Wer braucht noch Grafikkarten?
Integrierte Grafikeinheiten von AMD, Apple, Intel und Qualcomm im Vergleich
Fast alle modernen Prozessoren haben eine Grafikeinheit. Doch trotz extremer Spannbreite an Angeboten gilt sie oft als Notnagel. Wir werfen einen Blick darauf.
Kaum eine andere Hardwarekomponente entwickelt sich so dynamisch wie integrierte Grafikeinheiten. Das liegt zum einen am Siegeszug leichter, dünner Notebooks, die keinen Platz für eine separate Grafikkarte haben, zum anderen daran, dass es weiterhin Aufholbedarf gibt. Denn der schlechte Ruf integrierter Grafikprozessoren (Integrated Graphics Processors, kurz IGPs, auch iGPUs) war in der Vergangenheit nicht ganz unverdient. Auf der anderen Seite der Skala hat vor allem Apple bei seinen M-Prozessoren bewiesen, dass IGPs enorm leistungsfähig sein können.
Die Pendants in der x86-Welt, namentlich von AMD und Intel, stammen aus den Zeiten, als man im Chipsatz noch etwas Füllfläche für ein paar Transistoren übrig hatte und dort rudimentäre Anzeigefunktionen einbaute. Später wanderten die Schaltungen in den CPU-Chip und wurden immer komplexer. Alltagsaufgaben sind für bessere IGPs schon seit einigen Jahren kein Problem mehr, selbst wenn dabei auf mehreren hochauflösenden Monitoren außer Tabellenkalkulation und Bildbearbeitung noch ein 4K-Stream läuft.