Agentic Coding
Beim Vibe-Coding generiert die KI den Code, einbauen muss man ihn aber noch selbst. Agentic Coding übernimmt auch das und kümmert sich zudem noch um das Debugging. Gerade für Maker ohne Programmiererfahrung eröffnet das ganz neue Möglichkeiten.
GitHub Copilot, Claude Code oder Cursor: KI-Werkzeuge, die beim Programmieren helfen, sind längst im Alltag angekommen. Wenn solche Systeme ganze Programmieraufgaben planen, ausführen und kontrollieren sollen, ist häufig von „Agentic Coding“ die Rede. Der Begriff „Agent“ stammt aus der KI-Forschung und meint dort ganz allgemein ein System, das ein Ziel eigenständig verfolgt: Es nimmt seine Umgebung wahr, trifft Entscheidungen und handelt, um diesem Ziel näherzukommen. Ein Agent schlägt also nicht nur vor, sondern agiert selbstständig: Er liest den Quelltext, ändert Dateien eigenständig, führt Befehle aus und prüft sein eigenes Ergebnis, und zwar so lange, bis die Aufgabe erledigt ist.
Dieser Artikel erklärt zunächst, was Agentic Coding und Agenten im Kern ausmacht. Danach wird eine Auswahl an Software vorgestellt, von Claude Code über das quelloffene Framework OpenClaw bis zum Model Context Protocol, das die Werkzeugkiste der Agenten erweitert. Anschließend geht es um GitHub Copilot samt Agent-Modus in Visual Studio Code und schließlich um ein ausführliches Praxisbeispiel, das zeigt, wie Agentic Coding mit der neuesten Version von AI.duino (Make 1/26) in die Entwicklungsumgebung für Mikrocontroller kommt.