Vitamin C oder Vitamin D – was ist bei einer Erkältung besser?
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Vitamin C oder Vitamin D – was ist bei einer Erkältung besser?

Vitamine

Vitamin C oder Vitamin D – was ist bei einer Erkältung besser?

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    Vitamin C und Vitamin D gelten als wichtig für das Immunsystem. Doch ob zusätzliche Präparate bei einer Erkältung tatsächlich helfen, hängt vom Vitamin und vom Zeitpunkt der Einnahme ab.
    Vitamin C und Vitamin D gelten als wichtig für das Immunsystem. Doch ob zusätzliche Präparate bei einer Erkältung tatsächlich helfen, hängt vom Vitamin und vom Zeitpunkt der Einnahme ab. Foto: Alina_Stor, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Husten beginnt: Gerade in der Erkältungszeit greifen viele Menschen zu Vitaminpräparaten. Besonders Vitamin C und Vitamin D werden mit dem Immunsystem in Verbindung gebracht und als Nahrungsergänzung angeboten. Doch können die Vitamine tatsächlich etwas ausrichten, wenn eine Erkältung im Anmarsch ist – oder sie sogar verhindern?

    Hilft Vitamin C bei einer Erkältung?

    Erkältungen werden durch Viren verursacht und verschwinden normalerweise von selbst laut dem Portal gesund.bund.de. Typische Beschwerden sind Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und Niesen, möglich sind außerdem Mattigkeit, leichtes Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Meist ist eine Erkältung nach ein bis zwei Wochen überstanden, wobei insbesondere Husten länger anhalten kann.

    Vitamin C kann eine Erkältung nicht einfach stoppen. Studien sprechen jedoch dafür, dass Menschen, die regelmäßig Vitamin C einnehmen, im Fall einer Erkältung etwas kürzer krank sind. Eine Cochrane-Auswertung ergab eine Verkürzung der Erkältungsdauer um rund acht Prozent bei Erwachsenen und um 14 Prozent bei Kindern. Wurde mit der Einnahme dagegen erst nach Auftreten der Erkältungssymptome begonnen, zeigte sich insgesamt keine konsistente Verkürzung der Erkrankungsdauer.

    Neuere Forschung deutet außerdem darauf hin, dass Vitamin C die Schwere der Beschwerden etwas reduzieren könnte. Eine 2023 veröffentlichte Meta-Analyse wertete 15 Vergleiche aus zehn randomisierten Doppelblindstudien aus, in denen mindestens ein Gramm Vitamin C pro Tag eingesetzt wurde. Im Vergleich zu Placebo verringerte Vitamin C den Schweregrad der Erkältungen um durchschnittlich 15 Prozent. Eine kleinere Teilanalyse deutete darauf hin, dass vor allem die Dauer schwerer Symptome reduziert wurde; bei leichten Symptomen zeigte sich kein statistisch signifikanter Effekt.

    Zur Vorbeugung eignet sich Vitamin C für die Allgemeinbevölkerung dagegen kaum: Regelmäßig eingenommen senkte es die Zahl der Erkältungen insgesamt nicht. Eine Ausnahme zeigte sich laut Cochrane Complementary Medicine in Studien mit Menschen unter außergewöhnlich starker körperlicher Belastung, etwa Marathonläufern oder Skifahrern.

    Was bringt Vitamin D bei einer Erkältung?

    Bei einer bereits bestehenden Erkältung ist die Studienlage für Vitamin D wenig überzeugend. Eine Meta-Analyse von 18 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 3648 Teilnehmenden untersuchte Vitamin D zur Behandlung akuter Atemwegsinfektionen. Zwar zeigte sich in der Gesamtanalyse rechnerisch ein kleiner Vorteil, in der Auswertung qualitativ hochwertiger Studien war dieser jedoch nicht mehr statistisch signifikant. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Vitamin D bei der Behandlung akuter Atemwegsinfektionen keinen klinisch relevanten Nutzen hat.

    Anders sieht die Fragestellung bei der Vorbeugung aus. Eine 2017 in der medizinischen Fachzeitschrift The BMJ veröffentlichte Meta-Analyse fand ein geringeres Risiko für akute Atemwegsinfektionen unter Vitamin-D-Supplementierung, insbesondere bei täglicher oder wöchentlicher Einnahme ohne zusätzliche hochdosierte Gaben.

    Neuere Daten relativieren diesen Befund allerdings. Eine aktualisierte Meta-Analyse mit Daten von 64.086 Menschen aus 46 randomisierten kontrollierten Studien fand keinen statistisch signifikanten Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen. Auch in den untersuchten Untergruppen ließ sich kein signifikanter Effekt abhängig vom Alter, dem ursprünglichen Vitamin-D-Status oder der Art der Dosierung nachweisen.

    Ein bestehender Vitamin-D-Mangel ist davon zu unterscheiden. Das Gesundheitsportal des Bundes weist darauf hin, dass Vitamin-D-Präparate bei einem Mangel möglicherweise helfen können, Erkältungen vorzubeugen. Das ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einem allgemeinen Nutzen von Vitamin-D-Präparaten zur Erkältungsvorbeugung.

    Vitamin C oder Vitamin D: Was ist bei einer Erkältung besser?

    Unter dem Strich kann Vitamin C bei Erkältungen besser helfen – allerdings mit Einschränkungen. Wer Vitamin C regelmäßig einnimmt, kann damit die Dauer einer später auftretenden Erkältung etwas verkürzen. Neuere Daten sprechen außerdem dafür, dass die Beschwerden etwas weniger schwer ausfallen können. Wer dagegen erst beim ersten Kratzen im Hals zu Vitamin C greift, kann nach der bisherigen Studienlage nicht mit einer zuverlässig kürzeren Erkältung rechnen.

    Vitamin D hat sich wiederum nicht als wirksame Behandlung einer bereits bestehenden akuten Atemwegsinfektion erwiesen. Auch die Hoffnung, durch eine allgemeine Vitamin-D-Einnahme Erkältungen zu verhindern, wird durch die neueren Studiendaten nicht überzeugend gestützt. Ein festgestellter Vitamin-D-Mangel ist davon getrennt zu betrachten.

    Für eine gewöhnliche Erkältung bleibt laut dem Portal gesundheitsinformation.de daher vor allem, die Beschwerden zu lindern und abzuwarten. Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können Schmerzen und Fieber reduzieren, abschwellende Nasensprays können vorübergehend das Atmen erleichtern. Bei hohem Fieber, starken oder zunehmenden Beschwerden, Brustschmerzen, Luftnot oder Problemen beim Atmen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

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