Bundes-Office läuft auf Mini-PCs
openDesk auf einem Kubernetes-Cluster installieren
Die Community Edition von openDesk lässt sich selbst betreiben, aber das ist nicht so einfach. So bauen Sie einen Kubernetes-Cluster und installieren die Suite.
Die Bundes-Office-Suite openDesk ist eine Sammlung von Open-Source-Projekten, die das ZenDiS (Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung) zu einem Paket geschnürt hat, das mit Funktionen wie Dokumentenbearbeitung, Mail, Chat, Wiki, Dateiablage, Kalender und mehr die Anwendungsbereiche vieler Behörden und Unternehmen abdecken soll. Dazu wird openDesk als eine Lösung gehandelt, die Unabhängigkeit von der (US-)Cloud verspricht: ein souveräner, digitaler Arbeitsplatz im Browser. Als ein Argument für die Suite wird oft die Möglichkeit angeführt, dass man die Software ja selbst hosten könne, ist ja schließlich alles Open Source.
Ganz so einfach ist es nicht. openDesk gibt es in der Community Edition (CE) und in der Enterprise Edition und nur erstere lässt sich kostenlos selbst hosten. Die Unterschiede hat Kornelius Kindermann in [1] ausführlich beleuchtet: openDesk CE bringt die Kernfunktionen mit, es fehlen aber Sicherheitspatches, beispielsweise aus Nextcloud Enterprise, die Nextcloud Guard-App, redundante Mailserver und Adminwerkzeuge wie GroupSync für den Matrix-Client Element, das die Rechteverwaltung automatisiert. Das ZenDiS empfiehlt klar die Enterprise Edition für den produktiven Betrieb, aber es gibt ausgewählte Szenarien, in denen auch die Community Edition als Self-Hosting-Option taugt. Dazu gehören Tests, ob openDesk für die eigene Organisation eine Option sein könnte, und kleinere Teams und Unternehmen mit der nötigen IT-Infrastruktur und Kubernetes-Expertise.