Augsburg, sagt der international tätige Konzertorganist und im Ruhestand befindliche Domorganist von St. Gallen, Willibald Guggenmos, Augsburg verfügt über eine „prächtige Orgellandschaft“. Und verweist dabei auf historische Instrumente wie etwa im Dom oder in der Kirche St. Sebastian ebenso wie auf „repräsentative“ moderne Orgeln in Gotteshäusern wie St. Anna, St. Moritz oder der St. Ulrichsbasilika. Grund genug für Guggenmos, in diesem Jahr zum nunmehr sechsten Mal das Orgelfestival Augsburg auszurichten. Zumal, schreibt Guggenmos im Programmheft der heurigen Ausgabe, das Festival mittlerweile auch international „einen hervorragenden Ruf“ genieße. Was wiederum zur Folge hat, dass vom 3. bis 11. Oktober zu fünf Konzertterminen erneut hochrenommierte Organisten aus dem In- und Ausland nach Augsburg kommen.
Zum Orgelfestival kommen Virtuosen von Finnland bis Griechenland
- Den Auftakt macht am Samstag, 3. Oktober, um 20 Uhr in St. Moritz der Finne Jan Lehtola. Auf seinem Programm stehen Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, César Franck und Franz Liszt – von letzterem spielt Lehtola die virtuose sinfonische Dichtung „Prometheus“.
- Am Sonntag, 4. Oktober, ist die griechische Orgelvirtuosin Ourania Gassiou zu Gast in der Basilika St. Ulrich (16 Uhr). Gassiou, Titularorganistin der Athener Konzerthalle Megaron, ist mit Werken von Bach (einer Bearbeitung seiner berühmten d-moll-Chaconne), Marco Enrico Bossi, Louis Vierne und Joseph Jongen zu hören.
- Aus Augsburg stammt Marius Herb, der am 8. Oktober um 20 Uhr an der historischen Koulen-Orgel in St. Sebastian spielen wird. Herb, Gewinner großer, internationaler Orgelwettbewerbe, ist seit diesem Jahr Organist an der Jakobsbasilika in Straubing. Auf dem Programm stehen unter anderem Mozarts Fantasie in f-moll KV 608 und Teile aus Viernes 3. Orgelsinfonie.
- An der Orgel von St. Anna musiziert am 10. Oktober um 20 Uhr Ondřej Valenta, der junge Organist des Veitsdomes in Prag. Sein Programm enthält auch eine Transkription des Largos aus Antonin Dvořáks „Neuer Welt“-Sinfonie sowie der „Moldau“ von Bedřich Smetana.
- Den Abschluss des Festivals macht am 11. Oktober um 16 Uhr im Hohen Dom Winfried Lichtscheidel aus Landsberg. Lichtscheidel gilt als einer der profiliertesten Organisten der jüngeren Generation, er hat bereits zahlreiche Einspielungen vorgelegt (u.a. sämtliche Orgelsinfonien von Widor und Vierne, Gesamtwerk von Duruflé). Sein Programm im Dom beschließt er mit der kolossalen Fantasie über „Ad nos, ad salutarem undam“ von Franz Liszt.
Karten fürs Orgelfestival gibt es nur an der Abendkasse
Eintrittskarten sind an den jeweiligen Abendkassen erhältlich. Weitere Informationen zu den Künstlern und ihren Programmen gibt es online unter orgelfestival-augsburg.de.
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