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SUV für den Märchenwald

Der Audi Q7 3.0 TDI e-tron quattro zeigt, wie man bei üppiger Leistung und hohem Gewicht bessere Verbrauchswerte als bei einem Kleinstwagen erreichen kann. Der Wagen verfettet durch die Batterien, bleibt aber immerhin geräumig und komfortabel. Ab März muss Audi Kunden dafür finden

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Audi, Hybridantrieb, alternative Antriebe
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Madrid, 4. November 2015 – Der Audi Q7 3.0 TDI e-tron quattro zeigt, wie man bei üppiger Leistung und hohem Gewicht bessere Verbrauchswerte als bei einem Kleinstwagen erreichen kann. Der Wagen verfettet durch die Batterien, bleibt aber immerhin geräumig und komfortabel. Ab März 2016 muss Audi Kunden dafür finden.

Audis Diesel-Hybrid gleitet leise dahin. In der Achtgangautomatik werden die Kraftströme des 190 kW / 258 PS starken Dreiliter-V6-Diesels und eines 94 kW / 128 PS starken Elektromotors fast unmerklich wechselnd zum möglichst effizenten Vortrieb genutzt. Selbst wenn der Verbrennungsmotor angelassen wird, geschieht das fast so unterschwellig, wie man es von Hybridfahrzeugen mit Ottomotoren kennt. Bei hoher Leistungsabforderung dominiert dann das Auspuff- über das Verbrennungsgeräusch – auch das ist nicht selbstverständlich bei einem Selbstzünder. Audi hat dem Q7 PHEV auch in seiner Diesel-Version für Europa gute Manieren beigebracht – die USA und China werden mit einer Version mit Ottomotor beliefert.

SUV für den Märchenwald (16 Bilder)

Im März 2016 kommt der Audi Q7 e-tron 3.0 TDI quattro auf den Markt. (Bild: Audi)

Die ganze Kraft wird benötigt, um die Kundenerwartungen an die Längsdynamik zu erfüllen, denn das Mehrgewicht des 5,05 Meter langen, 2445 Kilogramm schweren SUV liegt feiste 450 Kilogramm über dem der normalen Diesel-Version. Schon bei normaler Fahrt ist das besonders in Kurven und Kreisverkehren gut zu spüren, hier drückt der Allradler merklich nach außen. Doch auch beim Antritt ist das hohe Gewicht jederzeit präsent.

Die gekühlte Leistungselektronik ist unter dem Fahrersitz verbaut, rechts befindet sich die Starterbatterie. Die ebenfalls gekühlten 168 Lithium-Ionen-Zellen des 17,3 kWh großen Akkupakets, das ein stattliches Gewicht von 202 Kilogramm auf die Waage bringt, liegen unter dem Kofferraumboden. Der ebene Ladeboden ist identisch mit dem des Standard-Q7. Beachtliche 650 bis 1835 Liter Stauraum bleiben erhalten, auf das Reserverad muss man allerdings verzichten.

Die Maximalleistung von 275 kW / 373 PS und mächtigen 700 Nm Drehmoment hört sich als Leistungspaket dabei beeindruckender an, als es sich fährt. Wie ein agiles SUV mit fast 400 PS fühlt sich der Audi Q7 e-tron jedenfalls nicht an. Der Hybrid-TDI ist vielmehr ein kraftvoller Cruiser mit hohem Reisekomfort und üppigem Platzangebot.

Der Hybridantrieb lässt sich dabei in vier unterschiedlichen Modi bewegen. Besonders eindrucksvoll geschieht das im zuschaltbaren Elektromodus. Lässig rollt der schwere Allradler dann durch die City oder bis zu einer Geschwindigkeit von 125 km/h über die Landstraße. Selbst auf hügeligen Strecken schaltet sich nicht andauernd der Verbrenner zu, nur, weil es mal kurz bergan geht. Die elektrische Reichweite wird mit 56 Kilometern angegeben und dürfte für viele Alltagsstrecken ausreichen. An der gewöhnlichen 230-Volt-Steckdose vergehen bis zu einer 100-Prozent-Ladung acht Stunden. Wird mit einem 7,2 kW-Boost geladen, ist der E-Tank in zweieinhalb Stunden wieder voll.

Dank Plug-In-Modul verspricht Audi einen Normverbrauch von 1,7 Litern Diesel. Wie es zu derart märchenhaften Werten kommt, erklärt diese Formel zur Verbrauchsberechnung für Plug-in-Hybridautos nach ECE-Norm R 101. Realistisch sind je nach Ladezustand vier bis zehn Liter. Bleibt die Frage, ob das ein adäquater Gegenwert ist, bei einem Mindestkaufpreis von 80.500 Euro. Der deutlich dynamischer zu fahrende Audi Q7 3.0 TDI mit 200 kW / 272 PS und 600 Nm kostet – allerdings deutlich schlechter ausgestattet – nur 60.900 Euro. Beim ab März 2016 erhältlichen Plug-In-Hybrid-Diesel sind unter anderem LED-Scheinwerfer, 19-Zöller, Navigationssystem und elektrische Heckklappe serienmäßig. Unter dem Strich ist das Steckermodell jedoch rund 12.000 Euro teurer. Das ist in der Realität über einen Minderverbrauch wohl kaum wieder herauszufahren.

Und so bleibt der gefährlichste Gegner des Diesel-Hybrid der 272 PS starke Diesel ohne elektrische Unterstützung. Er ist mit einem Normverbrauch von 5,7 Litern vergleichsweise sparsam und bietet sogar etwas bessere Fahrleistungen.

Motorart Diesel
Zylinder sechs
Ventile pro Zylinder vier
Hubraum in ccm 2993
Leistung in PS 373
Leistung in kW 275 / 94
Drehmoment in Nm 700
Gänge acht
Getriebe Wandlerautomat
Kraftverteilung Verteilergetriebe
Radaufhängung vorn Einzelradaufhängung, Fünflenker-Achse mit vorne liegender Lenkung, Aluminium-Querlenker, Achsträger und Stabilisator
Radaufhängung hinten Einzelradaufhängung, Fünflenker-Achse mit hinten liegender Spurstange, Achsträger und Stabilisator
Lenkung Elektromechanische Lenkung mit geschwindigkeitsabhängiger Servounterstützung
Länge in mm 5052
Breite in mm 1968
Höhe in mm 1741
Radstand in mm 2994
Leergewicht in kg nach EU inklusive 68 kg Fahrer und 7 kg Gepäck 2445
Kofferraumvolumen in Liter 650
Maximales Kofferraumvolumen in Liter 1835
Höchstgeschwindigkeit in km/h 225
Beschleunigung 0-100 km/h in Sekunden 6,0
EG-Gesamtverbrauch in Liter/100 km 1,7
CO2-Emission in g/km 46
Schadstoffklasse EU6
Modell Audi Q7 3.0 TDI e-tron quattro

(fpi)