Datenbanken ohne IT-Diplom
Einführung in die Low-Code-Datenbank Grist
Echte relationale Datenbankanwendungen statt Excel-Gefrickel – einfach zusammenklicken, ohne SQL-Fachwissen und Frontend-Programmierung. Wie das mit der Open-Source-Low-Code-Datenbank Grist geht, zeigen wir am Beispiel einer einfachen Vereinsverwaltung.
Kundenadressen, Fuhrparkverwaltung, Inventar- und Asset-Listen: Vielen Nutzern fehlen Wissen und Zeit, um für solche klassischen Datenbankanwendungen ein SQL-Backend einzurichten und ein eigenes Frontend zu programmieren. Sie greifen stattdessen zu Excel oder einer anderen Tabellenkalkulation. Das funktioniert zwar mehr oder weniger, ist aber fragil und fehleranfällig. Spätestens dann, wenn man mehrere Tabellen miteinander verknüpfen möchte und dafür wackelige SVERWEIS- und SUMMEWENNS-Konstrukte bemüht sowie halbdynamische Pivot-Tabellen zur Filterung herhalten müssen, wird deutlich, dass Tabellenkalkulationen dafür nicht gemacht sind.
Die Lücke zwischen SQL-Komplexität und Excel-Frickelei sollen Low-Code-Datenbanken wie Airtable [1, 2] oder SeaTable [3] schließen. Bei ihnen stecken Datenmodell und Bedienoberfläche in einem Programm, die Einstiegshürde ist niedrig. Eine noch wenig bekannte, vom Konzept und Funktionsumfang her aber vergleichbare Alternative ist Grist, das in der Community-Edition unter Open-Source-Lizenz steht.