Flash-Talk
Preise hoch trotz neuer Fabs, Standard für HBF, Rechenzentren auf See
Flash-Hersteller bauen Kapazitäten aus, während YMTC zur Weltspitze drängt. CXL nimmt Fahrt auf, und die Spekulationen um Solidigm nehmen kein Ende.
Die Speicherkrise spitzt sich weiter zu, interne SSDs kosteten Mitte August mehr als das Doppelte wie noch 2025 vor der Krise. Ein schnelles Ende wird es nach Ansicht des Phison-Chefs Pua Khein-Seng nicht geben, er korrigierte seine Prognose sogar deutlich nach hinten: Nach Gesprächen mit NAND-Herstellern rechnet er nun damit, dass es von heutigen Investitionen bis zur tatsächlichen Massenproduktion vier statt zwei Jahre dauert – eine Entspannung der Versorgungslage sei somit erst um 2030 zu erwarten.
SK-Hynix-CEO Kwak Noh-Jung bestätigte diese Einschätzung Ende August beim ersten Spatenstich zum Bau einer neuen Fabrik in den USA: Er sehe keine belastbaren Anzeichen für ein Sinken der Preise vor Ende 2030. Selbst danach erwartet er keinen Preiseinbruch wie in früheren Schwankungszyklen des Marktes, da KI-Speicher zunehmend als kundenspezifische Bestellware statt als Massenprodukt gehandelt werden.