iCloud einrichten und optimal nutzen: Die nützlichsten Tipps und Problemlösungen
Vom vollen iCloud-Speicher über stockenden Datenabgleich bis hin zum Wiederherstellen versehentlich gelöschter Dateien. Mac & i nennt Problemlösungen und verrät Tipps, um Apples iCloud-Dienst auf iPhone, iPad und Mac auszureizen.
1. iCloud-Speicher voll – Platz freiräumen
Sind die 5 GByte Gratis-Speicher voll, die Apple vergibt, pausiert die Synchronisation auf iPhone, iPad und Mac. Dann muss man entweder neuen Speicherplatz kaufen oder Platz schaffen: iCloud-Funktionen können Sie unter iOS in den Einstellungen über die Apple-ID-Einstellungen (ganz oben) und am Mac in den Systemeinstellungen unter „iCloud“ deaktivieren oder einschränken.
Auf die voluminösen iOS-Backups beispielsweise können Sie verzichten, wenn Sie am Mac oder Windows-PC mit iTunes verschlüsselte Backups anfertigen und die Option „Mit diesem iPhone über WLAN synchronisieren“ aktivieren.
Schalten Sie außerdem die iCloud-Drive-Funktion „Ordner ,Schreibtisch‘ & ,Dokumente‘“ unter macOS ab oder verfrachten Sie große, nur selten benötigte Dateien in einen Ordner, der nicht über die iCloud synchronisiert wird (siehe Tipp 18).
Für den reinen Datenaustausch zwischen verschiedenen Geräten kann man obendrein andere Cloud-Dienste nutzen. Google Drive beispielsweise bietet immerhin 15 GByte Speicher gratis. Darüber hinaus können auch Messenger-Apps wahre Speicherfresser sein.
Welche Apps bei Ihnen besonders viel Platz belegen, finden Sie in den iCloud-Einstellungen von iOS unter „Speicher verwalten“ heraus. Tippen Sie die jeweilige App an, um diese und die damit erzeugten Daten aus der Cloud zu löschen.
2. Gelöschte iCloud-Daten wiederherstellen
Von iCloud Drive entfernte Dateien werden erst nach 30 Tagen endgültig von Apples Servern entfernt. Um (versehentlich) gelöschte Daten vorher wiederherzustellen, loggen Sie sich auf iCloud.com im Browser ein und klicken nach dem auf die Einstellungen. Scrollen Sie ganz nach unten zur Überschrift „Erweitert“.
Über den Link „Dateien wiederherstellen“ erhalten Sie eine Übersicht der kürzlich aus iCloud Drive gelöschten Dateien. Markieren Sie die Checkboxen der gewünschten Einträge und klicken dann auf „Datei(en) wiederherstellen“ unterhalb der Liste. Nach kurzer Zeit sollten die Dateien wieder im iCloud Drive sichtbar sein; unterhalb der Größe steht, wie lange sie noch im Wiederherstellungsbereich verbleibt.
Sie können dort allerdings keine Dokumente schon vor Ablauf der Speicherfrist aus der iCloud entfernen. Die Einstellungsseite eignet sich auch nicht dazu, um auf alte Versionen von Dokumenten zurückzugreifen, wie es etwa bei Dropbox möglich ist.
Über die iCloud-Website können Sie obendrein auch Kontakte, Kalender und Lesezeichen aus dem Nirvana befreien. Hierbei sind aber keine einzelnen Einträge wiederherstellbar, sondern nur vollständige Sicherheitskopien.
3. iCloud-Status prüfen
Apple nutzt die iCloud außer zur Datensynchronisation auch, um Speicherplatzprobleme auf iPhone, iPad und Mac zu umgehen. So laden macOS und iOS Musik, Fotos und Daten ab 1 MByte Größe automatisch im Hintergrund auf Apples Server hoch. Das klappt oft gut – sofern man ausreichend Cloud-Speicherplatz gebucht hat. Mitunter ergeben sich daraus aber Probleme, etwa, weil gerade keine Internet-Verbindung besteht. Aus Anwendersicht sind die Vorgänge zwischen Cloud und Endgerät sehr undurchsichtig.
Immerhin geben in iTunes, Fotos und Finder Symbole vereinzelt Auskunft über den Datenstatus. Manche tauchen direkt in oder an der Datei auf (Fotos-App), für andere müssen Sie erst eine entsprechende Anzeigen-Spalte einblenden.
In iTunes aktivieren Sie dazu zunächst die Titel-Übersicht im Tab „Meine Musik“. Klicken Sie dann mit gedrückter Ctrl-Taste auf die oberste Zeile der Listenansicht und wählen Sie im Kontextmenü die Spalten für „iCloud-Download“ und „iCloud-Status“ aus.
Nun erscheinen in der Liste zwei Spalten mit Symbolen zum iCloud-Status. Im Finder blenden Sie die Spalte „iCloud-Status“ über ein Menü ein, das Sie mit Cmd+J aufrufen. Was die jeweiligen Symbole bedeuten, haben wir in der nebenstehenden Tabelle aufgeführt.
4. iCloud-Daten gezielt löschen und laden
Mit dem kostenlosen Programm iCloud Control können Sie selbst bestimmen, welche Daten am Mac (nicht aber in der Cloud) gelöscht oder auf diesen heruntergeladen werden sollen. Obendrein kopiert das Tool auf Wunsch einen Link zum öffentlichen Teilen einer Datei in die Zwischenablage.
iCloud Control ist dabei nichts anderes als eine hübsche Oberfläche für Funktionen, die macOS selbst nutzt.
Im Terminal lassen sie sich mit dem Programm „brctl“ auch händisch steuern: Beispielsweise löscht der Befehl „brctl evict“ die lokalen Daten. „brctl download“ lädt sie wieder aus dem Netz. Das wiederum können Sie auch mit der Maus anschieben, per „Jetzt laden“ im Kontextmenü des Finders. Mit „man brctl“ erfahren Sie alle weiteren zur Verfügung stehenden Parameter und Funktionen.
5. iCloud-Speicher und iPhone-Apps mit Familie teilen
Mittels Apples Familienfreigabe lässt sich nicht nur bares Geld sparen, weil man Apps, Lieder, Filme und Bücher nur einmal zu kaufen braucht.
Sie können auch den iCloud-Speicherplan des Hauptaccounts mit allen Familienmitgliedern teilen. Die im iCloud Drive gespeicherten Daten sind aber nur für andere Familienmitglieder sichtbar, wenn diese von einem Nutzer per Bereitstellenfunktion (wie bei iCloud-Accounts ohne Familienfreigabe auch) geteilt werden. Wer mehr Speicherplatz braucht, kann trotz Teilnahme an der Familienfreigabe ein eigenes Speicherkontingent buchen.
Da alle iCloud-Ausgaben normalerweise über die hinterlegte Kreditkarte des Organisators laufen oder sich inzwischen bei Telekom Vodafone und O2 auch per Handyrechnung bezahlen lassen, muss man hierzu Apples Einkaufsgutscheine erwerben und auf die Apple-ID einlösen, für die man zusätzlichen Speicherplatz buchen möchte.
6. Organisator der Familienfreigabe ändern
Wollen Sie die Organisation der Familienfreigabe (siehe Tipp 5) auf eine andere Apple-ID übertragen, muss der bisherige Organisator die Familienfreigabe in „Einstellungen/iCloud/Familie“ beenden.
Anschließend aktiviert der neue Organisator in den iCloud-Einstellungen die Familienfreigabe und lädt die Familienmitglieder ein. Der Organisator-Wechsel ist einmal pro Jahr möglich.
Für einen sicheren Umstieg legen Sie sich zunächst verschlüsselte iTunes-Backups sämtlicher an der Familienfreigabe beteiligter iOS-Geräte an. Beenden Sie dann die Familienfreigabe und richten Sie sie vom neuen Administrator aus wieder ein. Das geht am einfachsten am Mac, alternativ am iOS-Gerät des neuen Organisators.
Bestätigen Sie dann alle Familienmitglieder des Accounts auf den zu verknüpfenden iOS-Geräten. Nun probieren Sie an einer gekauften App, ob die Familienfreigabe nach der Familien-Neugründung weiterhin funktioniert. Meldet die App einen Fehler, löschen Sie sie und installieren Sie sie über „(Suchen/)Gekaufte Artikel“ im App Store jeweils neu.
Wiederholen Sie dies mit allen relevanten Apps auf den jeweiligen iOS-Geräten. Der Dokumentinhalt der App bleibt dabei in der Regel erhalten. Falls nicht, schließen Sie Ihr iOS-Gerät an den Mac an und spielen Ihr iTunes-Backup erneut ein.
7. iCloud synchronisiert nicht: Stockenden Sync erneut anstoßen
Meistens landen Daten von einem Gerät recht fix in der iCloud und anschließend auf anderen verbundenen Macs, iPhones und iPads. Mitunter passiert jedoch nichts. Um die Synchronisation in solchen Fällen manuell anzustoßen, gehen Sie wie folgt vor: Wechseln Sie zum Finder und öffnen Sie mit gedrückter Alt-Taste das Gehe-zu-Menü, wo Sie die Library auswählen. Suchen und löschen Sie in dieser den Ordner „CloudDocs“ aus dem Verzeichnis „Application Support“.
Drücken Sie dann Cmd+Umschalt+U, um ins Dienstprogramme-Verzeichnis zu springen und die Aktivitätsanzeige zu starten. Geben Sie in deren Suche den Prozess-Namen „cloudd“ ein und beenden Sie diesen mit einem Klick auf die Schaltfläche oben links. Bestätigen Sie mit „Sofort beenden“. Stoppen Sie anschließend den Prozess „bird“ auf die gleiche Weise.
Bei iPhone oder iPad hilft meist ein Neustart der Geräte dem iCloud-Sync auf die Sprünge (Entsperr-Taste beziehungsweise beim iPhone X Entsperr-Taste und Lauter-Taste lange gedrückt halten). Wenn nicht, melden Sie sich aus der iCloud ab und anschließend erneut an.
8. iCloud-Probleme eingrenzen mit Apples Störungsmelder
Wenn die iCloud stockt, muss das Problem nicht zwingend eine lokale Ursache haben. Es empfiehlt sich in solchen Fällen stets, zuerst Apples System-Statusbericht zur iCloud abzurufen (siehe Webcode). Dort erfährt man sofort, wo es hakt (rotes Statussymbol) und zu welchen Diensten Apple keine Probleme bekannt sind (grünes Statussysmbol).
Nach welchen Kriterien und mit welchen Mitteln Apple die Verfügbarkeit der Dienste erhebt, ist nicht bekannt. Wir kennen auch Situationen, in denen die iCloud stockte, ohne dass Apple das zugab. Ein Gegencheck bei allestörungen.de bringt zusätzliche Klarheit.
Ebenso erfährt man bei Twitter noch schneller als in Apples Support-Forum, wenn das Unternehmen Probleme mit seinen Diensten hat. Dazu sucht man am besten nach Beiträgen, die als Hashtags #Apple oder #iCloud enthalten. Findet man keine Berichte über ähnliche Probleme, kann man bei den zuletzt genannten Diensten selbst einen Statusbericht hinterlassen und den Apple-Support kontaktieren – sofern unsere Tipps nicht weiterhelfen.
9. iCloud-Adressbuch teilen
Anders als bei Kalendern sieht Apple das Teilen eines Adressbuches leider nicht vor – selbst im Rahmen der Familienfreigabe nicht. Über einen Umweg klappt es trotzdem, das iCloud-Adressbuch freizugeben und so die Kontakte zwischen iPhone, iPad und Mac verschiedener Nutzer zu synchronisieren: Dafür benötigt man eine separate Apple-ID nur für die Adressbuchverwaltung.
Richten Sie sie im Browser auf iCloud.com mit Hilfe einer E-Mail-Adresse ein, die niemand sonst verwendet. Dafür können Sie auf ein kostenloses Konto Ihres Internet-Anbieters oder eines Web-Mail-Dienstes zurückgreifen. Vergeben Sie ein sicheres Kennwort für die neue Apple-ID. Nun aktivieren Sie unter „Systemeinstellungen/Internet-Accounts“ (Mac) oder „Einstellungen/Kontakte/Accounts“ (iOS) dieses zusätzliche iCloud-Konto. Benennen Sie das Konto eindeutig, etwa „Familie“. Aktivieren Sie lediglich die Synchronisation der Kontakte. Pro Nutzer-Account müssen Sie dieses Konto nur einmal einrichten, iCloud synchronisiert es auf die jeweils anderen Geräte automatisch.
Legen Sie als Nächstes ein Backup aller Kontakt-Daten an – in der Kontakte-App des Mac via „Ablage/Exportieren/Kontakte-Archiv“. Schließlich ziehen Sie die gewünschten Kontakte auf den gemeinsamen Account um. Dazu wählen Sie sie aus und bewegen sie vom Konto „iCloud“ in das Konto „Familie“. Standardmäßig werden bei Drag & Drop die Daten kopiert und nicht bewegt.
Wenn Sie dabei die Cmd-Taste gedrückt halten, vermeiden Sie Dubletten. Unter „Kontakte/Einstellungen/Allgemein“ (Mac) oder „Einstellungen/Kontakte“ (iOS) können Sie zum Schluss das Standardkonto auf „Familie“ wechseln. Dann werden neue Adressbucheinträge automatisch im Familien-Account angelegt und an alle beteiligten Geräte ausgeliefert.
10. Kalender-Spam unterbinden
Per Benachrichtigungsfunktion kann man zu neuen Kalendern eingeladen werden, die Freunde oder Verwandte erstellen. Dummerweise gibt es keinen Filter, der unerwünschte Einladungen von Fremden unterbindet. Das machen sich immer mehr Spam-Versender zunutze, die per Kalender-Einladung für fragwürdige Kredite oder Partnervermittlungen werben. Lehnt man diese Einladungen ab, kommt das einer Bestätigung des Accounts gleich – eine regelrechte Aufforderung, noch mehr Spam zu schicken.
Stellen Sie als Gegenmaßnahme das Einladungsverfahren auf E-Mails um. Die können Sie löschen, ohne dass der Spam-Versender etwas davon erfährt. Das geht nur auf iCloud.com. Rufen Sie die Website im Browser auf, wechseln Sie dann in den Kalender und klicken Sie unten links auf das Zahnradsymbol. Wählen Sie „Einstellungen“ und dann „Erweitert“. Aktivieren Sie im Abschnitt „Einladungen“ statt des Default-Settings „In-App-Benachrichtungen“ nun „Per E-Mail an [Ihre Adresse]@icloud.com senden“ und klicken Sie auf „Sichern“.
11. Öffentliche Kalender abonnieren
Das Eintragen von wiederkehrenden oder häufig auftretenden Ereignissen im Kalender kann sehr mühsam sein. Sparen Sie sich die Arbeit und abonnieren Sie einfach bereits erstellte oder automatisch gepflegte Kalender.
Unter dem Suchbegriff „iCal Kalender-Abo“ und über unseren Webcode finden sich im Internet zahlreiche Angebote für Feiertage, Schulferien, Sport-Ereignisse wie Fußballbundesligaspiele, Kalenderwochen, Mondphasen, Sternzeichen oder Sonnenauf- respektive -untergangszeiten. Zum Abonnieren klicken Sie auf der Website des Anbieters auf den Abo-Knopf und folgen den Anweisungen.
Bei sehr häufig eintretenden Ereignissen wie etwa dem Sonnenstand ist es allerdings ratsam, Hinweise abzuschalten, um nicht zu oft von diesen genervt zu werden. Anhänge sollten sie grundsätzlich entfernen lassen, wenn Sie den Ersteller des Kalender-Abos nicht persönlich kennen und vertrauen. Sie können das auch später ändern, indem Sie den Kalender in der Seitenleiste auswählen und Cmd+I drücken.
iCloud-Account , iCloud deaktivieren, iCloud-Backup, Verbindungsprobleme beheben
12. Gemeinsamen iCloud-Kalender nutzen
Ob im Job, in der Familie oder in der WG – gemeinsam verwaltete Kalender helfen, die Organisation im Alltag zu vereinfachen. Wie viele andere iCloud-Programme auch, besitzt der Kalender eine Teilen-Funktion.
Zum Teilen eines Kalenders klicken Sie diesen am Mac per Sekundärklick aus (rechte Maustaste oder Zweifingertipp am Touchpad) und wählen aus dem Kontextmenü „Kalender teilen“. Bei „Teilen mit“ tragen Sie nun einfach alle Apple-IDs derjenigen Leute ein, die Sie an diesem Kalender beteiligen wollen.
Unter iOS wechseln Sie über „Kalender“ in die Kalenderübersicht und tippen anschließend auf das i-Icon rechts. Unter „Geteilt mit“ fügen Sie alle Personen hinzu, mit denen Sie den Kalender teilen möchten. Vorsicht, die anderen können dann auch Termine eintragen und löschen.
13. iCloud-Verbindungsprobleme beheben
Datensynchronisation ist hochkomplex, da kann es schon einmal vorkommen, dass etwas schiefgeht – und der Mac Sie mit der Fehlermeldung „Dieser Mac kann nicht mit iCloud verbunden werden, da ein Problem vorliegt“ begrüßt.
Bei derartigen Problemen hilft es meist, die Verknüpfung zwischen Mac und der Apple-ID vorübergehend aufzuheben. Das geht allerdings nur mit Hilfe eines anderen Apple-Geräts, das mit dem iCloud-Account verbunden ist.
Haben Sie einen anderen Mac, ein iPhone oder iPad zur Hand, fahren Sie den betroffenen Mac zunächst herunter. Auf dem anderen Rechner rufen Sie dann im Browser icloud.com auf. Melden Sie sich mit Ihrer Apple-ID und Passwort an, um auf das iCloud-Launchpad zuzugreifen. Klicken Sie dort auf „Einstellungen“. Unter „Meine Geräte“ erscheinen Macs und iOS-Devices, die diese Apple-ID verwenden. Wählen Sie den Mac aus, der beim Neustart die Fehlermeldung anzeigt. Neben ihm taucht ein kleines blaues X auf. Mit einem Druck darauf sowie einer weiteren Bestätigung verschwindet der Mac aus der Liste.
An iPhone oder iPad entfernen Sie den fehlerhaften Mac nicht über den Browser, sondern in den Einstellungen aus der iCloud. Tippen Sie dazu in den Einstellungen ganz oben auf „Apple-ID“. Unterhalb der Familienfreigabe listet iOS die mit derselben Apple-ID angemeldeten Geräte auf. Tippen Sie auf Ihren Mac, um in die Geräteinformationen zu gelangen, und wählen Sie dort im nächsten Schritt „Aus dem Account entfernen“. Nach einer erneuten Bestätigung verschwindet er aus der iCloud. Nun können Sie den betroffenen Mac neu starten. Er beanstandet noch einmal, dass er nicht mit iCloud verbunden werden kann. Mit einem Klick auf die macOS-Systemeinstellung „iCloud“ gelangen Sie in die zugehörigen Einstellungen und geben dort das Passwort ein. Beim nächsten Start taucht der Fehler nicht mehr auf.
14. iCloud-Account aus der Ferne
Über iCloud.com kommen Sie von praktisch jedem beliebigen Browser an Ihre Daten heran, etwa in einem Internet-Café, im Büro oder am Rechner eines Bekannten. Diese Freiheit birgt aber auch ihre
Tücken: Vergessen Sie mal, sich abzumelden, haben möglicherweise Fremde Zugriff auf Ihre Fotos, Termine, Kontakte und Daten. Zwar erfolgt nach einiger Zeit ein Zwangs-Logout, doch besteht die Gefahr, dass Sie beim allzu eilig die Abfrage zum Speichern der Zugangsdaten weggeklickt und somit bestätigt haben. Im Zweifel können Sie sich aber auch von einem anderen Endgerät aus von allen Geräten .
Loggen Sie sich dazu zunächst auf Ihrem Mac auf iCloud.com ein. Klicken Sie dann oben rechts auf Ihre Apple-ID und anschließend auf „iCloud-Einstellungen“. Im Abschnitt „Erweitert“ finden Sie die Option „In allen Browsern “, mit der Sie sich mit einem Klick aus der Ferne können. Die inzwischen obligatorische Zwei-Faktor-Authentifizierung verhindert, dass sich Fremde selbst unter Kenntnis der Apple-ID und zugehörigem Passwort erneut können.
15. iCloud Drive der Seitenleiste hinzufügen
Fehlt in der Seitenleiste des Finders der Verweis auf das iCloud-Drive-Verzeichnis, können Sie es per Drag & Drop (wieder) in der Seitenleiste ablegen oder umgekehrt ebenso schnell durch Herausziehen aus der Übersicht entfernen.
Auch über die Finder-Einstellungen fügen Sie diesen Dienst und andere Systemdienste wie Airdrop der Seitenleiste von Finder-Fenstern ganz einfach hinzu.
Um zur Konfiguration zu gelangen, klicken Sie oben in der Menüleiste bei „Finder“ zunächst auf „Einstellungen“ und aktivieren den Reiter „Seitenleiste“.
Nun wählen Sie die Objekte aus, die dort stehen sollen. iCloud Drive taucht unter dem obersten Punkt namens „Favoriten“ auf. Nachdem Sie mit einem Klick den entsprechenden Haken gesetzt haben, residiert das Symbol wieder an seinem von Apple vorgesehenen Platz in der Seitenleiste – Sie können es von dort aber jederzeit an eine andere Position ziehen.
16. iCloud-Zugriff beschleunigen
Lokale Netzwerke sind in der Regel deutlich leistungsfähiger als deren Internetanbindung. Darum bietet es sich an, eimal aus dem Netz geladene Inhalte auf einem Gerät zwischenzuspeichern und von dort anderen lokalen Clients zur Verfügung zu stellen. Apple bietet das mit dem Inhalts-Caching an, das Sie seit macOS 10.13 High Sierra in den Systemeinstellungen unter „Freigaben / iCloud-Inhalte im Cache zwischenspeichern“ aktivieren können. Über „Optionen“ legen Sie fest, wie viel Speicherplatz auf ihrem Rechner dafür bereitstehen soll.
Sofern Ihr Mac über mehrere Laufwerke verfügt, können Sie hier außerdem den Speicherort festlegen. Das dürfen auch per Thunderbolt angeschlossene Laufwerke sein. Dort landen alle iCloud-Daten aller Clients des lokalen Netzwerks, unabhängig von der verwendeten Apple-ID. Apple verschlüsselt die Inhalte, sodass weder Sie noch andere Netzwerkteilnehmer sich Sorgen um den Datenschutz machen müssen.
Der Geschwindigkeitsgewinn beim Inhalts-Caching hängt maßgeblich von der Netzwerk-Hardware und deren Auslastung ab. Verbinden Sie den Mac, den Sie für das Inhalts-Caching verwenden, daher möglichst direkt per Ethernet-Kabel mit dem Router.
Beachten Sie, dass bei manchen Geräten, etwa bei Fritzboxen, das schnelle Gigabit-Ethernet zugunsten eines niedrigen Stromverbrauchs in den Router-Einstellungen auf einen Datendurchsatz von 100 MBit/s reduziert sein kann. Wie Sie dies überprüfen und gegebenenfalls umstellen, erfahren Sie im Handbuch Ihres Routers. Optimieren Sie außerdem Ihr WLAN mit diesen 26 Tipps..
17. iCloud-Backup manuell anstoßen
Das iCloud-Backup ist standardmäßig aktiviert, sobald man auf einem iOS-Gerät eine Apple-ID angemeldet hat. Darin sichert Apple Fotos, Account-Daten, Health-Werte und Einstellungen automatisch, wenn iPhone oder iPad gesperrt und mit einem WLAN verbunden sind. Mitunter kann es aber sinnvoll sein, das Backup zu einem beliebigen Zeitpunkt manuell anzustoßen, etwa weil man auf absehbarer Zeit keinen Netzzugang haben wird.
Dazu öffnen Sie die iOS-Einstellungen, tippen oben auf Ihre Apple-ID, rufen über „iCloud“ die „iCloud-Backup“-Einstellungen auf und tippen „Backup jetzt erstellen“ an. Beachten Sie, dass auch das manuelle Backup eine WLAN-Verbindung erfordert. Tipp: Wenn kein WLAN zur Verfügung steht, dafür aber ein zweites iPhone mit ausreichend Datenvolumen, können Sie das zu sichernde Gerät per Hotspot-Funktion mit dem zweiten Gerät verbinden.
18. Ordner von der iCloud-Synchronisation ausschließen
Seit 10.12 Sierra synchronisiert macOS alle Daten auf dem Schreibtisch und im Dokumente-Verzeichnis in die iCloud und auf andere Macs.
Geht der lokale Speicherplatz zur Neige, löscht iCloud Drive automatisch Daten. Das ist mitunter unerwünscht, etwa wenn absehbar ist, dass vorübergehend keine Netzanbindung verfügbar sein wird. Leider hat Apple keine einfache Möglichkeit vorgesehen, selbst zu steuern, in welcher Reihenfolge Daten von der Festplatte geputzt werden.
Ganz unmöglich ist das aber nicht. Hängt man bei Verzeichnissen ein „.nosync“ ans Ende des Namens, werden diese nicht synchronisiert. Sie verschwinden dann umgehend von allen anderen Geräten. Frisch angelegte Ordner mit diesem Suffix tauchen von vornherein nicht in der Cloud oder auf anderen Macs auf. Wenn Sie die Endung stört, können Sie diese über das Infofenster des Finders (Cmd+I) im Bereich „Name & Suffix“ mittels der Option „Suffix ausblenden“ verbergen.
19. iPhone-Standort speichern auch bei leerem Akku
Die Funktion „Mein iPhone suchen“ erlaubt das Wiederfinden eines verlorenen oder gestohlenen Apple-Geräts, sofern dieses Netzzugang hat. Obendrein kann man alle darauf gespeicherten Inhalte von einem Mac, iPad oder iPhone aus der Ferne löschen. Da aber gerade bei iOS-Geräten bald der Akku leer ist, nutzt sie beim Suchen verlorener Geräte nur bedingt.
Apple hat darum eine Funktion eingebaut, die auf Wunsch den Standort an die iCloud meldet, wenn die verfügbare Akkukapazität zur Neige geht. Diese Funktion „Letzten Standort senden“ ist jedoch standardmäßig deaktiviert und muss unter iOS in den Einstellungen im Bereich der Apple-ID (ganz oben den Namen antippen) „iCloud / Mein iPhone suchen“ manuell aktiviert werden. Im Verlustfall kann man so unter iCloud.com herausfinden, wo das Gerät zuletzt war, als ihm der Saft ausging.
20. iPhone-Diebstahlschutz nachträglich entfernen
Wenn bei einem gebraucht erworbenen iPhone oder iPad die Funktion „Mein iPhone suchen“ vom Vorbesitzer noch aktiviert ist, kann man mit dem Gerät nichts anfangen. Apple speichert nämlich die Verknüpfung zwischen der Apple-ID des Benutzers und der Hardware-ID des Gerätes (IMEI / Seriennummer) in einer externen Datenbank. Falls das iPhone geklaut wird und es sich dann irgendwo mit dem Internet verbindet, kann der Eigentümer über icloud.com sehen, wo sich das Gerät befindet. Zusätzlich kann er einen Ton wiedergeben oder das iPhone aus der Ferne löschen.
Außer dem ursprünglichen Eigentümer sind nur Apple-Support-Mitarbeiter in der Lage, die Verknüpfung zwischen Apple- und Hardware-ID zu lösen. Das lehnen sie aber ab, wenn man die Originalrechnung des ursprünglichen Handy-Kaufs nicht vorlegt.
Vor dem Verkauf von Apple-Geräten muss man daher in den iCloud-Einstellungen „Mein iPhone suchen“ abschalten und noch besser anschließend das Gerät komplett inklusive aller Daten zurücksetzen. Letztere Optionen findet man unter „Einstellungen / Allgemein / Zurücksetzen / Alle Inhalte & Einstellungen löschen“ – dabei wird auch das Apple-ID-Passwort abgefragt, um „Mein iPhone suchen“ respektive die Aktivierungssperre abzuschalten.
Ist dies vor dem Verkauf nicht geschehen, kann der ursprüngliche Besitzer die Verknüpfung zwischen Apple-ID und gebrauchtem iPhone auch aus der Ferne auflösen. Zu diesem Zeitpunkt darf das Gerät nicht online sein – Flugmodus einschalten genügt. Nur dann erscheint im iCloud-Account unter „Mein iPhone suchen“ in der Auflistung der iOS-Geräte rechts neben dem Namen ein kleines „X“ in einem Kreis, das man zum Entfernen des Eintrags anklickt. Bei einem Gerät, das schon länger nicht mehr online war, reicht es, dieses in der Liste zu selektieren und dann auf die Schaltfläche „Aus dem Account entfernen“ zu klicken.
21. Office-Dokumente gemeinsam bearbeiten
Wie bei Google Docs oder Microsoft Office 365 kann man auch mit Pages, Numbers und Keynote erstellte Dokumente im Browser bearbeiten. Dazu brauchen Sie lediglich iCloud.com im Browser aufzurufen und die entsprechende App auszuwählen.
Unter „Zuletzt benutzt“ finden Sie alle in der Cloud gespeicherten Dokumente. Achten Sie daher darauf, dass als Speicherort in Pages am Mac die iCloud ausgewählt ist. Der Funktionsumfang ist dem der Offline-Version der Programme inzwischen sehr ähnlich.
Über das Icon mit der Personen-Silhouette und dem Plus können Sie außerdem andere Apple-ID-Besitzer zum gemeinsamen Bearbeiten des Dokuments einladen. Dazu versenden Sie aus dem Browser-Interface heraus entweder direkt eine Einladungs-E-Mail oder Sie kopieren den Link, um ihn etwa in einem beliebigen Chat-Programm einzufügen.
Zudem können Sie den Einladungslink mit einer bestimmten Person verknüpfen oder für jeden bereitstellen. Dann kann jeder auf das freigegebene Dokument zugreifen, der diesen Link in die Hände bekommt. Idealerweise gibt man es in diesem Fall ausschließlich mit Lesezugriffen frei. Wie bei anderen Cloud-Office-Programmen auch, sehen alle Teilnehmer, was die anderen Bearbeiter gerade machen, über „Änderungen nachverfolgen“ auch hinterher. Über die Kommentarfunktion kann man sich zudem miteinander austauschen.
22. iCloud deaktivieren
Wenn Sie sich mit ihrer Apple-ID auf iPhone oder iPad , aktiviert iOS automatisch einen Großteil der iCloud-Dienste. Um sich abzumelden, öffnen Sie die Einstellungen und tippen dann ganz oben Ihren Namen an. Auf der folgenden Apple-ID-Übersichtsseite finden Sie ganz unten den Button zum "", Sie müssen dann noch ihr Apple-ID-Passwort eingeben, um "Mein iPhone suchen" respektive den Diebstahlschutz zu deaktivieren.
Um nur einzelne iCloud-Dienste abschalten, müssen Sie in der Apple-ID-Übersicht auf "iCloud" tippen und können dann wie gewünscht den iCloud-Zugriff für Dienste und Apps abschalten – oder anschalten. Beim Deaktivieren bestimmter Dienste wie Kontakte und Kalender erhalten Sie jeweils die Option, die Daten lokal zu speichern.
Falls Sie Ihre komplette Apple-ID deaktivieren oder – mitsamt sämtlicher Daten – löschen wollen, können Sie beides per Browser unter privacy.apple.com durchführen. Das Deaktivieren und Löschen kann bis zu sieben Tage in Anspruch nehmen, da Apple jeweils erst verifizieren will, ob diese Aktion wirklich gewollt ist.
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(jra)