FAQ: Desinfec’t 2026
Wir haben Desinfec’t 2026 vollständig überarbeitet. Hier bündeln wir die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Desinfec’t 2026 verhält sich anders als seine Vorläufer. Wir fassen die Fragen zusammen, die in der Anfangszeit häufig gestellt worden sind.
Stick bleibt leer
Ich habe mit dem Imagewriter das heruntergeladene Image auf einen Stick überspielt. Aber der Stick ist hinterher leer. Die Prüfsumme stimmt. Was mache ich falsch?
Sie machen gar nichts falsch: Das ist das erwartete Verhalten. Imagewriter teilt den Stick in mehrere Partitionen auf. Die, aus denen Desinfec’t schließlich bootet, sind nicht sichtbar. Windows und macOS zeigen beim Anstecken beziehungsweise nach dem Beschreiben des Sticks nur die Partition für den Datenaustausch (DESINFECT_D) und die enthält keine Daten. Eine neue Version des Imagewriter legt jetzt dort sicherheitshalber eine Datei mit entsprechendem Hinweis ab.
Stick ruiniert
Mein mit Desinfec’t bespielter Stick ist ruiniert. Er zeigt nur noch einen Teil der Kapazität an und alle Versuche, die volle Kapazität wiederherzustellen, scheitern. Wie repariere ich meinen Stick?
Wahrscheinlich ist der Stick nicht kaputt, sondern wie unter „Stick bleibt leer“ erklärt, sind nur Teile nicht sichtbar. Unser Imagewriter hat nun die Funktion „USB-Laufwerk zurücksetzen“ erhalten, die die volle Kapazität eines Sticks wieder zugänglich macht. Achtung: Dadurch gehen sämtliche Daten auf dem Stick verloren!
Desinfec’t frisst USB-Sticks nicht, es partitioniert nur so, dass sie mit manchen Tools kaputt ausschauen. Unser Imagewriter hat deshalb mit „USB-Laufwerk zurücksetzen“ eine Funktion erhalten, den Gesamtplatz wieder als eine leere Partition einzurichten.
Dubioser Imagewriter?
Woher kommt das Programm Imagewriter, das Sie zum Bespielen der Datenträger mit Desinfec’t empfehlen?
Wir haben das Programm eigens für Desinfec’t erstellt. Es kann ohne Dekomprimierung das Image direkt verarbeiten und erkennt eine DESINFECT_D-Platzhalterpartition darin. In diesem Fall vergrößert es die am Ende angelegte Datenaustauschpartition auf die Gesamtkapazität des Datenträgers. Das Programm gibt es für macOS und Windows.
Es gab mal ein Windows-Programm selben Namens, das aber seit vielen Jahren nicht mehr gepflegt wird und in der Versenkung verschwunden ist. Das gilt auch für das gleichnamige Werkzeug aus dem SUSE-Distributionsbaukasten. Diese älteren Imagewriter sind nicht mit dem Desinfec’t-Image kompatibel.
Videos by heise
Imagewriter scheitert
Mir gelingt es auf keinem meiner PCs mit Windows 10 und Eurem Imagewriter einen Desinfec’t-Stick zu erstellen? Gibt es Alternativen?
Sie können jedes Programm verwenden, das direkt komprimierte Images auf einen Datenträger schreiben kann. Es eignet sich zum Beispiel Rufus. Wenn Sie andere Programme verwenden wollen, müssen Sie das Image unter Umständen vorher dekomprimieren. Beachten Sie bitte, dass Sie anschließend zu Fuß auf dem Datenträger den Bereich für den Datenaustausch (DESINFECT_D) einrichten müssen. Der Artikel Virenjäger im neuen Gewand: Desinfec’t 2026 erklärt die nötigen Schritte im laufenden Desinfec’t im Kasten „Alternative Methoden, Datenträger mit Desinfec’t einzurichten“.
Booten und Stick-Probleme
Auswahl beim Booten
Wenn ich meinen PC boote und per Hotkey das BIOS-Bootmenü aufrufe, zeigt der beim neuen Desinfec’t zwei Partitionen zur Auswahl. Welche ist die richtige?
Viele UEFI-BIOS-Implementierungen bieten alle FAT32-Partitionen eines USB-Datenträgers an, auch wenn nur eine davon die für den EFI-Boot interessanten Daten – das Verzeichnis „EFI“ – enthält. Im Fall eines Standarddatenträgers mit Desinfec’t 2026 ist die als „Partition 2“ beschriebene Auswahl die richtige zum Starten. „Partition 4“ enthält den für den Datenaustausch eingerichteten Bereich mit dem Namen DESINFECT_D.
Abbruch beim Booten
Ich habe das Image auf meinen Stick aufgespielt, die Prüfsumme hat gepasst und beim Schreiben gab es keine Fehler. Trotzdem hagelt es beim Booten vom frischen Stick kryptische Fehlermeldungen, die sehr nach Linux riechen. Was läuft verkehrt?
Die wahrscheinlichste Ursache ist, dass Sie einen USB-Stick verwenden, dessen Zuverlässigkeit zu wünschen übrig lässt. Das gilt vor allem dann, wenn die Meldung von Start zu Start variiert. Testen Sie andere USB-Ports, besonders die direkt am Mainboard, versuchen Sie bewusst auch „langsame“ USB-2.0-Ports (die nicht blau sind). Wenn das alles nicht hilft, probieren Sie bitte einen anderen Stick.
Stick überlastet
Nach dem Start von Desinfec’t erhalte ich immer wieder Warnungen eines Programms „Flashguard“, der Stick sei überlastet. Ich habe einen Markenstick, das kann doch nicht sein.
Eine verbreitete Marke ist bei Sticks leider kein Garant für eine gute Qualität. Auch sagen hohe Schreib- und Leseraten nichts darüber aus, ob ein Stick mit Desinfec’t gut funktioniert. Letztlich ist die Anzahl kleinteiliger Schreibzugriffe, die er hintereinander weg bewältigt, das entscheidende Kriterium – IOPS kommen dem nahe, doch wir haben auch Sticks gehabt, die hier ablieferten, aber trotzdem nicht gut liefen. Deswegen gilt: Ausprobieren. Tendenziell warnt Flashguard zu früh. Das heißt, seltene Warnungen sind kein Problem. Die Einschätzungen, die Flashguard mit den Meldungen anzeigt, geben Empfehlungen.
Ein paar Tipps, die sich aus dem Feedback ergeben haben: Tendenziell lieber kleine Sticks mit 16 oder 32 GByte zuerst probieren. Je neuer und größer desto eher eignen sich Sticks nicht. Wenn ohnehin eine alte SSD herumliegt, ist die mit USB-Adapter meist besser. Neu gab es solche bei Redaktionsschluss für rund 35 Euro zusammen für Adapter und eine 128 GByte große „Billig-SSD“. Wir nutzen auch MicroSD-Karten in einem USB-Stick-artigen Adapter – für diese Speichermedien gibt es Qualitätskriterien, A2 ist zu bevorzugen, aber auch A1 ist schon besser als viele USB-Sticks.
Ein Leser wies im Desinfec’t-Forum darauf hin, dass er Desinfec’t erfolgreich auch mit einer 2,5-Zoll-Magnetfestplatte verwendet. Auf die Idee waren wir nicht gekommen und haben es ausprobiert: Klappte bei uns auch mit einer 5400-U/min-Magnetfestplatte am USB-Adapter, den wir für SATA-SSDs verwenden. Allerdings genügte die Stromversorgung nicht für alle Platten, die wir in der Schublade fanden.
Läuft super lahm
Ich habe länger einen Stick gesucht, mit dem Desinfec’t bootet. Jetzt schlägt „Flashguard“ an und das System bedient sich super zäh. Wieso läuft das so langsam?
Desinfec’t 2026 lässt sich bei einem gesunden Datenträger im Rahmen der Möglichkeiten der Hardware „normal“ bedienen. Auf Systemen mit wenig Hauptspeicher (unter 16 GByte RAM) kommt es natürlich an seine Grenzen, wenn Sie während der Scans munter durchs Web surfen, Tabs im Browser stapeln und gleichzeitig drei Scanner laufen. Wenn jeder Klick zur Geduldsprobe wird, ohne dass Scanner arbeiten, haben Sie noch keinen brauchbaren Stick gefunden.
Stick testen
Ihr schreibt die ganze Zeit, dass die Sticks zu lahm sind. Wie kann ich denn testen, ob es am Stick oder an irgendwas anderem liegt?
Desinfec’t bietet im kurz nach dem Systemstart angezeigten Grub-Menü Optionen an, die dabei helfen. Sie haben rund 30 Sekunden Zeit, wenn das Menü erscheint. Drücken Sie eine der Tasten, um den Cursor hoch oder runter zu bewegen, damit unterbrechen Sie den automatischen Start. Unter „Desinfec’t-Helfer“ finden Sie die passenden Optionen für einen Start mit anderen Parametern.
Die erste, „Systemschreibschutz: aktueller Zustand“ ist die richtige. Sie lässt Desinfec’t normal starten, es führt aber keine Schreibzugriffe auf den Stick aus, sondern leitet die vollständig in den Hauptspeicher um. Wenn Ihr PC so annehmbar schnell den Desinfec’t-Desktop zeigt und sich dort auch einige Minuten benutzen lässt, haben Sie die Gewissheit, dass der Stick das bremsende Element ist.
Alten Desinfec’t-Stick verwenden
Wie passen die Anforderungen des neuen Desinfec’t zu den von heise vertriebenen Sticks für frühere Versionen. Eignen sich die?
Teils, teils. Wir testen die angebotenen Sticks selbstverständlich mit der jeweils aktuellen Desinfec’t-Version. Im Lauf der Jahre haben die Kollegen des heise shop diverse Chargen ausgeliefert, sodass es keine einfache Antwort gibt. Die Ansprüche, die das System an die Sticks gestellt hat, waren im Vergleich mit der aktuellen Fassung moderater. Die letztjährigen Sticks scheinen sich unserer Erfahrung nach leider schlecht zu eignen. Ältere Sticks haben in unseren Stichproben besser funktioniert.
Stürzt ab
Ich habe die Tipps nachvollzogen, um einen nutzbaren Stick zu finden, aber Desinfec’t stürzt auf meinem PC ständig ab. Gibt es Optionen?
Wenn ein Stickproblem ausgeschlossen ist, idealerweise Ihr Stick an anderen PCs tadellos funktioniert, könnte eine Unverträglichkeit von Desinfec’t mit bestimmten Hardware-Komponenten ursächlich sein. Wir sichten eingehende Fehler auf Komponenten, die mehrfach genannt werden, und versuchen solchen Problemen nachzugehen. Im Desinfec’t-Forum finden Sie entsprechende Nachfragen der Redaktion. Sollten wir Lösungen finden, werden wir dort und auf der Projektseite Hinweise dazu veröffentlichen.
Sie können eine weitere Boot-Option ausprobieren, die verhindert, dass Desinfec’t für moderne Grafikkarten passende Treiber lädt. Sie finden diese unter „Erweiterte Optionen für Desinfec’t GNU/Linux“. Dort ist die zweite Option mit dem Attribut „recovery mode“ die richtige. Lassen Sie sich von den erscheinenden Meldungen nichts ins Bockshorn jagen. Wenn die Aufforderung „or press Control-D to continue“ erscheint, folgen Sie ihr. Nach einer Weile sollte der Desinfec’t-Desktop erscheinen.
Wenn sich das System nun normal bedienen lässt, bleibt für solche Systeme – dem Feedback anderer Leser nach oft mit Nvidia-Grafikkarte – leider nur diese Startmethode übrig. Wenn Sie Desinfec’t nur für dieses System brauchen, könnten Sie über die Installation der proprietären Nvidia-Treiber nachdenken, aber das ist ein größerer Umbau und verhindert, dass Desinfec’t dann noch auf anders gearteten Systemen mit Nvidia-Karten funktioniert.
Image, VM und Datenträger
Image ansehen
Nach dem Download habe ich die Image-Datei entpackt und wollte hineinsehen. Früher ging das, jetzt nicht mehr. Warum?
Das Image von Desinfec’t verwendet nicht mehr das Format für bootbare optische Datenträger (ISO), sondern ist das Abbild eines partitionierten Datenträgers. Er enthält vier (GPT-)Partitionen: Zwei fürs Booten des in der dritten Partition enthaltenen Linux-Btrfs-Dateisystems und einen Platzhalter für die Partition für den Datenaustausch (DESINFECT_D). Das Gesamtimage ist rund 14,5 GByte groß, sodass es 1:1 auf jeden 16-GByte-USB-Stick passt.
Die üblichen Programme, die den Inhalt von ISO-Dateien zeigen oder sie als Datenträger einbinden, scheitern an diesem Image-Format. Das gilt auch für Multi-Boot-Tools wie Ventoy, jedenfalls dann, wenn man das Image als ISO einzubinden versucht. Ventoy beispielsweise kann aber auch Image-Dateien über seine Multiboot-Mechanismen zugänglich machen. Hinweise geben einige Leser zur Kombination von Desinfec’t 2026 mit Ventoy im Forum. Wir haben in das Image Hilfen für Ventoy eingebaut, sind aber keine Fans, weil es mit Secure Boot nicht harmoniert.
In einer VM verwenden
Wenn Desinfec’t jetzt kein ISO mehr ist, wie kann ich es in VMs zugänglich machen?
Sie können das dekomprimierte Image direkt auf einen virtuellen Datenträger überspielen und diesen dann in eine VM einhängen und booten. Welcher Weg dafür praktikabel ist, hängt von der verwendeten Virtualisierung ab. Sehr universell ist das Kommandozeilenprogramm qemu-img, das Teil von QEMU ist. Es konvertiert RAW-Images, also 1:1-Abbilder wie Desinfec’t, in verschiedene Formate wie VHD, VMDK und so weiter. Über die offizielle Download-Seite kommen Sie zu den Binärdateien, die Stefan Weil bereitstellt.
Probleme melden
An wen kann ich mich wenden, wenn ich mit Desinfec’t nicht weiterkomme?
Sie können uns im Projektforum besuchen. Dort sind inzwischen auch einige erfahrene Nutzer unterwegs und helfen manchmal aus. Wenn Sie uns aus AVRunner heraus Daten für die Fehlersuche bereitstellen wollen, finden Sie im Hilfemenü einen Logexport. Die erstellten Zip-Archive schicken Sie bitte per E-Mail. Idealerweise erläutern Sie, wie die Fehler entstanden und ob Sie diese reproduzieren können.
Notebookplatte unsichtbar
Auf meinem Notebook zeigt Desinfec’t die eingebaute NVMe-SSD nicht an. Fehlen da Treiber?
Vermutlich nicht: Das liegt daran, dass manche Notebooks Datenträger als „Soft-RAID“ einbinden. Sie können sich wie folgt behelfen: Im BIOS-Setup den AHCI-Modus aktivieren, dann sollte Desinfec’t die Platte(n) sehen. Bitte nicht verwechseln mit etwaigen ACPI-Einstellungen in Windows. Die sollten Sie nicht anrühren. Den Eingriff im BIOS-Setup müssen Sie vor dem nächsten regulären Boot wieder rückgängig machen, weil Windows sonst nicht startet.
Wichtig: Sichern Sie vor solchen Eingriffen immer den oder die Bitlocker-Wiederherstellungsschlüssel, denn solche Umstellungen können Windows triggern, diese abzufragen.
Secure-Boot, RAID und Treiber
Secure-Boot verweigert
Anscheinend hat das neue Desinfec’t ein Problem mit Secure Boot. Es startet jedenfalls nicht und das System gibt aus „Secure Boot Violation. Invalid Signature detected.“. Ich dachte, es kann Secure Boot?
Jein, denn diese Meldung kann zwei Ursachen haben. Im einfacheren Fall ist nur das BIOS-Setup so eingestellt ist, dass der PC ausschließlich dem für Windows-Starts nötigen Zertifikat vertraut. Setzen Sie dann die Option, die auch das Booten von Systemen erlaubt, deren Bootloader für „Microsoft 3rd Party UEFI CA“ signiert sind; der Name der Option kann abweichen, für die Orientierung sollte dieses Beispiel genügen. Danach startet Desinfec’t.
Der kompliziertere Fall tritt dann ein, wenn ein PC die alten Zertifikate für Secure Boot aus 2011 gar nicht mehr kennt – bei neuen PCs möglich – oder ihnen nicht mehr vertraut (noch eher unwahrscheinlich): Die Basis von Desinfec’t bildet Ubuntu 26.04 und die Entwickler haben es nicht geschafft, den Boot-Code von Microsoft mit den neuen Zertifikaten aus 2023 signieren zu lassen. Das können wir leider nicht ausgleichen.
Sie können auf Nachfrage an desinfect@ct.de einen Download-Link für eine Variante von Desinfec’t 2026 erhalten, die auf Debian-Testing baut und Boot-Code mitbringt, der sowohl mit den alten 2011er und den neuen 2023er Zertifikaten signiert ist.
RAID unauffindbar
Früher hat Desinfec’t das Fake-RAID meines Windows-PCs erkannt und ich konnte es scannen. Jetzt taucht es nicht mal mehr auf. Fehlt da etwas?
Ja, leider bringen moderne Linux-Systeme das Paket „dmraid“ nicht mehr mit, das beim Einbinden solcher Konstruktionen half. Die Debian- und Ubuntu-Maintainer haben es entfernt, weil es seit vielen Jahren schon nicht mehr gepflegt wird und offenbar niemand mehr Lust hatte, die Adaption an moderne Systeme weiterzuführen.
Das in Linux selbst vorhandene Software-RAID (md) kann einen Teil der verbreiteten Intel-Fake-RAID-Varianten einlesen, aber die Automatiken sind nicht mehr da. Sie müssen im Zweifel also auf der Kommandozeile selbst den RAID-Verbund starten. Wenn das gelingt, bietet AVRunner die Windows-Partitionen darauf zum Einbinden an und scannt sie.
Eine Alternative, die einen Scan solcher Konstrukte übers Netzwerk erlaubt, werden wir in einem der nächsten Hefte vorstellen.
Eingabegeräte tot, Treiber fehlen
Meine Tastatur, Maus, WLAN-Karte ... funktionieren nicht. Wie kann ich Treiber nachrüsten?
Häufig erreichen uns Fragen zum Fehlen einzelner Treiber. Wir haben Desinfec’t schon mit der Gießkanne Treiber aus dem Ubuntu-Reservoir eingehaucht, aber auch das hat Grenzen. Der Aufwand, weitere Treiber im Image zu ergänzen, die irgendwo im Netz vielleicht verfügbar sind, können wir nicht schultern: Damit sie auf allen Systemen inklusive Secure Boot funktionieren, müssten sie durch das Ubuntu-Team signiert sein.
Deswegen ein paar Tipps: Halten Sie USB-Maus und -Tastatur bereit, falls Eingabegeräte nicht mitspielen. Die Touchscreens, Trackpads und Tastaturen moderner Notebooks, etwa aus der Surface-Reihe, erfordern spezielle Treiber, die nicht Teil von Desinfec’t sind. Bluetooth-Eingabegeräte etwa müssen gekoppelt werden und funktionieren deshalb nicht sofort, auch wenn Sie diese bei einem regulären Windows-Start verwenden können. Wenn WLAN-Karte oder LAN-Anschluss zicken, ist ein gängiger USB-Adapter fürs Netzwerk eine zeitsparende Alternative.
Software nachinstallieren
Ich vermisse Software, die ich seit Jahren unter Linux einsetze, wie kann ich die nachinstallieren?
Wir haben Desinfec’t mit einer runden Grundausstattung versehen, so sind zum Beispiel Krusader als Norton-Commander-Klon und die KDE-Partitionsverwaltung an Bord. Weitere Pakete lassen sich per apt oder apt-get auf der Kommandozeile hinzufügen, wenn die Paketquellen der Basis-Distribution in Discover auf der Seite „Einstellungen“ eingeschaltet sind.
Denken Sie daran, dass umfangreiches Nachinstallieren von Paketen den USB-Datenträger stark fordert. Standardmäßig ist nur die Desinfec’t-eigene Paketquelle aktiv. Sie sollte stets aktiv bleiben, damit Ihr Stick automatisch von uns bereitgestellte Updates bekommt.
Wir haben in der Paketverwaltung das AppStream-Metadatenformat für Debian/Ubuntu (DEP-11) deaktiviert. Deswegen jammert Discover auf der Startseite wegen einer vermeintlich fehlenden Internetverbindung und die App-Store-artige Paketsuche funktioniert dort nicht. Wenn Sie die unbedingt haben wollen, lässt sich DEP-11 vollständig oder selektiv in den Konfigurationsdateien in /etc/apt/ aktivieren.
(ps)