Stromzählerdaten auf Irrwegen
Smart Meter: Warum die Probleme oft erst nach der Installation beginnen
Der Smart-Meter-Rollout lahmt, aber das ist nicht das einzige Problem: Häufig registrieren Netzbetreiber die Geräte nicht korrekt. Ausbaden müssen das die Kunden.
Der Smart-Meter-Rollout ist ein leidiges Thema. Obwohl der Startschuss für den Einbau der vernetzten Stromzähler im Jahr 2019 fiel, haben hunderte Stromnetzbetreiber noch kein einziges Exemplar bei ihren Kunden installiert. Vor allem kleine Betreiber, typischerweise Stadtwerke, haben damit auch die gesetzlichen Einbauziele zum Jahresende 2025 verfehlt. Die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesnetzagentur, droht bereits mit Zwangsgeldern – siehe heise.de/-11127877.
Weniger bekannt ist: Für Kunden geht der Ärger häufig erst dann los, wenn das „intelligente Messsystem“ installiert ist. In vielen Fällen dauert es nach dem Einbau noch Monate, bis die von dem Gerät gesammelten Daten beim Stromanbieter ankommen und etwa für die Abrechnung dynamischer Tarife genutzt werden können. „Einige unserer Kunden warten bis zu drei Monate, bis die Daten zur Verfügung stehen“, sagt Konrad Schade, Chief Commercial Officer des Stromanbieters Rabot Energy, im Gespräch mit c’t. Verantwortlich dafür seien in erster Linie die Verteilnetzbetreiber und die umständlichen, staatlich vorgegebenen Kommunikationsprozesse in der Energiebranche.