Mit Brief und Siegel
Wie Digitalisierung konkret funktioniert: Ein Besuch im Maschinenraum
In Niedersachsen hilft eine „Taskforce“ den Kommunen, digital zu werden. Dabei geht es manchmal überraschend analog zu. Und die Kommunen müssen auch wollen.
Alle rufen nach „Digitalisierung“, doch wie funktioniert das eigentlich konkret? Einen Einblick in das Thema gewährte Ende Mai das niedersächsische Innenministerium: Es lud die Presse in eine ehemalige Kantine des landeseigenen Dienstleisters IT.Niedersachsen, wo seit Februar die „Taskforce Digitalisierung“ arbeitet. Das 30-köpfige Team aus Mitarbeitern des Innenministeriums, von IT.Niedersachsen und weiteren Dienstleistern soll ein klar definiertes Ziel erreichen: Zehn häufig genutzte Verwaltungsleistungen, zum Beispiel die Ummeldung und der Wohngeldantrag, sollen im Land möglichst flächendeckend digital verfügbar werden. Dafür müssen (je nach Verwaltungsleistung) bis zu 405 Gemeinden an die Onlinedienste angebunden werden.
Die erste Herausforderung dabei: Die Städte und Gemeinden müssen die Hilfe des Landes auch annehmen. „Wir wollen Kommunen dafür begeistern, sich auf diesen Prozess einzulassen“, sagt Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) bei der Vorstellung der Taskforce.