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c't 19/2026
S. 160
Tipps & Tricks

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Alle bisher in unserer Hotline veröffentlichten Tipps und Tricks finden Sie unter www.ct.de/hotline

Verknüpfung zu einer Windows-App?

Ich möchte eine Verknüpfung zu einer Windows-App in einem Ordner erstellen. Aber für die Schnellhilfe bietet Windows im Kontextmenü nur das Anheften im Startmenü oder an der Taskleiste an. Eine EXE-Datei mit statischem Namen scheint es für QuickAssist.exe nicht zu geben. Gibt es einen Trick?

Den gibt es in der Tat: Öffnen Sie den virtuellen AppsFolder, indem Sie Win+R drücken und dort „shell:AppsFolder“ eingeben. Alternativ geht das auch in der Adresszeile eines Explorer-Fensters. Suchen Sie dort die Schnellhilfe oder welche App auch immer Sie im Visier haben. Mit einem Rechtsklick können Sie dann für die App die Funktion „Verknüpfung erstellen“ ausführen. In dem virtuellen AppsFolder gelingt das nicht, aber Windows bietet an, die Verknüpfung auf dem Desktop zu erstellen. Von dort können Sie die Verknüpfung dann an einen beliebigen Ort verschieben. (ps@ct.de)

Startseite in Edge dauerhaft setzen

Dieser Tage hatte ich das zweifelhafte Vergnügen, einen neuen PC mit Windows 11 vorzukonfigurieren. Was mich fast zur Weißglut getrieben hat, war der Versuch, die Startseite im mitgelieferten Browser weg von Blinkiblinki auf etwas Neutrales umzustellen. Es ist mir nicht gelungen. Was habe ich übersehen?

Microsoft scheint das absichtlich zu erschweren, einen anderen Schluss kann man daraus kaum ziehen. Es gibt aber Möglichkeiten: Über die Eingabe von „edge://settings/startHomeNTP“ in die Adresszeile gelangen Sie direkt in die Einstellungen unter „Start-, Startseite und neue Registerkarte“ zu passenden Optionen. Klicken Sie „Benutzerdefinierte Websites öffnen“ an und fügen Sie dann mit „Website hinzufügen“ die Site Ihrer Wahl hinzu (about:blank ist hier zulässig). Speichern ist nicht nötig, es gibt dafür keinen Button.

Die Änderung wirkt sofort, aber: Sie greift nur für frische Browser-Fenster. Neue Tabs landen wieder auf den Seiten, die Microsoft vorgibt. Aber auch denen können Sie zumindest ein Maulkörbchen umhängen: Öffnen Sie dazu einen neuen Tab und klicken Sie auf das Zahnradsymbol im Tab oben rechts (neben „“). In den „Seiteneinstellungen“ können Sie dann Option für Option ausschalten und live beobachten, wie die Ablenker aus dem Tab verschwinden.

Der offizielle Weg, leergeräumte neue Tabs in Edge zu erhalten, sind wohl Erweiterungen (Add-ons), die es für diesen Zweck zuhauf gibt. Alles in allem eine Empfehlung Microsofts, andere Browser zu nutzen. (ps@ct.de)

Adresse für Spotify-Familienabo

Spotify hat meine Mitgliedschaft beim Spotify-Familienabo einer Freundin beendet, weil ich die falsche Adresse angegeben habe. Wie komme ich wieder rein?

Bei Spotify-Familienkonten ist eine Anforderung, dass alle Mitglieder dieselbe Adresse haben. Strenggenommen müssen also alle Mitglieder im selben Haus wohnen.

Praktisch ist es jedoch auch möglich, einfach die Adresse der Person anzugeben, die das Abonnement bezahlt, obwohl man eigentlich woanders wohnt. Es kann vorkommen, dass Spotify einzelne Mitglieder zwischendurch auffordert, ihre Anschrift erneut anzugeben, dafür hat man dann sieben Tage Zeit. Wer diese Mail übersieht oder verbummelt, dass dabei die Adresse des Spotify-Familienoberhaupts und nicht die eigene gefragt ist, fliegt unter Umständen aus dem Konto. Außerdem darf man für ein Jahr keinem Familienabo mehr beitreten.

Eventuell hat man Glück und kann das Ganze mit einer erneuten Einladung durch den Familienkontoinhaber regeln oder durch eine Mail an den Support ausbügeln. Ansonsten bleibt nur, eben für die nächsten zwölf Monate für eine Einzelnutzerlizenz zu bezahlen oder sich nach einem anderen Streamingdienst umzuschauen – siehe ct.de/y4tp. (kst@ct.de)

Infos zu Streamingdiensten: ct.de/y4tp

Google-Passwortmanager auf dem iPhone

Ich hatte ein Android-Gerät und habe jetzt ein iPhone geschenkt bekommen, würde aber trotzdem gerne weiterhin die im Google-Passwortmanager gesicherten Zugangsdaten am Handy nutzen.

Dafür muss man Google Chrome auf dem iPhone installieren und sich mit dem Google-Nutzerkonto . Anschließend die „Automatisch ausfüllen“-Funktion in Chrome aktivieren und dann in den Einstellungen des iPhones unter „Allgemein“/„Automatisch ausfüllen und Passwörter“ prüfen, ob der Haken bei Google Chrome gesetzt ist. Es empfiehlt sich außerdem, den Haken bei „Apple Passwörter“ zu entfernen. (kst@ct.de)

Glasfaser durch Leerrohre

Mein Haus soll Glasfaser bekommen und in diesem Zuge soll eine Aufputzverkabelung gemacht werden. Das würde ich gerne vermeiden, denn im Haus gibt es Leerrohre. Der Netzbetreiber hat es jedoch abgelehnt die Rohre zu nutzen. Warum ist das nicht möglich und was habe ich für Alternativen?

Es kann sich lohnen, noch mal mit dem Netzbetreiber ins Gespräch zu gehen. Wenn es mehrere Leerrohre pro Wohnung gibt und die Installation modern ist, sollte eigentlich nichts gegen deren Nutzung sprechen. Selbst wenn es nicht hundertprozentig den Anforderungen entspricht, kann man im persönlichen Gespräch oft etwas erreichen. Am Ende möchte der Provider ja Kunden haben und vorhandene Leerrohre sind die einfachste Lösung dafür.

Sofern sich da nichts bewegen lässt und die Wohnungseigentümergemeinschaft bereit ist, das Geld dafür auszugeben, könnte ein auf Glasfaser spezialisiertes IT-Systemhaus ein Glasfaser-Hausnetz errichten. Beispielsweise ist die Telekom laut unseren Informationen grundsätzlich bereit, sich an fachgerecht errichtete Glasfaser-Hausnetze anzuschließen. (amo@ct.de)

Große Dateien in Linux finden

Mein Linux-System meldet, es sei kaum noch Speicherplatz auf der Root-Partition verfügbar. Wie finde ich heraus, wo die großen Dateien stecken, damit ich Platz freimachen kann? Der Befehl df -h ist mir zu unübersichtlich.

df steht für „disk free“ und operiert auf der Ebene der Dateisysteme. Für Ihren Zweck eignet sich du („disk usage“) besser. Anders als df zeigt es nicht die Belegung, sondern die Verursacher der Belegung. Wenn Sie du -sh */ | sort -h in einem Verzeichnis ausführen, listet du alle Unterordner nach Größe sortiert auf.

Das Kommandozeilenwerkzeug ncdu sortiert Dateien und Ordner nach Größe. Die kann man direkt löschen.
Das Kommandozeilenwerkzeug ncdu sortiert Dateien und Ordner nach Größe. Die kann man direkt löschen.

Mit dem Kommandozeilenwerkzeug ncdu geht das noch komfortabler. Sie installieren ncdu über den Paketmanager Ihrer Distribution. Es durchforstet das angegebene Verzeichnis – oder das aktuelle Verzeichnis, wenn Sie keinen Pfad angeben – und erstellt eine Baumstruktur, die Unterordner der Größe nach sortiert. Mit den Pfeiltasten navigieren Sie durch die Ordner und löschen Ordner und Dateien bei Bedarf mit D. Löschen Sie nicht wahllos Systemdateien, nur weil die vielleicht besonders groß sind. Die persönlichen Dateien in Ihrem Home-Verzeichnis können Sie mit ncdu aber bedenkenlos ausmisten. (ndi@ct.de)

Stadt verschläft Glasfaserausbau

Ich habe in den letzten Jahren mehrfach versucht, mich bei der Telekom für Glasfaser zu registrieren, aber bislang ohne Erfolg. Es war immer nur VDSL bis 250 Mbit/s verfügbar. Ich habe beim Netzbetreiber und bei der Stadt erfolglos das Argument vorgebracht, dass DSL ja irgendwann abgeschaltet werden soll. Ich habe Angst, dass meine Stadt verschläft, alle Stadtteile mit Glasfaser zu versorgen. Gibt es eine Möglichkeit, wie man ohne offizielle Unterstützung an einen Glasfaseranschluss kommt, beispielsweise indem man sich mit den Nachbarn zusammenschließt? Und was würde das kosten?

Die Sorge, dass Ihre Stadt den Glasfaserausbau verpasst und DSL abgeschaltet wird, ist eher unberechtigt. Die Europäische Union macht derzeit Druck, dass die Mitgliedsstaaten Kupfernetze schrittweise durch Glasfaser ersetzen, bis spätestens 2035 auch in schwer erschließbaren Gebieten. Andererseits kann man davon ausgehen, dass der Gesetzgeber keinen festen Abschalttermin durchdrückt. Weder die Mobilfunk- noch die Satellitennetze können so viele Kunden aufnehmen.

Vermutlich wird es am Ende ein Mittelweg: Kein harter Abschalttermin, aber regulatorischer oder finanzieller Druck für die Provider, DSL durch Glasfaser zu ersetzen. Die Telekom wird dann von selbst nach und nach die Kunden umziehen. Langfristig wird es auch aus netzwerk- wie energietechnischen Gründen im Interesse der Netzbetreiber sein, auf Glasfaser umzustellen. Wahrscheinlich wird derzeit bewusst verzögert, um noch möglichst viel Profit aus der abgeschriebenen Telefoninfrastruktur herauszuholen.

Typischerweise kostet Glasfaserausbau in Eigenregie mehrere Zehn- bis Hunderttausend Euro, wenn noch gar nichts in der Nähe ist. Falls ein bereits ausgebautes Gebiet nur wenige Meter entfernt ist, lohnt sich die Anfrage bei der Telekom aber schon eher. Eventuell haben Sie Glück und es gibt an der Grenze freie Mikrorohre sowie Kabelschächte auf Ihrer Straße. Dann könnten Sie mit wenigen Tausend Euro davonkommen.

Eine grobe Einschätzung bekommen Sie typischerweise telefonisch beim Bauherrenservice der Telekom. Ein echter Kostenvoranschlag kostet Sie 500 Euro und muss über ein Formular beauftragt werden. (amo@ct.de)

Telekom-Formular: ct.de/y4tp

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