Rosetta 2: Wann das Ende für Intel-Apps auf dem Mac wirklich kommt | heise online

Rosetta 2: Wann das Ende für Intel-Apps auf dem Mac wirklich kommt

Die Tage der x86-Unterstützung im Apple-Ökosystem sind gezählt. Dabei geht es eigentlich um zwei Termine – und Apple verwirrt derweil mit Warnmeldungen.

vorlesen Druckansicht 49 Kommentare lesen
Intel-Hauptsitz in Santa Clara, 2023

Intel-Hauptsitz in Santa Clara, hier im Jahr 2023.

(Bild: Christof Windeck / heise medien)

Lesezeit: 3 Min.
close notice

This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Bald ist das Zeitalter von Intel-Chips mit x86-Technik auf dem Mac vorbei, denn Apple will nur noch Apple Silicon unterstützen. Aufgrund der Tatsache, dass es dabei um zwei verschiedene Termine und Softwareunterstützungsarten geht, kommt es aktuell zu viel Verwirrung. Ein Überblick, was für Nutzer älterer Macs und älterer Apps in den kommenden Monaten beziehungsweise Jahren ansteht.

Die Warnung von macOS 26 führt zu Verunsicherung, obwohl Rosetta 2 und damit die Startfähigkeit von Intel-Apps frühestens in anderthalb Jahren mit macOS 28 wegfällt.

Zunächst naht ein wichtiger Termin mit schnellem Schritt: das Ende des x86-Supports für Apples Mac-Betriebssystem an sich. Bereits mit macOS 27 Golden Gate, das im Herbst 2026 erscheinen soll, wird der Intel-Zopf abgeschnitten. Das hatte Apple bereits zur WWDC 2025 im vergangenen Sommer angekündigt. macOS 26 alias Tahoe, das aktuelle Betriebssystem, ist das letzte Apple-OS für den Mac, das Intel unterstützt.

In der Praxis heißt dies, dass vier verschiedene Maschinen, die mit macOS 26 betrieben werden konnten, aus dem Support fallen: Mac Pro und MacBook Pro mit 16 Zoll von 2019 sowie iMac mit 27 Zoll von 2020 und MacBook Pro mit 13 Zoll von 2020 mit vier Thunderbolt-3-Anschlüssen. Diese verfügen allesamt noch über Intel-Chips.

Immerhin: Apple plant, für Intel noch drei Jahre lang Sicherheitsupdates zur Verfügung zu stellen. Allerdings gilt leider, dass Apple alle Lücken stets nur bei den neuesten macOS-Versionen patcht. Wer jetzt noch eine Intel-Maschine hat, sollte also erwägen, ein Upgrade auf ein neues Gerät vorzunehmen – am günstigsten geht dies mit dem MacBook Neo.

Videos by heise

Der zweite wichtige Termin im Intel-Kontext betrifft Apple Silicon selbst. Dort liefert Apple seit Beginn des Umstiegs eine eigene Übersetzungsschicht für x86-Code namens Rosetta 2 mit, deren Ende ebenfalls naht. Allerdings gib es hier noch etwas mehr Zeit. Zwar begann Apple ab macOS 26.4 damit, beim Start von Intel-Apps auf Apple-Silicon-Macs davor zu warnen, dass die Unterstützung für Intel-basierte Apps endet. Doch der Termin lässt noch ein Weilchen auf sich warten. Die Warnung ist daher wohl auch an Entwickler gerichtet, denn Nutzer, die sie sehen, sollen sich an diese wenden, auf dass endlich eine angepasste Apple-Silicon-Variante erscheine. Tatsächlich dauert(e) das selbst bei bekannten Apps erstaunlich lange.

macOS 27 Golden Gate wird Rosetta 2 vollständig unterstützen und in den Systemeinstellungen eine Liste aller Intel-Apps anbieten, die mit der nächsten großen Systemupgrade nicht mehr funktionieren werden. Intel-Programme laufen also noch mindestens bis Herbst 2027 (oder länger, falls Sie nicht sofort auf macOS 28 wechseln) weiter unter Apple Silicon. Ab macOS 28 ist Rosetta 2 dann größtenteils verschwunden.

Allerdings gibt es auch hier einen kleinen Ausweg: Apple plant, ein „Subset“ der Rosetta-2-Funktionalität beizubehalten, um Spiele zu unterstützen, die nicht mehr fortentwickelt werden. Allerdings sollte sich niemand darauf verlassen, dass das ewig so bleibt, zumal es gut möglich ist, dass das nur Spiele betrifft und keine anderen Apps. Ob eine App noch die Intel-Architektur nutzt, kann man über den Systembericht unter „Software“ prüfen. Alternativ gibt es mehrere Programme, die den Mac entsprechend scannen, darunter Rosetta Check.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

Mit Ihrer Zustimmung wird hier ein externer Preisvergleich (heise Preisvergleich) geladen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen (heise Preisvergleich) übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

(bsc)