Kurz erklärt: FinOps
Alles wird Ops: Seit KI-Lasten pro Token abrechnen und Teams auf geteilten Kubernetes-Clustern arbeiten, müssen Unternehmen bei der Kostenkontrolle flexibler werden. FinOps soll Ausgaben schon steuerbar machen, während sie entstehen.
Früher prüfte die Buchhaltung die Cloud-Rechnung am Monatsende, mittlerweile ist das aber ein Rezept für ein böses Erwachen und viel zu unflexibel. Die Betriebspraxis FinOps (aus „Finance“ und „DevOps“) soll Teams befähigen, die Kosten direkt dort zu steuern, wo sie anfallen: Entwicklung, Betrieb, Einkauf und Controlling sollen laufend gemeinsam über Technikausgaben entscheiden. Die FinOps Foundation, ein Projekt unter dem Dach der Linux Foundation, hat sich der Disziplin angenommen.
Lange scheiterte FinOps an fehlender Einheitlichkeit der Kostendaten, weil jeder Anbieter seine Rechnung in eigener Terminologie lieferte. Hier setzt FOCUS an, die FinOps Open Cost and Usage Specification. Die Spezifikation normalisiert Abrechnungsdaten über KI-, Cloud-, SaaS-, Rechenzentrums- und weitere Anbieter hinweg. Sie liefert einen eigenen Datensatz, der Vertragszusagen und geteilte Kosten abbildet, und konvertiert gemischte Währungseinheiten in eine einheitliche Währung. AWS, Microsoft, Google Cloud und Oracle Cloud liefern ihre Abrechnungsdaten bereits im FOCUS-Format.