Seht die Signale
Audiobearbeitungssoftware SpectraLayers 13 im Test
Mit SpectraLayers 13 gelingt FFT-basierte Audiobearbeitung anwenderfreundlich wie nie. Der Hardwarehunger ist allerdings beachtlich.
Da knackt ein Ast im Dialog? Da hustet jemand? Die Synchronsprecher reden durcheinander? Bei solchen Malheurs ist guter Rat teuer und konventionell orientierte Audioeditoren wie WaveLab oder Acoustica müssen häufig passen. Sie bearbeiten Audiosignale streng über die Zeit und bieten eingeschränkte Möglichkeiten, Frequenzmuster zu erkennen, wie sie etwa eine umfallende Mülltonne oder besagter knackender Ast erzeugt.
Ganz anders gehen auf der Fast Fourier Transformation (FFT) basierende Editoren wie SpectraLayers von Steinberg zu Werke. Sie können Frequenzmuster erkennen und aus einer Audiodatei entfernen oder hinzufügen. Lange waren solche Werkzeuge teuer, kompliziert und daher eher Profis vorbehalten. SpectraLayers bringt sie dank cleverer Algorithmen und lokaler KI auch auf die Rechner von Content-Producern, die ihre Arbeit möglichst professionell und fehlerfrei unters Volk bringen möchten. Wir haben die neuen Module der Version 13 an verrauschten Dialogspuren, Hintergrund- und Umgebungsgeräuschen sowie an fertigen Musiktiteln (Mixdowns) geprüft. Zwei Dinge entscheiden dabei über das Ergebnis: ein Grundverständnis der FFT-Größe und die Frage, welche Hardware unter dem Schreibtisch steht. Vor allem Apple-Silicon-Nutzer sollten diesbezüglich genau hinsehen.