Ford erhöht die Kapazität des Focus Electric auf 33,5 kWh
In den Ford Focus Electric wird nun eine Lithium-Ionen-Batterie mit 33,5 kWh Speicherkapazität eingebaut. Damit soll die Reichweite des Fünfsitzers (bei einem angegebenen Verbrauch von 16,4 kWh/100 km) von bis zu 160 Kilometer um mehr als 40 Prozent auf bis zu 225 Kilometer steigen
Ford macht uns ein bisschen ratlos: In den Focus Electric wird nun eine Lithium-Ionen-Batterie mit 33,5 kWh Speicherkapazität eingebaut. Damit soll die Reichweite des Fünfsitzers (bei einem angegebenen Verbrauch von 16,4 kWh/100 km) von bis zu 160 Kilometer um mehr als 40 Prozent auf bis zu 225 Kilometer steigen.
Der Preis bleibt gleich
Ford stuft das als „für die täglichen Fahrgewohnheiten normaler Nutzer mehr als ausreichend“ ein. Sicher. Doch wird der angejahrte Focus mit dem derart gesteigerten Aktionsradius wirklich ansatzweise attraktiv genug für eine Konkurrenz mit den 60 kWh des kommenden, nagelneuen Opel Ampera-e oder einem BMW i3 – selbst, wenn sich sein Einstiegspreis von 34.900 Euro nicht ändert, wie Ford verspricht?
Ford erhöht die Kapazität des Focus Electric auf 33,5 kWh (5 Bilder)

(Bild: Ford (alle))
Was könnte Ford wirklich bewogen haben? Wollte der Batterie-Zulieferer das Fließband für diese Technologie endlich schließen und hat Ford dazu gedrängt, einen aktuellen Speicher höherer Kapazität zum gleichen Preis abzunehmen? Sollten Sie überzeugendere Theorien für diese Modernisierung haben, schreiben Sie uns. Uns fällt keine ein.
Ebenfalls unverändert bleibt die Motorisierung: Die E-Maschine leistet weiterhin 107 kW (145 PS) und bietet ein maximales Drehmoment von 250 Nm. Laut Ford liegt die Rekuperationsrate beim Bremsen bei rund 95 Prozent der kinetischen Energie. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt wie gehabt 137 km/h und die Beschleunigungsangabe von wieder exakt 11,4 Sekunden lässt den Schluss zu, die neuen Stromspeicher sind weder leichter noch schwerer geworden.
Die Batterien des noch aktuellen Modells wiegen zusammen rund 300 Kilogramm und erhöhen das Gesamtgewicht des Kompaktwagens auf 1700 Kilogramm. Gegenüber dem Focus mit Verbrennungsmotor schrumpft das Ladevolumen von 363 auf 237 Liter, die Zuladung von 621 (beim Dreizylinder) auf 385 Kilogramm. Je nach Außentemperatur werden die Akkus auch weiterhin per Flüssigkeit auf Betriebstemperatur beheizt oder gekühlt.
Die Ladebuchse befindet sich links hinter dem Vorderrad. Als DC-Schnell-Ladezeit gibt Ford nun rund 30 Minuten bei leerer Batterie für bis zu 80 Prozent Kapazität an einer DC-Schnell-Ladestation mit mindesten 50 kW Leistung an. An eine stationäre Ladebox mit 32 Ampere angeschlossen, soll die leere Batterie nach rund fünf Stunden gefüllt sein. Eine 230-Volt-Heimsteckdose mit der üblichen Zehn-Ampere-Sicherung lässt eine vollständige Ladung in rund 16 Stunden zu, eine 16-Ampere-Ladebox in zirka zehn Stunden.
Endlich mit SYNC 3
Der Elektro-Focus ist ausschließlich als Fünftürer lieferbar und basiert auf dem konventionellen Focus in der Ausstattungslinie Titanium. Neu ist das Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford SYNC 3 mit erweiterter Sprachsteuerung und einen Berührungsbildschirm mit einer Diagonale von 20,3 Zentimetern. Über die AppLink-Funktion können Smartphones mit Android Auto- oder Apple CarPlay-Schnittstelle eingebunden werden. Die Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit lässt sich für Fahrer- und Beifahrerseite getrennt regeln.
Weiterhin bleibt es beim Erkenungsmerkmal der eigenständigen Kühlergrillattrappe in Trapezform. Serienmäßig sind Bi-Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht sowie individuelle 17-Zoll-Leichtmetallfelgen im 15-Speichen-Design. (fpi)