Unter Druck
Fahrradkrise: Mutterkonzern von Winora, Ghost und Haibike ist insolvent
Die Milliardenpleite von Accell erschüttert die E-Bike-Industrie. Und doch ist die Branche zuversichtlich. Wie das zusammenpasst und was es für Ihren nächsten Fahrradkauf bedeutet.
Als die deutsche Fahrradindustrie im September Halbjahresbilanz zieht, ist sie bemüht, Zuversicht zu versprühen. Produktion und Absatz legen zu, Lagerüberhänge sind weitgehend abgebaut. Kurzum: Die Branche hat wieder festen Boden unter den Füßen, formuliert es der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV). Doch ganz so einfach ist es nicht.
Gerade erst hat die Milliardenpleite des zweitgrößten europäischen Fahrradkonzerns Accell die Industrie erschüttert. Dazu kommen zahlreiche Insolvenzen kleinerer Hersteller. Und aus China droht das nächste Ungemach für die etablierten Hersteller: Herausforderer wie Avinox und Gobao drängen mit ausgereifter Technik und finanzkräftigen Konzernen im Rücken auf den Markt. Wir sortieren, wie ordentliche Marktzahlen und strauchelnde Hersteller zusammenpassen und was Verbraucher vor dem nächsten Fahrradkauf beachten sollten.