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Workshop

Multiagentensysteme entwickeln: Tool Calling, MCP, Agent Orchestration und aktuelle Frameworks praxisnah einsetzen

Viele KI-Projekte stoßen an Grenzen, wenn ein einzelner Agent komplexe Aufgaben übernehmen soll. In diesem Workshop bauen Entwickler und Architekten ein Multiagentensystem auf, in dem mehrere spezialisierte Agenten zusammenarbeiten, Werkzeuge nutzen und sich in bestehende Anwendungen integrieren lassen.

Mit Rainer Stropek

Überblick

Generative KI entwickelt sich von einzelnen Chatbots hin zu Multiagentensystemen. Spezialisierte Agenten arbeiten zusammen, nutzen Werkzeuge und kommunizieren über standardisierte Protokolle. Der Workshop zeigt, welche Technologien diese Entwicklung prägen und wie daraus moderne KI-Anwendungen entstehen.

Nach dem Workshop können Sie …

  • moderne Multiagentensysteme konzipieren, entwickeln und in bestehende Anwendungen integrieren,
  • Tool Calling mit aktuellen LLMs einsetzen, die Unterschiede zwischen Completion- und Responses-API verstehen und Werkzeuge über das Model Context Protocol (MCP) anbinden,
  • die wichtigsten Kommunikationsprotokolle für Agentensysteme, darunter MCP, A2A und AG-UI, einordnen und für unterschiedliche Anwendungsfälle bewerten,
  • ein Multiagentensystem mit Mastra entwickeln, mehrere Agenten orchestrieren und über AG-UI an ein Frontend anbinden,
  • agentengesteuerte Benutzeroberflächen mit modernen Ansätzen wie A2UI umsetzen und das Data-not-Code-Sicherheitsmodell dahinter erläutern,
  • aktuelle Agenten-Frameworks wie Mastra, Google ADK und das Microsoft Agent Framework vergleichen und für konkrete Anwendungsfälle fundiert auswählen.

Inhalte

Der Workshop beginnt mit den technischen Grundlagen moderner Agentensysteme: Was passiert beim Tool Calling? Welche Unterschiede bestehen zwischen Completion- und Responses-API? Und wie standardisiert das Model Context Protocol (MCP) den Zugriff eines Agenten auf Werkzeuge und externe Dienste?

Darauf aufbauend lernen Sie die wichtigsten Protokolle für die Interoperabilität moderner Agentensysteme kennen. Sie ordnen deren Rolle in der Gesamtarchitektur ein – von JSON-RPC als technischer Grundlage über A2A für die Kommunikation zwischen Agenten und das Agent Client Protocol (ACP) für die Verbindung zwischen Coding-Agent und Editor bis hin zu AG-UI für die Anbindung an Frontends und A2UI für deklarativ erzeugte Benutzeroberflächen.

Sie arbeiten durchgehend am Code – überwiegend mit dem Open-Source-Framework Mastra in TypeScript, ergänzt durch Einblicke in Google ADK und das Microsoft Agent Framework. Außerdem ordnen Sie ein, wie sich selbst gehostete Agenten wie Hermes und OpenClaw in dieses Ökosystem einfügen.

Auch Sicherheitsaspekte werden berücksichtigt – etwa Trust Boundaries in A2A oder das Data-not-Code-Prinzip von A2UI. Diese Themen werden im Kontext der jeweiligen Technologien eingeordnet, stehen jedoch nicht im Mittelpunkt des Workshops.
Im Fokus stehen praxisnahe Übungen und lauffähige Beispiele statt Foliensätze. Da sich das Themengebiet rasant weiterentwickelt, wird der Workshop kontinuierlich an aktuelle Entwicklungen angepasst.

Themen in der Übersicht

  • Grundlagen moderner Multiagentensysteme
  • Tool Calling und die Responses-API verstehen
  • Werkzeuge über MCP anbinden
  • Das erste Agentensystem entwickeln
  • Mehrere spezialisierte Agenten orchestrieren
  • Kommunikation zwischen Agenten mit A2A
  • Coding-Agenten und Editorintegration mit ACP
  • Agentensysteme an Frontends anbinden (AG-UI)
  • Deklarative Benutzeroberflächen mit A2UI
  • Aktuelle Agenten-Frameworks vergleichen
  • Sicherheitskonzepte für Agentensysteme
  • Best Practices für produktionsreife Multiagentensysteme

Zielgruppe

  • Softwareentwickler, die moderne KI-Anwendungen und Multiagentensysteme entwickeln möchten
  • AI Engineers, die LLMs, Tools und Agenten zu produktiven Systemen kombinieren
  • Software- und Solution-Architekten, die Agentensysteme entwerfen und in bestehende IT-Landschaften integrieren
  • Technical Leads und Lead Developers, die Architekturentscheidungen für agentenbasierte Anwendungen treffen

Voraussetzungen

Vorkenntnisse

  • Gute JavaScript- oder TypeScript-Kenntnisse sowie sicherer Umgang mit der Kommandozeile bzw. dem Terminal
  • Grundkenntnisse moderner Web-Technologien, insbesondere HTTP und REST-APIs
  • Grundverständnis von Large Language Models (LLMs), z. B. Prompts, System- und User-Messages sowie Tokens
  • Grundkenntnisse im Umgang mit Git

Technische Voraussetzungen

  • Visual Studio Code oder eine vergleichbare Entwicklungsumgebung
  • Aktuelle LTS-Version von Node.js
  • Ein eingerichteter Coding Assistant (z. B. GitHub Copilot, Claude Code oder Codex)
    Zugang zu einem LLM-Anbieter mit eigenem API-Key (vorzugsweise OpenAI) oder ein funktionsfähiges lokales Modell-Setup
  • Docker oder Podman (empfohlen)

Durchführung

  • Sie nehmen über Zoom am Workshop teil, wobei die Verbindung über einen lokal gehosteten, DSGVO-konformen On-Premises-Connector erfolgt.
  • Um einen intensiven Austausch zwischen dem Trainer und den Teilnehmenden zu gewährleisten, erfolgt der Workshop in Gruppen von höchstens 20 Personen.
  • Sollte die Durchführung der Veranstaltung aufgrund höherer Gewalt, der Verhinderung eines Referenten, von Störungen am Veranstaltungsort oder wegen zu geringer Teilnehmerzahl nicht möglich sein, werden die Teilnehmenden so früh wie möglich informiert.

Zusatzleistungen

  • Teilnahmebescheinigung
  • Unterlagen

Experte

  • Rainer_Stropek

    Rainer Stropek

    CEO, passionierter Entwickler, Trainer, Speaker, CoderDojo Mentor  | software architects

    Rainer Stropek, Mitgründer und CEO von software architects, entwickelt mit seinem Team die preisgekrönte SaaS-Zeiterfassung "time cockpit". Als anerkannter Experte für Softwareentwicklung, Softwarearchitektur und Cloud Computing wurde er mehrfach als Microsoft MVP in den Kategorien Azure, Visual Studio und Entwicklertechnologien ausgezeichnet und ist seit 2015 Microsoft Regional Director für Österreich. Als Autor mehrerer Fachbücher und zahlreicher Artikel sowie durch seine Vorträge auf internationalen Konferenzen ist er in der Entwickler-Community weithin bekannt.

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