Open Source in Not
Wie KI Open-Source-Maintainer unter Druck setzt
KI-generierte Schwachstellen-Reports setzen die Maintainer von Open-Source-Projekten unter Druck. Einige haben ihre Bug-Bounty-Programme beendet, setzen auf ein wohldefiniertes Threat Model oder machen einfach mal eine Pause.
Mit Hummus und scharf? In einem Fast-Food-Restaurant hinter der Theke zu stehen und diese Frage zu stellen, würde den meisten Open-Source-Maintainern mehr Geld einbringen, als quelloffene Software zu entwickeln und zu warten. Aus einer Umfrage (alle Links unter ct.de/yudv) der US-amerikanischen Firma Tidelift aus dem Jahr 2024 geht hervor, dass 60 Prozent der befragten Maintainer kein Geld in dieser Rolle verdienen. Von denen, die aus ihren Open-Source-Projekten ein Einkommen bestreiten, bekommen nur 26 Prozent mehr als 1000 US-Dollar im Jahr. Mehr als die Hälfte von ihnen gab an, sie hätten bereits hingeworfen oder dächten darüber nach. Die Gründe: Stress, mangelnde Wertschätzung und fehlende Kompensation für die Pflege des Fundaments eines Großteils aller modernen Software (siehe Kasten).