Faszination Streetfotografie
Fast neun Jahrzehnte festgehaltene Straßenszenen: Das Berliner f3 zeigt Ikonen von Cartier-Bresson bis Meyerowitz neben weniger bekannten Entdeckungen.
Im f3 – freiraum für fotografie in Berlin ist vom 17. September bis zum 29. November 2026 die Ausstellung Die Magie der Straße – Meisterwerke der Street Photography zu sehen. Die Schau versammelt rund einhundert Fotografien aus dem Leica-Archiv und spannt einen Bogen von 1934 bis 2023. Unter den Arbeiten der 45 Fotografinnen und Fotografen finden sich einige der größten Namen der Fotografiegeschichte: Henri Cartier-Bresson , Elliott Erwitt , William Klein , Steve McCurry , Joel Meyerowitz und Thomas Hoepker . Daneben zeigt die Ausstellung auch Werke jüngerer Positionen wie Julia Baier , Jacob Aue Sobol , Fred Mortagne und Matt Stuart .
Skurriler Straßenmoment in New York: Ein Mann mit einem Äffchen auf der Schulter wird Teil einer ebenso beiläufigen wie präzise beobachteten Szene.
Bild: Jeff Mermelstein
Streetfotografie gehört zu den lebendigsten Genres der Fotografie. Das lassen unzählige Kollektive, Events und Social-Media-Feeds erkennen. Sie hält das Leben der Menschen im öffentlichen Raum fest, meist spontan und ohne Inszenierung. Technisch möglich wurde dies erst durch die Entwicklung kompakter Kameras. Eine Schlüsselrolle spielte die von Oskar Barnack entwickelte Leica I, die das Kleinbildformat etablierte. Diese Innovation befreite die Fotografie und erlaubte es, Alltagsszenen unterwegs, unmittelbar und ungestellt einzufangen. Die enge Verbindung zwischen dem Street-Genre und der Marke Leica macht das Leica-Archiv zu einer besonders stimmigen Quelle für eine solche Ausstellung.