Vor 10 Jahren: Das Internet der Dinge planen
Die Titelstrecke der iX 10/2016 widmete sich dem Internet der Dinge, speziell der Abgrenzung zwischen Industrie und Smarthome. Beide Bereiche haben sich weiterentwickelt – mittlerweile ersetzt das KI-Label das Smart-Siegel.
Das Internet der Dinge (IoT) will gut geplant sein: Auf sieben Seiten wurden in der Titelstory der iX 10/2016 mögliche Ansätze behandelt, wie eine solche Planung ablaufen kann. Gleichzeitig versprach ein iX-Bericht von der IFA in Berlin den Start des IoT für den privaten Hausgebrauch mit billigen Peanuts: ThermoPeanut, HydraPeanut und DoorPeanut sollten bei der DIY-Hausautomation helfen. Ob es die versprochenen Preise waren oder Produktionsprobleme, ist unklar, doch der Hersteller dieser Techniknüsse ging 2021 in den Konkurs.
Ein Grundlagenartikel beschäftigte sich mit drei industriellen Szenarien, in denen sich IoT sinnvoll einsetzen lässt. Die Containerüberwachung, die Parkplatzsuche und die Überwachung von Industrieanlagen waren die Fallbeispiele, um die unterschiedlichen Ansätze beim Internet der Dinge zu erklären. Nimmt man diese Beispiele und teleportiert sich ins Hier und Heute, so sind alle drei Varianten mit IoT-Komponenten realisiert worden. Die Containerüberwachung ist etwa bei Hapag-Lloyd im Einsatz, wo man über 2 Millionen Container mit unterschiedlichen Systemen smart gemacht hat. Abseits der Verschiffung können wertvolle Ladungen mit Tür- und Temperaturüberwachung, Geofencing oder G-Kraftmessung kontrolliert werden. Die smarte Parkraumüberwachung ist in vielen Parkhäusern anzutreffen, auch wenn die Überwachung ganzer Städte mit Bodensensoren (noch) nicht realisiert wurde. In Industrieanlagen speisen zahlreiche Sensoren ihre Messwerte in ein Netz und Maschinen werden teilweise von Inspektionsdrohnen kontrolliert.