Netze zusammenstecken
Netmaker als VPN-Koordinator aufsetzen und einrichten
Wireguard hat sich binnen weniger Jahre als VPN-Protokoll etabliert. Seine Konfiguration mit Textdateien wird aber schon bei kleinen VPN-Teilnehmerflotten fummelig. Wir zeigen, wie Sie mit Netmaker Ihr WireGuard-Netz im Griff halten.
Gerade mal acht Jahre ist WireGuard jung. In der Zeit hat sich das VPN-Protokoll dank seiner übersichtlichen Konfiguration mit für Admins leicht verständlichen, kurzen Textdateien rasant ein großes Stück vom VPN-Kuchen abgeschnitten. WireGuard ist kostenfrei und seine Apps für PCs und Mobilgeräte sind ebenso schlank wie die Konfiguration. Gängige Router – damit sind nicht nur Fritzboxen gemeint – unterstützen die frische VPN-Technik. Sie lässt das umständliche Gefrickel mit den vielfältigen Einstellungsoptionen von IPsec und OpenVPN schnell vergessen.
Bei kleinen Netzen mit wenigen VPN-Verbindungen ist WireGuard zügig aufgesetzt, doch schon ab einem halben Dutzend Geräten (Peers) wird das händische Verwalten der Konfigurationsdateien lästig. Das gilt erst recht, wenn mehrere Standortverbindungen (Site-to-Site-VPNs) oder gar ein übergreifendes Mesh-Netz hinzukommen, in dem jeder mit jedem schnacken soll. Dann schlägt die Stunde von Peer-to-Peer-VPN-Systemen wie Netmaker, das auf WireGuard basiert [1]. Die Software deckt die Anwendungsfälle Fernzugriff, Management und Standort-VPN ab, wahlweise auch vollvermascht.