Kunst, kreative Fotografie oder einfach nur Spaß? | c't Fotografie | heise magazine
c't Fotografie 5/2026
S. 64
Fotografie
Lomography
Bild: Ansgar Kossowski / heise medien
Dr. Günter Pomaska
LOMOGRAFIE
Kunst, kreative Fotografie oder einfach nur Spaß?
Die Lomografie als Form analoger Schnappschussfotografie versteht sich als Gegenbewegung zur digitalen Perfektion. Mit aufkommender KI-Bilderschwemme feiert sie ihr Comeback. Manchmal ist unscharf eben doch schärfer.
Lomografie steht für den spontanen und experimentellen Umgang mit der analogen Fotografie: Mit einfachen, teils aus Plastik bestehenden Kameras entstehen Aufnahmen aus ungewöhnlichen Perspektiven und ohne Rücksicht auf technische Konventionen. Als kreative und künstlerische Ausdrucksform stellt die Lomografie die Wirkung und Emotion eines Bildes über dessen technische Brillanz und behauptet sich damit in Zeiten digitaler Perfektion als Gegenbewegung. Im folgenden Beitrag machen wir zunächst einen kleinen Abstecher in die Entstehungsgeschichte der Lomografie und schauen uns einige typische Kameramodelle an. Anhand der für die Lomografie typischen Haltung wollen wir herausfinden: Ist es Kunst, kreative Fotografie oder einfach nur Spaß?