Testbericht: Unsere Erfahrungen mit Your Secure Cloud
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SecureCloud im Test: Cloud-Speicher ohne Mindestlaufzeit

Unsere Erfahrungen mit SecureCloud

Cloud-Dienstleister gibt es wie Sand am Meer, doch nur wenige legen so viel Wert auf Sicherheit und Datenschutz wie der deutsche Anbieter SecureCloud. Wie schlägt sich der Dienst in der Praxis?

💡 Das Wichtigste in Kürze
  • SecureCloud (vormals bekannt als Your Secure Cloud) ist ein DSGVO-konformer Cloudspeicher-Anbieter aus Deutschland.
  • Der Anbieter betreibt alle seine Server ausschließlich in deutschen Rechenzentren.
  • SecureCloud bietet eine echte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ohne Aufpreis.
  • Der Dienst richtet sich ausschließlich an Geschäftskunden.
  • Preis: ab 4,50 € netto pro Nutzer und Monat (Business-Tarif, 36 Monate Laufzeit, ab zwei Nutzern)

Wer sich mit dem Thema Cloudspeicher auseinandersetzt, wird schnell feststellen, dass Dropbox, Google Drive, Microsoft OneDrive oder Apples iCloud besonders beim Datenschutz nicht immer das Nonplusultra sind. Je nach gewünschtem Funktionsumfang oder wenn es darum geht, Daten sicher zu verwahren, ist es sinnvoll, sich nach Alternativen umzuschauen. Vor allem Cloud-Dienste mit Serverstandort Deutschland sind hier sinnvoll. So greift nicht nur die DSGVO, sondern auch deutsches Datenschutz-Recht. Ein Anbieter, der es mit Sicherheit und Datenschutz besonders genau nimmt, ist die SecureCloud GmbH aus Neumarkt in der Oberpfalz.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Daten

Alle bei SecureCloud* gespeicherten Daten werden automatisch Ende-zu-Ende verschlüsselt. Das bedeutet, dass der Anbieter selbst keinen Zugriff auf die Dateien und Fotos hat. Und wo kein Anbieter zugreifen kann, ist auch der Zugriff für Dritte – etwa bei Hacker-Angriffen oder bei strafrechtlichen Fahndungen – nicht möglich. Als deutsches Unternehmen ohne US-Muttergesellschaft unterliegt SecureCloud zudem nicht dem US CLOUD Act zur Herausgabe von Daten.

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Dabei bedient sich SecureCloud einer dreifachen Verschlüsselung: Einerseits werden die Daten direkt auf dem Endgerät des Users verschlüsselt, andererseits ist die Übertragung zum Anbieter auf diese Weise gesichert. Abschließend werden diese nochmals separat verschlüsselt auf den Systemen abgelegt.

Übertragung per Browser oder Client

Wie bei Cloud-Diensten üblich lässt sich bei SecureCloud der Cloud-Speicher auf zwei Wegen bespielen: Entweder über das Browser-Interface oder über den lokal auf dem Rechner oder Mobilgerät installierten Sync-Client. Der Client ist für Windows, macOS, Linux, Android und iOS/iPadOS, also alle wichtigen Betriebssysteme, erhältlich. Zudem gibt es für Linux eine Terminal-Version. Alternativ kann auch der Drive-Client verwendet werden. Dieser hängt den Cloud-Speicher als Netzlaufwerk im System ein, sodass lokale Dateikopien entfallen und man auf die Cloud wie auf ein Laufwerk zugreift.

Der Client erlaubt die freie Wahl des Speicherordners.

(Bild: Screenshot)

Das spart Speicherplatz und verhindert Fehler bei der Synchronisation. Nach manueller Auswahl können Dateien auch offline gespeichert werden. Beide Clients sind angepasste Versionen von SeaFile. Sie sind dementsprechend einen Hauch komplexer als die Clients anderer Dienste – dafür aber auch mit großem Funktionsumfang ausgestattet.

Synchronisation in der Praxis

SecureCloud selbst empfiehlt den Sync-Client, und der zeigt in der Praxis, dass es sich um eine gute Wahl handelt. Wie von Dropbox, OneDrive und Co. bekannt schiebt er Dateien, die im Sync-Ordner abgelegt sind, umgehend in die Cloud. Umgekehrt tauchen Dateien, die von anderen Rechnern oder im Browser abgelegt wurden, umgehend auf dem Rechner auf. Schön gelöst ist, dass der Client geöffnete Office-Dokumente von MS Office und LibreOffice automatisch im Hintergrund sperrt und somit nur eine Person aktiv an der Datei arbeiten kann. Dadurch werden Dateikonflikte und doppelte Arbeit vermieden. Wer den Online-Editor nutzt, kann jedoch gleichzeitig mit beliebig vielen Personen in Echtzeit an den Dokumenten arbeiten.

Online-Office im Browser

Apropos Office: SecureCloud besitzt auch eine integrierte OnlyOffice-Installation bei Benutzung über den Webbrowser. Dadurch erlaubt der Dienst Nutzern, ihre Dokumente – egal ob Word, Excel, PowerPoint, PDF oder OpenOffice- / LibreOffice-Formate – direkt im Browser zu öffnen und zu bearbeiten. Das Office-System ersetzt die Microsoft-Lösungen zwar nicht vollständig, ist für typische Arbeiten aber vollkommen ausreichend ausgestattet.

pCloud Backup-Funktion

Das integrierte Office-System ermöglicht schnelles Bearbeiten im Browser.

(Bild: Screenshot )

Natürlich müssen Anwender die Dateien nicht zwangsläufig hier öffnen. Der reguläre Download ist natürlich auch kein Problem. Praktisch ist OnlyOffice aber immer dann, wenn Kollaboration erforderlich ist: Nutzer müssen die Dateien nur freigeben, um sie mit Kunden und Kollegen zu bearbeiten.

Datei-Freigabe im Detail steuern

Der Freigabe-Prozess hat es übrigens in sich, und zwar auf positive Weise. Nutzer können Dateien und Dokumente mit einer Vielzahl von Optionen freigeben. Neben einem Passwortschutz gibt es etwa die Möglichkeit, ein Ablaufdatum festzulegen. Zudem sind Kollaborationsmöglichkeiten an Bord, die es Dritten erlauben, ohne SecureCloud-Konto an Dateien mitzuarbeiten.

pCloud-App für iOS

Dank der ausgefeilten Dateifreigabe ist Kollaboration kein Problem.

(Bild: Screenshot)

Das ist gerade für Anwender, die häufig Dateien mit anderen austauschen, ausgesprochen praktisch – denn die Hürde, sich noch einen Account bei einem weiteren Anbieter anzulegen, ist bei vielen Menschen inzwischen recht hoch. Da kommt eine solche Freigabe-Option, die wie von anderen Cloud-Diensten gewohnt per Link erfolgt, natürlich gelegen und vermeidet Diskussionen.

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Sicherheit zuerst: Verlauf, Backup und Papierkorb

Ebenfalls gut gelöst ist die automatische Versionierung der Dateien samt Backup und einem Papierkorb. Gelöschte oder veränderte Dateien können so im Handumdrehen für bis zu 90 Tage wiederhergestellt werden. Zusätzlich listet SecureCloud alle Nutzer-Aktivitäten im Backend auf, wodurch Änderungen sofort ersichtlich sind. Um den Datenschutz zu gewährleisten, sind Inhalte natürlich löschbar, auch nicht mehr benötigte Dateien lassen sich mit einem Handgriff aus dem Papierkorb entfernen.

Das Aktivitätsprotokoll zeigt, was wann geändert wurde.

(Bild: Screenshot)

Tarife: Nur für Geschäftskunden

SecureCloud ist ausschließlich für Business-Anwender erhältlich. Diese finden hier alle Möglichkeiten, Nutzer anzulegen, Speicherquotas und Zugriffsrechte zu vergeben, Teams zu bilden und diese natürlich auch im Browser zentral zu verwalten. Die Basisfunktionen sowie Sicherheit und Datenschutz sind in beiden Tarifen aber identisch. Als höchste Ausbaustufe gibt es den Tarif „Enterprise“ für größere Unternehmen ab zehn Benutzern: Hier kann die Cloud zusätzlich mit einem individuellen Branding versehen und ins Active Directory eingebunden werden, zudem gibt es Benutzer-Rollen, einen zusätzlichen Viren-Scan und separate SLA-Verträge. SecureCloud liefert Unternehmen unterschiedlicher Größen somit maßgeschneiderte Leistungen.

pCloud bindet sich als virtuelles Laufwerk ein

Im Business-Tarif können Administratoren zusätzliche Benutzer anlegen und Rechte vergeben.

(Bild: Screenshot)

Preislich liegt SecureCloud auf gehobenem Niveau. Dafür erhalten Nutzer aber auch die Sicherheit, dass ihre Daten nicht zweckentfremdet werden. Praktisch auch: SecureCloud bietet einen 14-tägigen Testzeitraum für den Business-Tarif – gefällt die Cloud nicht, werden alle Daten nach Ablauf des Zeitraums gelöscht.

Test-Fazit: Eine solide deutsche Cloud-Alternative

Insgesamt präsentiert sich SecureCloud als hervorragende Alternative zu den meisten US-Anbietern. Der Anbieter schreibt Datenschutz und Datensicherheit groß, die Bedienung ist dank der Verwendung des SeaFile-Clients einfach und effizient und das Online-Office-System hilft dabei, die Cloud auch dann sinnvoll zu nutzen, wenn man gerade nicht an einem eigenen PC sitzt.


Factsheet
SecureCloud auf einen Blick
Sitz Deutschland
Server-Standort Deutschland
Speicherpläne ab 100 GB
Gratis-Speicher 0
2-Faktor-Authentifizierung Ja
Systeme
Windows Ja
Mac Ja
Linux Ja
iOS Ja
Android Ja
Browser Ja
Verschlüsselung
Serverseitig Ja, AES256
Clientseitig (End-to-End) Ja
Zero Knowledge Ja
Dateimanagement
WebDAV Ja (Enterprise)
Als Laufwerk nutzbar Ja
Dateien offline verfügbar Ja
Online-Backup Durch Versionierungsfunktion für 90 Tage
Dateifreigabe
Freigabeobjekte Datei + Ordner
Kollaboration Ja
Share-Link Ja
Berechtigungen Ja
Passwort Ja
Branding Ja (Enterprise)
Share-Statistiken Ja
Ablaufdatum Ja
Medienwiedergabe (Browser)
Video Ja
Audio Ja
Dokumente Ja
Preise
Abonnement ab 4,50 € netto / Monat
Einmalkauf Nein
Sonstiges
Besonderheiten Nur für Geschäftskunden, Vollwertiges Online-Office, Freigaben ohne Registrierung
Stand: 24.08.2022

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