USVs nicht nur für den Pi
Ein kurzer Stromausfall oder ein Brownout und zack – das geöffnete Word-Dokument ist weg. Bei einem Server können Stromprobleme noch deutlich größere Folgen haben: Daten können verloren gehen oder im schlimmsten Fall nachhaltig beschädigt werden. Um das zu verhindern, braucht man eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (kurz USV oder UPS). Doch was können die großen Systeme, welche kleinen Lösungen eignen sich für den Raspberry Pi und lässt sich eine USV vielleicht sogar selbst bauen?
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung ist im Endeffekt ein großer Akku, der bei einem Stromausfall als Ersatz einspringt und angeschlossene Geräte für kurze Zeit mit Strom versorgt. Sie schafft einem ein kurzes Zeitfenster, in dem man offene Projekte speichern und das System geordnet herunterfahren kann. Eine USV für Desktop- oder Serversysteme kann für mehrere Minuten bis Stunden mehrere 100 bis 1000 Watt liefern. Für einen Raspberry Pi braucht es natürlich deutlich weniger. Was eine USV ausmacht und was bei für einen Raspberry Pi sinnvoll ist, behandelt der folgende Artikel.
Die USV allgemein
USVs sind im Endeffekt große Akkus, aber technisch steckt mehr dahinter. Der Akku speichert zunächst Ladung, die ihm per Gleichstrom (DC) zugeführt wird. Ein typischer Desktop-PC, Monitor oder Server wird allerdings über das normale Stromnetz mit 230 Volt Wechselstrom (AC) versorgt. Eine klassische USV muss deshalb aus der Gleichspannung des Akkus wieder Wechselspannung erzeugen. Dafür sorgt ein Wechselrichter.