„Die Wasserstoffgesellschaft ist unausweichlich“
Nach Covid-19 kommt die Klimakrise: Thomas Kropf, Forschungsleiter bei Bosch, erklärt, warum er trotzdem optimistisch ist – und warum wir leider große Krisen für große Richtungswechsel brauchen.
Technology Review: Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei, die Klimakrise verschärft sich, gleichzeitig liefern sich die USA und China einen Kampf um die Vormachtstellung auf der Welt. Wie optimistisch schauen Sie in die Zukunft?
Thomas Kropf: Zwei Punkte sind noch einmal sehr deutlich geworden. Der eine ist, wie anfällig globalisierte Lieferketten sind. Der andere ist, wie groß der politische Einfluss in Form von Exportverboten, hohen Zöllen oder dem Nichtbereitstellen von Technologien hierbei ist. All das zeigt: Europa sollte auf eigenen Beinen stehen. Leider haben wir in vielen Bereichen mittlerweile Abhängigkeiten.