Jobkiller KI?
Daran, dass der Jobmarkt für Softwareentwickler härter wird, ist nicht nur KI schuld
Die These, dass KI den Beruf des Softwareentwicklers überflüssig macht, hält sich hartnäckig am Arbeitsmarkt. Regelmäßige Berichte von Massenentlassungen bei großen Techfirmen scheinen sie zu stützen. Schaut man genauer hin, zeigt sich ein differenzierteres Bild. Vielmehr steht der Beruf im Umbruch.
Als Microsoft-CTO Kevin Scott vor einem Jahr sagte, dass KI bis 2030 rund 95 Prozent des Codes weltweit schreiben wird, ging ein Raunen durch die Szene. Softwareentwicklern prognostizierte er, dass künftig nur noch jeder Zehnte von ihnen gebraucht werde, um Programmieraufgaben zu erledigen. Wirtschaftsmedien von Business Insider bis India Today schrieben über die Erwartungen gigantischer Produktivitätsgewinne und warnten gleichzeitig vor massiven Arbeitsplatzverlusten.
Gefühlt vergeht kein Tag ohne einen neuen Reddit-Thread, in dem Tech-Fachkräfte über ihre künftige Rolle am Arbeitsmarkt diskutieren. „Was sollen wir jetzt tun? Ist mein Job sicher?“, fragte ein Entwickler erst im Mai dieses Jahres und überschreibt seinen Beitrag mit „AI Job Massacre“. Die Furcht vor Massenarbeitslosigkeit scheint Teile des Berufsstandes fest im Griff zu haben.