Buchsen satt
Docks mit Thunderbolt 5 erhöhen das Tempo und vergrößern die Zahl der Anschlüsse. Wir prüfen drei neue, besonders interessante Modelle.
Die Transfergeschwindigkeit von Thunderbolt 5 hat sich gegenüber Generation 4 und 3 von 40 auf 80 Gigabit pro Sekunde verdoppelt. Im asynchronen Modus können sogar Daten mit 120 Gbit/s fließen. Damit können SSDs zweimal so schnell arbeiten und für Monitore stehen dank höherer Bandbreite größere Auflösungen zur Verfügung. Über ein Kabel lassen sich bis zu drei Bildschirme mit 6K betreiben. Unter macOS ist man hierbei allerdings darauf angewiesen, ein spezielles Thunderbolt-Display mit Durchleitung (siehe Seite 108) dabei zu haben. Ein Monitor kann dann per Daisy Chaining hinter diesen Bildschirm gehängt werden, einen weiteren stöpselt man etwa an HDMI- oder DisplayPort-Buchsen des Docks. Unter Windows lassen sich allerdings zwei Bildschirme an Monitorbuchsen des Docks anschließen. Voraussetzung ist dabei immer, dass die GPU des Rechners mehr als ein oder zwei externe Displays treiben kann. Das hängt bei Apple vom Prozessor ab: Neben dem internen Bildschirm können M1 bis M3 nur einen weiteren ansteuern, M1 Pro/Max bis M3 Pro/Max und M4/M5 zwei weitere und alle anderen bekannten M-Chips vier oder fünf.
Als weitere Einschränkung gilt: Wenn viele Geräte an einem Dock gleichzeitig betrieben werden, müssen sie sich die Bandbreite teilen. Das geht bei großer Konkurrenz zu Lasten der Datentransfers, während Display-Signale Vorrang haben. Durch das eine Kabel vom Dock zum Rechner gehen auch Ströme, die einen Laptop mit Energie versorgen können. Die maximalen 140 Watt genehmigen sich bei Apple aktuell nur 16-Zoll-MacBooks ab M3 Pro. Thunderbolt-5-Kabel sind deshalb sehr teuer, aber bei jedem Dock ist eines dabei.