Apple Watch Series 12 und Ultra 4 im Test: Sensor-Spurt rund um die Uhr
Dauerhafte Pulsmessung, S11-Chip und die Messung der persönlichen „Tagesform“: Wir haben geprüft, was das Watch-Update bringt – und ob es am Akku zehrt.
Apples neue Watch-Modelle Series 12 und Ultra 4: Optisch (fast) wie bisher, doch das Innenleben wurde optimiert.
(Bild: Melissa Ramson / heise medien)
Äußerlich hat sich an Apples Uhren nichts getan – die Veränderungen liegen dort, wo sie Körperwerte erfassen. Statt den Herzschlag in gemächlichen Intervallen zu protokollieren, messen Series 12 und Ultra 4 rund um die Uhr. Das soll den Kalorienverbrauch im Alltag besser schätzen, die Herzgesundheit genauer prüfen und Sportlern neue Einschätzungen liefern. Häufigeres messen kostet normalerweise aber auch mehr Strom. Wir haben Series 12 und Ultra 4 mehrere Tage getragen, Läufe, Nachtschlaf und Ladezyklen protokolliert sowie Helligkeit und Akkuverbrauch gemessen. Ob Apples Rechnung aufgeht, zeigt der Test.
- Mit den neuen Watches rückt Apple die Sensorik in den Mittelpunkt.
- Neue Komplikationen bringen Schrittzahl und Herzfrequenz aufs Ziffernblatt.
- Die Tagesform bleibt den neuen Watches vorbehalten.
Die Apple Watch Series 12 gibt es mit einer Kantenlänge von 42 oder 46 Millimetern und einem abgerundeten Display, das in der günstigsten Alu-Ausführung von Ceramic Shield 2 geschützt wird. Es soll härter und damit kratzfester sein als das bisher verwendete Ion-X-Glas, verspricht Apple. Die Series 12 leuchtet bis zu 2000 Nits (Candela/m²) hell, gemessen haben wir im Freien bei Sonnenschein 1208 Nits. Die Apple Watch Ultra 4 bleibt ebenfalls äußerlich unverändert: Ihr Titangehäuse hat 49 mm Kantenlänge, sie behält das größte flache Watch-Display. Bei Messungen strahlte es mit 2007 Nits, Apple gibt bis zu 3000 Nits an. Die Werte bewegen sich damit auf dem Niveau der Vorjahresmodelle.
Herzsensoren messen kontinuierlich
Die entscheidende Neuerung findet sich auf der Unterseite: Apple hat das Sensorfeld komplett überarbeitet. Die Oberfläche der Elektroden, die das Elektrokardiogramm (EKG) erstellen, ist deutlich größer. Statt aus zwei C-förmigen Elektroden besteht es jetzt aus einem sternförmigen Feld. Die grünen, kreisförmig angeordneten LEDs sind ebenfalls größer, sollen die Herzfrequenz effizienter messen. Das erledigen sie nun erheblich öfter als zuvor, nämlich alle fünf Sekunden – auch außerhalb eines Workouts.
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