Kann man Eisen und Vitamin D zusammen einnehmen? Das sollten Sie beachten
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Kann man Eisen und Vitamin D zusammen einnehmen? Das sollten Sie beachten

Vitamine und Mineralstoffe

Kann man Eisen und Vitamin D zusammen einnehmen? Das sollten Sie beachten

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    Calcium und Magnesium können die Eisenaufnahme bremsen, Vitamin C kann sie dagegen fördern. Auch Vitamin D könnte beeinflussen, wie gut der Körper Eisen aufnimmt.
    Calcium und Magnesium können die Eisenaufnahme bremsen, Vitamin C kann sie dagegen fördern. Auch Vitamin D könnte beeinflussen, wie gut der Körper Eisen aufnimmt. Foto: KMPZZZ, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Vitamin D und Eisen gehören zu den Nährstoffen, bei denen ein Mangel häufiger vorkommt. Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist etwa ein Drittel der Bevölkerung in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt. Beim Eisen sieht die Versorgung zwar besser aus, dennoch sind bestimmte Gruppen häufiger betroffen. Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) geht europaweit von etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung mit Eisenmangel aus. Besonders oft betrifft dieser Frauen vor den Wechseljahren und Kinder.

    Um einen Mangel auszugleichen, können Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz kommen. Doch bei der Einnahme mehrerer Nährstoffe ist Vorsicht geboten: Manche können einander hemmen. Wie sieht es bei Eisen und Vitamin D aus? Können beide gleichzeitig eingenommen werden oder sollte zwischen den Präparaten besser Abstand liegen?

    Darf man Eisen und Vitamin D gleichzeitig einnehmen?

    Manche Vitamine und Mineralstoffe können sich bei der Aufnahme gegenseitig beeinflussen. So sollte laut Apotheken Umschau beispielsweise, zwischen der Einnahme von Eisen sowie Calcium und Magnesium ein zeitlicher Abstand von etwa zwei bis drei Stunden eingehalten werden.

    Für Eisen und Vitamin D gilt das jedoch nicht. Im Gegenteil: Laut dem Verband für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) gibt es Hinweise darauf, dass Vitamin D den Eisenstoffwechsel sogar positiv beeinflussen könnte.

    Kann Vitamin D die Eisenaufnahme verbessern?

    Vitamin D könnte eine Rolle dabei spielen, wie der Körper Eisen verarbeitet. Darauf weist der UGB hin. Demnach könnte das fettlösliche Vitamin die Hepcidin-Expression beeinflussen. Hepcidin ist laut Pharmazeutischer Zeitung ein in der Leber gebildetes Peptid, das eine wichtige Rolle im Eisenstoffwechsel spielt. Ist der Hepcidinspiegel erhöht, wird der Eisentransporter Ferroportin gehemmt. Dadurch kann weniger Eisen aus dem Darm ins Blut gelangen. Vitamin D soll dem UGB zufolge den Hepcidinspiegel senken und damit die Eisenaufnahme verbessern können.  

    Darauf deutet auch eine 2025 veröffentlichte Studie mit 67 Kindern mit Eisenmangelanämie hin. Eine Gruppe erhielt vier Wochen lang Eisen, die andere zusätzlich 400 Internationale Einheiten (IE) Vitamin D. Beim Blutbild sowie bei Serum-Eisen und Ferritin zeigten sich insgesamt keine deutlichen Unterschiede. Die Veränderung des Serumferritins fiel in der Vitamin-D-Gruppe jedoch signifikant größer aus. Die Forschenden werteten dies deshalb als Hinweis darauf, dass Vitamin D die Eisenspeicherung unterstützen könnte.

    Andere Studien kommen allerdings zu einem entgegengesetzten Ergebnis. Eine ebenfalls 2025 veröffentlichte Studie mit 305 Menschen ab 65 Jahren zeigte keine wesentliche Veränderung des Eisenstatus durch eine Vitamin-D-Supplementierung. Auch bei Schwangeren ließ sich in einer 2019 veröffentlichen Untersuchung kein entsprechender Effekt feststellen. Eine tägliche Einnahme von 1000 IE Vitamin D beeinflusste weder Hepcidin noch Ferritin und damit auch nicht den Eisenstatus.

    Ob Vitamin D tatsächlich dafür sorgt, dass mehr Eisen aus dem Darm aufgenommen wird oder ein Eisenmangel besser ausgeglichen werden kann, ist bislang nicht ausreichend belegt.

    Eisen und Vitamin D einnehmen: Worauf sollte man achten?

    Wer Eisen und Vitamin D effektiv einnehmen möchte, kann aber an anderer Stelle nachhelfen. Bestimmte Lebensmittel können dabei helfen, dass der Körper Eisen oder Vitamin D besser aufnimmt:

    • Vitamin C verbessert die Eisenaufnahme: Wer Eisen möglichst gut aufnehmen möchte, kann laut dem IQWiG Vitamin C dazu kombinieren. Das gilt sowohl für Eisen aus Lebensmitteln als auch für ein Eisenpräparat. So kann etwa ein Glas Orangensaft oder andere Vitamin-C-reiche Lebensmittel wie rote Paprika, Brokkoli oder Fleisch, Fisch und Geflügel die Aufnahme von Eisen fördern.
    • Fett verbessert die Aufnahme von Vitamin D: Vitamin D kann der Körper laut dem IQWiG mithilfe von Sonnenlicht selbst bilden. Wird es über Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen, kann Fett die Aufnahme unterstützen. Denn Vitamin D ist fettlöslich. Ein Präparat lässt sich deshalb gut mit einer Mahlzeit kombinieren, die Fett enthält. Dafür eignen sich etwa fettreiche Fische wie Hering, Makrele, Lachs oder Forelle. Auch Eigelb liefert Vitamin D.

    Übrigens: Bestimmte Vitamine können besser mit Kaffee aufgenommen werden.

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