Container auf macOS
Apples Container-Engine für macOS hat das erste stabile Release erreicht. Drei Open-Source-GUIs ergänzen sie um weitere Funktionen.
macOS führt keine Linux-Container aus, und zwar aus zwei Gründen. Die Isolation, die einen Container ausmacht, stammt aus Linux-Kernel-Funktionen wie Namespaces und cgroups, die der macOS-Kernel nicht kennt. Zudem sind die Programme im Container Linux-Binärdateien, die macOS nicht einmal laden könnte. Deshalb muss jede Containerimplementierung auf dem Mac einen Linux-Kernel mitbringen.
Dabei sind Container aus Softwareprojekten kaum wegzudenken: Ein Projekt braucht PostgreSQL 15, das nächste PostgreSQL 17, dazu Redis. Ohne Container schafft man sich Homebrew-Formeln, die sich gegenseitig verdrängen, und Dienste, die fortan bei jedem Systemstart mitlaufen. Mit Containern hingegen startet man den Verbund im Projektverzeichnis und fährt ihn danach wieder herunter. Welche Version läuft, steht in einer Datei im Repository statt im Kopf. Projekt und Betriebssystem sind sauber getrennt.