Niedriger Rheinpegel Frachtschiff liegt im Düsseldorfer Hafen unverändert fest – „Müssen auf Regen warten“

Niedriger Rheinpegel in Düsseldorf – Frachtschiff fährt sich fest
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Niedriger Rheinpegel in Düsseldorf – Frachtschiff fährt sich fest

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Foto: Christoph Reichwein/dpa/Christoph Reichwein

Update | Düsseldorf · Der Düsseldorfer Rheinpegel sinkt auf immer neue Rekord-Niedrigstände. Für ein großes Frachtschiff war nun einfach zu wenig Wasser im Hafenbecken – es fuhr sich fest. Es dürfte noch eine Zeit dauern, bis das Schiff wieder fahren kann. Der Stand am Dienstagmorgen.

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Wegen des extrem niedrigen Pegelstands hat sich ein Frachtschiff im Düsseldorfer Hafen festgefahren. „Man versucht, das Fahrzeug wieder flott zu kriegen, aber bei dem niedrigen Wasserstand ist das schwierig“, sagte ein Sprecher der zuständigen Wasserschutzpolizei in Duisburg am Montagabend. Das Schiff unter niederländischer Flagge ist laut dem Schiffsortungsdienst Vesselfinder 135 Meter lang und 12 Meter breit. Es ist mit Kleintransportern beladen.

An dem Zustand hat sich auch am Morgen danach nichts geändert. „Das Schiff liegt unverändert im Hafen fest“, sagte eine Sprecherin der Polizei in Duisburg auf Anfrage unserer Redaktion. Es sei auch nicht möglich, den Frachtkahn mit einem anderen Schiff freizuziehen. „Da würde man den Frachter möglicherweise stark beschädigen.“ Selbst das wesentlich kleinere Schiff der Wasserschutzpolizei könne nicht bis an den Kahn heranfahren. „Das Einzige, was man da machen kann: Auf Regen und damit einen steigenden Rheinpegel warten“, sagte die Sprecherin.

Der Kapitän hatte versucht, das Schiff durch Drehmanöver freizubekommen. Dabei ging es minimal voran. Die Hoffnung: dass der Pegelstand des Rheins doch wieder etwas steige. „Manchmal reichen nur wenige Zentimeter.“ Das Schiff liegt in einem Hafenbecken, der Schiffsverkehr im Rhein selbst ist davon nicht betroffen.

Die Trockenheit samt ausbleibender Niederschläge hat dazu geführt, dass der Rhein und andere Flüsse viel weniger Wasser mit sich führen als normalerweise. Daher fahren nur noch wenige Frachtschiffe auf dem Rhein, zudem haben die Fähren ihren Betrieb eingestellt. Der eingeschränkte Schiffsverkehr auf dem Rhein trifft auch die Industrie hart, deren Versorgung mit Rohstoffen und Ersatzteilen sich deswegen verteuert hat.

Vor diesem Sommer lag der niedrigste gemessene Pegelstand des Rheins in Düsseldorf bei 23 Zentimetern. Die Marke wurde in diesem Jahr bereits mehrfach deutlich unterboten. Und auch derzeit kennt die Entwicklung nur eine Richtung: Der Pegelstand sinkt immer weiter.

Bis Donnerstag sagen Experten der Wasserstraßen und Schifffahrtsverwaltung einen Stand von minus elf Zentimetern voraus. Hafenbecken laufen leer, Schiffe liegen auf dem Trockenen. Es sind auch Bilder wie diese, die vom Sommer 2026 in Erinnerung bleiben werden.

(lukra/amro/dpa)
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