AI der Daus!
Vermeidbare Fehler und fundamentale Probleme von MCP
Das Model Context Protocol verschafft KI-Agenten unzählige Fähigkeiten. Drängende Sicherheitsprobleme wurden allerdings an vielen Stellen weder bedacht noch umschifft – und sind oft auch gar nicht so einfach zu lösen.
Die KI-Agenten sind da und sollen Ihnen lästige Aufgaben abnehmen: Statt sich selbst durch den Onlineshop für Konzerttickets zu klicken, anschließend nach einer Übernachtungsmöglichkeit zu suchen und selbige zu buchen, sagen Sie einfach Ihrem Rechner, was gewünscht ist. Er, das heißt eigentlich die „agentische KI“, die dort oder in der Cloud werkelt, kümmert sich dann um alles und prüft auch, welche Konzerttermine überhaupt in Ihren Kalender passen.
Möglich machen soll das unter anderem das Model Context Protocol (MCP). Ende 2024 von der KI-Firma Anthropic veröffentlicht, erfreut es sich einer rasanten Verbreitung und wird mittlerweile von diversen KI-Systemen unterstützt (siehe S. 18). In der schönen neuen Welt tritt MCP an die Stelle der Benutzerschnittstellen von Webservices und Applikationen, so wie das Sprachmodell an die Stelle des Benutzers tritt. Per MCP erklären Dienste einem Sprachmodell, welche Daten sie zur Verfügung stellen und welche Aktionen die KI über sie auslösen kann. Außerdem kann die KI per MCP benötigte Daten auch anfragen und passende Aktionen veranlassen.