden“ hat sich zum Netflix-Hit gemausert – dabei wurde die vermeintliche Axtmörderin in Wirklichkeit freigesprochen. Wenn es in der Serie aber nicht um Lizzie Borden geht, worum geht es dann?
In Aron Lehmanns Kinofilm „Lügen über meine Mutter“ erniedrigt ein Mann seine zur Fülle neigende Frau. Die Geschichte spielt in den Achtzigern. Und ist leider aktuell.
Die Art Basel hat sich in Paris festgesetzt und der Londoner Frieze gefährliche Konkurrenz geschaffen. Dort reagiert man mit hochaktuellen Themen und einem Angebot abseits etablierter Stars. Das lohnt jetzt den Besuch, gerade für neue Sammler.
Kein Renaissancemaler hat religiöse Innigkeit gefälliger inszeniert als Correggio. Eine große Ausstellung zeigt die überwältigende Wirkung seiner Kunst und zugleich, wie aus himmlischer Anmut eine ziemlich irdische Masche wird.
Es gehörte einem britischen Premierminister, blieb über Generationen in Familienbesitz und könnte jetzt einen Auktionsrekord brechen. Was William Turners römisches Meisterwerk so außergewöhnlich macht.
„Kreativität spürt man überall“, sagt der international tätige Kunstvermittler Matthias Arndt im Interview. Das ist aber nur einer der Gründe, warum er Athen zu seinem Hauptquartier macht.
Als erste ostdeutsche Künstlerin ist Gabriele Stötzer mit dem Kaiserring ausgezeichnet worden. Die einstige DDR-Oppositionelle nutzt die Ehrung für eine bemerkenswerte Rede über Glauben, Freundschaft und eine Generation, in der die Grenzen zwischen Opfern und Tätern verlaufen.
Schlaflos in Sausalito: Thomas Ostermeier inszeniert an der Berliner Schaubühne David Adjmis Broadway-Hit „Stereophonic“ mit der Musik von Will Butler. Der tragikomische Held ist der Toningenieur.
Mit „Die Ankunft“ zeigt das Volkstheater Wien den Blick Elfriede Jelineks auf die unaufgearbeitete Vergangenheit. Vier Texte führen von nationalem Denken über den NSU bis zum Sieg der Remigration.
Die Eröffnung der Berliner Volksbühne unter Intendant Matthias Lilienthal enttäuscht künstlerisch auf ganzer Linie. Seine Opferrolle und die Kritik an Medien prägen den Auftakt. Das Erbe des Theaters ist passé.
Sein „Volksbad“ ist geschlossen, jetzt gilt’s der Kunst? Der Provokationsprofi Matthias Lilienthal startet als Intendant der Berliner Volksbühne in seine erste Saison. Doch dem Auftakt fehlt genau das, was er mit viel Aufwand beschwört.
Der Ibsen-Preis gilt als „Nobelpreis für Theater“. Jaha Koo erhält ihn jetzt als erster Künstler aus Asien. Er macht Theater für ein Land, in dem Eltern ihren Kindern die Zungen operieren lassen und die Selbstmordraten hoch sind. Eine Begegnung.
Meetings ohne Sinn, überschätzte Chefs und viel zu viel Selbstdarstellung via „Fake Work“: Die moderne Arbeitswelt ist für viele zermürbend. Der Arbeitsforscher Hans Rusinek hat untersucht, woran das liegt und was dagegen hilft.
Steht eine Welle rechter Revolutionen bevor? Ein französischer Historiker erklärt, wie eine neue Klasse von Herren und Herrschern entstehen könnte. Denn: „Wir erleben das Ende der Idee des Bürgers.“
Drei der berüchtigtsten Serienmörder der USA lebten als Kinder fast gleichzeitig am selben Ort. Zufall? Eine neue Theorie führt ihre Perversion auf Umwelteinflüsse zurück. Warum es in den Siebzigerjahren eine Massenmord-Epidemie gab.
Nicht nur in den USA kocht die Wut auf Rechenzentren über. Die Historikerin Jill Lepore hat eine Erklärung. Dass soziale Medien und künstliche Intelligenz normale Menschen ermächtigen, hält sie für eine Lüge. Wir haben sie gefragt, warum.
Dieses Weib hat für immer ausgelockt: Freundinnen der Rotfront können sich gern in Problemvierteln nach Partnern umsehen. Im bürgerlichen Kontext sind sie, pardon, unvermittelbar.
Seit sie eine Sextherapeutin gespielt hat, sammelt Gillian Anderson die sexuellen Fantasien anonymer Frauen und veröffentlicht sie. Aber waren geheime weibliche Begierden nicht schon abseitiger?
Während die einen glauben, dass KI die Menschheit auslöscht, schicken andere KI-Agenten zum Internet-Shoppen. Das Sparpotenzial ist gewaltig, denn die KI entpuppt sich als beinharte schwäbische Hausfrau, die auf keinen Trick hereinfällt und nie ermüdet.
Herbst ist Lesezeit, aber welche Bücher sind wirklich lesenswert? Die WELT-Redaktion hat ausgewählt. Gute Romane, kluge Sachbücher, spannende Geschichten für die kalte Jahreszeit. 55 Empfehlungen für jeden Geschmack.
Zentraler Grund für die Pisa-Ergebnisse ist, dass die Fähigkeit zum Lesen abnimmt. Eine Professorin für Didaktik erklärt, welche Unterrichtsmethoden erwiesenermaßen helfen. Eine Voraussetzung muss schon vor der Schule erfüllt sein.
Der Psychologe Jens Bergmann kritisiert die Inflation von Begriffen wie „toxisch“ und „Trauma“. Warum Schwellenwerte für psychische Krankheiten immer weiter gesenkt werden. Und wieso ADHS oder Autismus für manche Menschen so attraktiv sind.
Prix-Médicis-Preisträgerin Nathalie Azoulai hat untersucht, wie Facelifting, Botox und Filler Frauen verändern. Ein Gespräch über die Rückkehr des Dezenten. Und Mütter, die plötzlich attraktiver als ihre Töchter sind.
Gendersterne und andere „gerechte“ Sonderzeichen widersprechen den amtlichen Rechtschreibregeln. Dennoch machen sie sich schon im Unterricht für Grundschüler breit. Warum man damit das Pisa‑Desaster verschlimmert, erklärt ein Lehrer.
Warum sind Südländer so lebensfroh und entspannt – und Deutsche ständig gestresst? Der Autor Alexander Oetker gibt zehn Tipps, wie man mit dem „Dolce-Vita-Prinzip“ gesund und glücklich wird. Von Alkoholverzicht und Sport rät er ab. Auch zu Affären gibt er eine spezielle Empfehlung.
Jahrelang scheiterte ich an Routinen, Ordnung und Konzentration. Dann bekam ich die Diagnose ADHS – und endlich ergab mein Leben Sinn. Doch je länger ich mich in der Welt der Diagnostizierten bewege, desto unheimlicher wird mir das Ganze.
Vor diesem Programm zittern Schüler und Studenten, Schriftsteller und Politiker: Der KI-Detektor Pangram ist zum Schrecken aller Textautoren mutiert. Doch wie funktioniert das Tool? Wie verlässlich ist es? Und vor allem: Wie lässt es sich überlisten?
Artikeltyp:MeinungDiCaprio mit Bäuchlein auf Hawaii
Jeder vierte Angestellte denkt wegen schwieriger Vorgesetzter oder Kollegen an Kündigung. Der Kommunikationsmanager Martin Eppler erklärt, wie man typische Büromonster durchschaut – und wie man mit ihnen umgeht.
Dieser Mann macht jedes Orchester besser: Der Dirigent Manfred Honeck hält Dirigenten trotzdem für weniger wichtig, als gemeinhin angenommen wird. Warum er vor Konzerten betet und ein guter Rat von Leonard Bernstein ihm half, auf sein Herz zu hören.
Mit Sendungen wie „Besseresser“ deckt TV-Koch Sebastian Lege seit Jahren die „Tricks“ der Lebensmittelindustrie auf. Nun verlässt der 47-Jährige das ZDF und wechselt zu RTL – wohl auch wegen inhaltlicher Differenzen.
„Was ist das für eine Logik?“ – so schimpft AfD‑Politiker Markus Frohnmaier über die Kritik des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) an Ulrich Siegmund. Dann wiederholt er die Drohung seiner Partei gegenüber ARD und ZDF.
Jede Familie hatte früher spezielle Sprüche, mit denen Eltern ihre Ideale an die Kinder weitergaben. Manche waren rätselhaft, manche brutal, viele kauzig. Warum der Wert solcher Redensarten gegen Stress und für Resilienz heute unterschätzt wird.
Die Linke hat sie als Expertin für die Reform der Schuldenbremse benannt. Jetzt erklärt Isabella M. Weber, was „antifaschistische Wirtschaftspolitik“ ist. Und skizziert ausgerechnet einen Weg zurück in dunkle Zeiten.
Von seinen 42 Opern hat Händel nur zwei in seiner Heimat angesiedelt. Dabei wird „Ottone“ über Otto II. auch noch sträflich vernachlässigt. Jetzt ist sie wieder zu sehen, am selben Ort wie Mozarts unvollendete „Zaide“.
Nicht reich, aber unverdrossen; nicht immer glücklich, aber immer stark: Eine Familie wie die Schnabels – Vater, Mutter, 17 Kinder – scheint heute unvorstellbar. Ihr Erfolg und ihre Resilienz haben Gründe.
Mit viel Technik will die Hauptstadt das Radfahren flüssiger und sicherer machen. Doch wer die neue „VeloFlow“-Anlage passiert, erkennt vor allem eine besondere Fähigkeit Berlins.
Damien Hirst geht es in seinen Werken fast immer um Leben und Tod. Kaum jemand prägte die Populärkultur wie er. Der britische Künstler gestaltete die siebzehnte WELT-Künstlerausgabe, die am 9. Oktober 2026 erscheint.
Nach dem Kampf gegen eine schwere Krebserkrankung beeindruckt die britische Starkünstlerin Tracey Emin mit radikaler Malerei. Jetzt hat sie mit ihren neuen Bildern die fünfzehnte WELT-Künstlerausgabe gestaltet.
Die britische Künstlerin Tracey Emin wurde in den 1990er-Jahren als „Young British Artist“ bekannt. Heute ist sie 61, hat eine aggressive Krebserkrankung überlebt und ist künstlerisch so stark wie nie. Jetzt hat sie die WELT-Künstlerausgabe 2024 gestaltet.
16 Jahre nach dem Blockbuster „The Social Network“ setzt Aaron Sorkin sein Mark-Zuckerberg-Porträt fort. Man wird in der Hollywood-Geschichte keinen Film finden, der einen Medien-Mogul derart demontiert hätte.
Die neuen Kochbücher von Yotam Ottolenghi und Jamie Oliver verkaufen das Versprechen, den Alltag unter Kontrolle zu bekommen. Doch das 20-Minuten-Menü hat einen Preis.
Am Fuß des Montmartre versteckt sich ein Landhaus, in dem Chopin, Delacroix und George Sand ein und aus gingen. Nach der Sanierung ist das „Musée de la Vie Romantique“ wieder offen – ein Geheimtipp, der keiner bleiben sollte.
Rechtsextreme rekrutieren junge Männer zunehmend in Fitnessstudios und Kampfsportnetzwerken. Weil Linksliberale nichts von Muskeln wissen wollten? Eine Extremismusforscherin, die selbst Kickboxen trainiert, erklärt, warum das falsch war.
Nach dem Abschied Axel Milbergs vom „Tatort“ beginnt eine neue Ära im Kieler Kommissariat. Almila Bagriacik bekommt als Kommissarin Mila Sahin Beistand von Karoline Schuch als Kriminalpsychologin Ellie Krieger. Ihr erster Fall „Unter Freunden“ lässt Luft nach oben.
Rosalie Thomass ist die neue Kommissarin im Franken-„Tatort“ und im Kino zu sehen. Widerständische Frauenfiguren hat sie in den Büchern ihres Lebens immer geliebt. Und sich gewehrt gegen männlich geprägte Körperbilder.