OPNsense: Universelle Open-Source-Firewall
Kommerzielle Firewalls sind oft überladen und zwingen Kunden in die Abhängigkeit der Hersteller. OPNsense bietet als quelloffene vollwertige Unternehmensfirewall eine Alternative für die zentrale Aufgabe: das Filtern von Datenpaketen.
Firewalls sind seit ihrem Aufkommen 1990 der Standard für die Anbindung lokaler IT-Netze an das Internet. Das Spektrum reicht von kommerziellen Produkten für große Bandbreite bis zum DSL-WLAN-Router für SOHO-Umgebungen. Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Angeboten, außerdem suchen kommerzielle Hersteller stets nach Alleinstellungsmerkmalen und beladen ihre Produkte oft mit zahlreichen Funktionen. Daher ist es sinnvoll, vor einer Entscheidung auch Open-Source-Firewalls in den Blick zu nehmen. Der Artikel stellt OPNsense vor und zeigt, wie man alle Grundfunktionen für einen Unternehmenseinsatz einrichtet und welche Ergänzungen sinnvoll sein können.
Offen mit kommerziellem Ableger
OPNsense nutzt als Grundlage FreeBSD und ist in der Open-Source-Variante kostenlos einsetzbar; es existiert außerdem eine kommerzielle Business Edition: Das niederländische Unternehmen Deciso bietet ein Abonnement mit Support an. OPNsense ging aus pfSense hervor; eine Abgrenzung der Projekte erläutert der Kasten „Fork für mehr Offenheit: Die Geschichte von OPNsense“.