Von Flop bis Top
Nutzungsquoten zwischen 3 und 98 Prozent: So erfolgreich ist die digitale Verwaltung wirklich
Eine Umfrage von c’t unter Städten zeigt: Manche Online-Anträge werden von über 90 Prozent der Menschen genutzt. Doch meist bremsen der E-Perso und komplexe Formulare massiv.
Für die Digitalisierung der Verwaltung gibt der Staat Milliarden von Euro aus. Bund und Länder haben in den vergangenen Jahren Hunderte Onlinedienste aufwendig neu entwickelt, vom digitalen Elterngeldantrag über die Kfz-Zulassung bis zur Wohnsitzummeldung. In Tausenden Kommunen sind diese neuen Dienste bereits eingeführt.
Mit ihrem Dashboard Digitale Verwaltung zeigt die Bundesregierung, wie viele Onlinedienste in den Städten, Landkreisen und Bundesländern jeweils zur Verfügung stehen (erwähnte Links siehe ct.de/y725). Mindestens genauso wichtig ist allerdings die Frage, wie intensiv die Dienste genutzt werden. Zu diesem Thema sind jedoch erstaunlich wenige Daten öffentlich zugänglich. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung betreibt zwar die Zentrale Statistik-Komponente (ZSK), die Transaktionszahlen zu vielen Onlinediensten anzeigt. Diese Zahlen helfen aber nur Insidern weiter. Externe Beobachter wissen schließlich nicht, wie viele Anträge auf anderen, etwa postalischen Wegen bei den zuständigen Behörden eingehen. Erst wenn man die Zahlen für Online- und Offline-Anträge vergleicht und die Onlinequote berechnet, kann man abschätzen, wie erfolgreich ein Onlinedienst ist.