Wie viele Atomkraftwerke hat RWE?
RWE hat acht kommerzielle Kernkraftwerke in Deutschland betrieben. Das sind: Emsland, Gundremmingen A, Gundremmingen B, Gundremmingen C, Mülheim-Kärlich, Biblis A, Biblis B und Lingen. Die drei bayerischen Reaktoren in Gundremmingen wurden am 13. Januar 1977 (Reaktor A), am 31. Dezember 2017 (Reaktor B) und am 31. Dezember 2021 (Reaktor C) außer Betrieb gestellt. Am 9. September 1988 wurde der Reaktor Mülheim-Kärlich in Rheinland-Pfalz außer Betrieb gestellt, die beiden hessischen Reaktoren Biblis A und B wurden beide am 6. August 2011 stillgelegt, der niedersächsische Reaktor Lingen wurde am 5. Januar 1979 außer Betrieb gesetzt. Der Reaktor Emsland wurde als letztes am 15. April 2023 im Rahmen des deutschen Atomausstiegs vom Netz genommen.
Seit wann gibt es RWE?
Die RWE AG wurde als lokales Elektrizitätswerk im April 1898 als Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk in Essen gegründet, wo ab 1900 der erste Strom produziert wurde. Der Unternehmer Hugo Stinnes begann 1902 damit, die Idee von einer umfassenden Energieversorgung, die zudem kostengünstig sein sollte, in die Tat umzusetzen.
Neben der Kernkraft gab es schon in den 1970er Jahren im Zuge der damaligen Energiekrise erste Ideen für alternative Energiegewinnung, etwa durch Solarthermie und Photovoltaik – ein langer Weg bis heute hat damals seinen Anfang genommen. Im Zuge der sich weiter verändernden Welt, der Notwendigkeit, dem Klimawandel konsequent etwas entgegenzusetzen, und dem Tausch mit dem anderen großen Energieversorger in Deutschland, Eon, setzt die RWE AG vor allem auf Erneuerbare Energien, besonders auf Wind- und Sonnenenergie. Das Ziel des Energieversorgers aus Essen ist dabei, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden.