Massenhaft Massenspeicher
Die Storage-Architektur des Kernforschungszentrums CERN
Der größte Teilchenbeschleuniger der Welt produziert in jeder Sekunde Datenmengen im zweistelligen Terabyte-Bereich. Nur ein kleiner Teil dient der Forschung. Um diese Datensturmflut einzudämmen, kombiniert das CERN Eigenentwicklungen und Open Source.
Das weltweit größte Labor für Teilchenphysik produziert Datenmengen, die konventionelle IT-Infrastrukturen an ihre Grenzen bringen. Im Folgenden schildern wir, wie das CERN mit Open Source, innovativen Speicherarchitekturen und globaler Zusammenarbeit das Datenmanagement des Large Hadron Collider (LHC) meistert und welche Herausforderungen die Zukunft mit sich bringt.
Der LHC ist ein 27 Kilometer langer Ringbeschleuniger in einem Tunnel rund 100 Meter unter der Erde an der Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz. Er hat die Aufgabe, Teilchen bei bisher unerreichten Energien kollidieren zu lassen, um die fundamentalen Bausteine der Materie und die Kräfte zwischen ihnen zu erforschen, etwa das Higgs-Boson, Dunkle Materie und die Asymmetrie zwischen Materie und Antimaterie. Wer sich dem CERN-Besucherzentrum nähert, bekommt einen Vorgeschmack auf diese theoretischen Grundlagen: Auf dem Stein davor ist die Lagrange-Dichte des Standardmodells der Teilchenphysik eingraviert (siehe Aufmacherbild).