Gigantische KI-Fabriken
Wie sich KI-Rechenzentren von gewöhnlichen unterscheiden
KI-Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden. Sie verheizen nicht nur mehr Strom als normale Rechenzentren, sondern haben auch technische Besonderheiten.
Höhere absolute Leistungsaufnahme und höhere Leistungsdichte: Das sind die wichtigsten Unterschiede von modernen KI-Rechenzentren im Vergleich zu älteren. Doch es gibt noch viel mehr Unterschiede, etwa bei der Konstruktion der Gebäude, bei Vernetzung und Stromverteilung. Für stromdurstige KI-Rechenzentren wählt man sogar besondere Standorte in der Nähe von Kraftwerken oder Umspannwerken. Und in den USA produzieren immer mehr KI-Rechenzentren ihren Strom selbst, beispielsweise mit mobilen Gasturbinen.
In diesem Artikel beschreiben wir, welche Anforderungen KI-Rechenzentren erfüllen müssen und weshalb das so ist. Dazu blicken wir auch unter die Blechhülle einer aktuellen KI-Maschine. Denn aktuelle KI-Server sind völlig anders aufgebaut als herkömmliche Allzweck- und Cloudmaschinen. Moderne KI-Systeme verheizen nicht einfach bloß mehr Leistung pro Einschub, sondern sind auf den eng vernetzten Betrieb in größeren Gruppen ausgelegt. Sie haben auch eine zentralisierte Stromversorgung, die in naher Zukunft häufiger mit hohen Gleichspannungen statt mit Wechsel- oder Drehstrom gespeist wird. Das soll Verluste mindern und noch dichter gepackte Systeme ermöglichen.