Treffen der Avantgarde
Gnome-, KDE- und weitere Open-Source-Entwickler tauschten sich in Berlin aus, wie sie den Linux-Desktop modernisieren und sicherer machen wollen.
Klein, aber fein war das Treffen der Linux-Desktop-Community. Auf dem Linux App Summit (LAS 2026) Mitte Mai in Berlin trafen sich nur gut 150 Leute, aber darunter war projektübergreifend die Avantgarde der Entwickler für moderne Linux-Systeme vor Ort. Dabei ging es weniger um das Aussehen der Desktopoberfläche, als um grundlegende Konzepte.
Unveränderliche Images
Systemd-Erfinder Lennart Poettering plädierte in seiner Keynote für eine strikte Trennung von lokalen Daten und Betriebssystem, wobei letzteres über ein unveränderliches Image verteilt wird. Das erlaubt, die Authentizität des Betriebssystems kryptografisch und mithilfe des TPM-Chips sicherzustellen. Weitere Betriebssystemkomponenten, die nicht jeder braucht, kann man als Erweiterungen einklinken, die ebenfalls als verifizierbare Images vorliegen. Manipuliert jemand einen Teil des Systems, verweigert das TPM-Modul den Bootvorgang und die Entschlüsselung der lokalen Daten. Gleichzeitig erlaubt das Design, aus einem Image den Werkzustand wiederherzustellen. Poettering schwebt vor, dass Code nur aus unveränderlichen Images oder Partitionen gestartet werden darf, um die Angriffsfläche zu reduzieren.