Duo
Apples erstes Foldable ist eine Zäsur für das iPhone. Was es von anderen abhebt und wann ein Klapp-Smartphone überhaupt Sinn ergibt.
Der Wunsch nach immer größeren Smartphone-Bildschirmen kollidiert mit physischen Grenzen: Ob Hand oder Hosentasche, das iPhone Pro Max verlangt beidem viel ab. Ein Ausweg sind Foldables: Zusammengeklappt ein kompaktes, wenn auch dickliches Smartphone, ausgeklappt ein Mini-Tablet. Seit Jahren bedienen Android-Hersteller die hochpreisige Kategorie, für die sich eine kleine, aber überzeugte Nutzerschaft gefunden hat. Jetzt kontert Apple mit dem iPhone Duo, auch, um solch zahlungskräftige Kunden nicht an die Konkurrenz zu verlieren. Wir konnten das Duo kurz bei Apple ausprobieren und haben Foldable-Erfahrungen mit dem ähnlich konzipierten Samsung Galaxy Z Fold 8 gesammelt.
Ungewöhnliche Maße
Apple hat eine ungewöhnliche Form gewählt: Statt zwei klassische iPhones zu einem länglichen Foldable zu kombinieren, setzt das Duo auf ein handliches Reisepassformat. Zusammengeklappt ist es mit einer Höhe von knapp 12 cm nur wenig länger als das – aus heutiger Sicht – winzige Ur-iPhone von 2007. Dafür ist der Neuling mit 8,4 cm auffällig breit und immerhin 1,1 cm dick. Das Gewicht von 254 Gramm macht es zum bislang schwersten iPhone, liegt aber nur wenige Gramm über dem 18 Pro Max. Im kurzen Hands-on fühlte sich das Duo wertig an, aber nicht auffällig schwer, die Gewichtsverteilung ist offensichtlich clever gewählt. Es bringt aber deutlich mehr auf die Waage als Samsungs aktuelle Spitzen-Foldables Z Fold 8 und Z Fold 8 Ultra, die sich mit 215 respektive 201 Gramm begnügen.