OpenAI-Agenten greifen Hugging Face an
Der erste große Angriff autonomer KI-Agenten auf eine fremde Infrastruktur zeigt im Brennglas, was auf die IT zukommt. Nicht nur Securityexperten sollten sich mit der Analyse der Vorgänge eingehend beschäftigen.
Am 16. Juli 2026 legt Hugging Face (HF) in einem Blogartikel offen, dass es gehackt wurde – nicht von Menschen, sondern von KI-Agenten. Wer sie betreibt, bleibt vorerst unbekannt. Am 19. Juli entdeckt OpenAI eine Rechteausweitung in der eigenen Umgebung und beginnt, Zugangsdaten zu widerrufen; als es HF tags darauf bittet, deren dabei gefundene Anmeldeinformationen zu sperren, ist das längst passiert. Erst da fällt auf, dass beide Vorfälle zusammenhängen. Am 21. Juli bekennt sich OpenAI als Quelle des Hacks und benennt GPT-5.6 Sol sowie einen internen Forschungsprototyp als beteiligte Modelle, die in einer Cyberevaluation aus der Testumgebung ausgebrochen sind.
Am 27. Juli veröffentlicht HF einen Nachbericht samt sehenswerter KI-generierter Zeitleiste; sie umfasst rund 17.600 rekonstruierte Aktionen über fünf Tage. OpenAI trägt seinen Anteil auf der Black-Hat-Konferenz am 5. August vor (Links zu diesem Video und allen weiteren ausgewerteten Quellen siehe ix.de/z4vk). Am 26. August legt das OpenAI-Labor den schriftlichen Bericht nach, 38 Seiten samt Ereignistabelle. Am selben Tag veröffentlichen die Prüfstellen METR und Redwood Research ihre unabhängige Untersuchung.