Verwaltungs-IT: Germany’s Next Top-APIs
Standardisierung statt Wildwuchs und Insellösungen: Ein von Sachsen-Anhalt und der FITKO geführtes Projekt will ein einheitliches Fundament für sichere Verwaltungs-APIs schaffen.
„Föderale API-Autorisierungsinfrastruktur“ – was so sperrig und bürokratisch klingt, ist tatsächlich eines der Vorhaben, mit denen Deutschland seine Verwaltungs-IT grundlegend moderner und einfacher aufstellen möchte. Das Problem, das zu lösen ist: Verwaltungsportale, Fachverfahren der Behörden und Unternehmensanwendungen greifen auf eine immer größere Zahl von Basisdiensten der digitalen Verwaltungsinfrastruktur zu – und sind dabei mit ganz unterschiedlichen Registrierungsprozessen und Autorisierungsvorgaben konfrontiert. Solche Basisdienste sind zum Beispiel FIT-Connect, eine Transport- und Routinginfrastruktur für Onlineanträge, oder die Registerinfrastruktur NOOTS, über die Behörden Nachweise wie Meldebescheinigungen aus anderen Behördenregistern abrufen können. Auch Bezahldienste gehören dazu.
Für Entwickler und Portalbetreiber bedeutet das: Wer ein System per Machine-to-Machine-Kommunikation an mehrere Basisdienste anbinden will, muss mehrere Autorisierungslogiken implementieren und warten. Und weil automatisierte und standardisierte Registrierungsprozesse fehlen, sind außerdem teilweise manuelle Anbindungs- und Registrierungsschritte nötig. Das verursacht Kosten und verzögert Projekte. Zudem entsteht mit diesem Flickenteppich auch kein einheitliches Sicherheitsniveau.