Alles Gute vom SPIEGEL: Der neue Newsletter mit ausschließlich guten Nachrichten - DER SPIEGEL
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Illustration: Patrick Mariathasan / DER SPIEGEL

Lena Greiner

meinung •Garantiert nur gute Nachrichten – der neue Newsletter Lolita, 2300 Kilogramm, schwimmt in die Freiheit

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Herzlich Willkommen zu unserer zweiten Ausgabe des Alles Gute-Newsletters vom SPIEGEL. Schön, dass Sie da sind.

Bevor wir uns mit den Tücken der Sommerzeit und der Frage beschäftigen, ob es Frühlingsgefühle wirklich gibt, eine Entschuldigung in eigener Sache: Aufgrund eines technischen Problems haben einige unserer Abonnentinnen und Abonnenten den ersten Newsletter vorige Woche mehrmals per Mail erhalten.

Das war natürlich keine Absicht und sollte nicht wieder passieren. Wir freuen uns, wenn Sie uns trotzdem gewogen bleiben – und wer es noch nicht getan hat, kann sich hier : für ausschließlich gute Nachrichten aus den vergangenen Tagen. Gratis und ganz bequem bekommen Sie dann den Newsletter einmal pro Woche in Ihr E-Mail-Postfach.

Kommen wir jetzt aber zu den schönen Dingen. Der Frühling ist da! Wer unter der Zeitumstellung leidet, findet hier ein paar Tipps, wie man morgens besser aus dem Bett kommt. Und keine Sorge: Nach spätestens vier Wochen sollte es vorbei sein mit der Frühjahrsmüdigkeit. Das sagt zumindest der Hormonexperte Holger Willenberg. Er ist übrigens überzeugt davon, dass es Frühlingsgefühle wirklich gibt, wie Sie hier im Interview mit ihm lesen können .

Was mich in dieser Woche aber vor allem überrascht hat, war die Reportage unseres Afrika-Korrespondenten Heiner Hoffmann. Er hat in Nairobi mehrere Krankenhäuser besucht und feststellt: Die Gesundheitsversorgung in Kenia hat sich aufgrund der Pandemie merklich verbessert – denn plötzlich war der Wille da, und das Geld. »Afrikanische Politiker jetteten vorher für ihre eigene Behandlung in die USA, nach Indien oder Europa. Das ging während der Pandemie nicht mehr. Sie mussten auf ihre eigenen Gesundheitssysteme schauen, viele lagen selbst auf den Covid-Stationen in Kenia, Malawi, Simbabwe oder Nigeria. Und stellten sich zwangsläufig die Frage: Müssen wir nicht dringend etwas unternehmen?«, berichtet Heiner.

Chirurgin im Metropolitan Hospital in Nairobi, Kenia: Müssen wir nicht dringend etwas unternehmen?

Chirurgin im Metropolitan Hospital in Nairobi, Kenia: Müssen wir nicht dringend etwas unternehmen?

Foto: Brian Otieno / DER SPIEGEL

So sei jetzt unter anderem die Akzeptanz für digitale Lösungen viel höher. »Ärztinnen bieten inzwischen Telemedizin an, so dass auch Patienten in den entlegensten Gebieten behandelt werden können, die sonst nie einen Facharzt zu Gesicht bekommen hätten«, erzählt Heiner. »Kürzlich haben sie etwa während eines digitalen Arzttermins bei einem Kind per USB-Stethoskop einen Herzfehler entdeckt, es wurde sofort nach Nairobi geflogen und operiert. Inzwischen geht es ihm schon besser.« Lesen Sie hier den ganzen Text.

Den Fokus auf afrikanische Gesundheitssysteme lenkt auch die Entscheidung der Jury des diesjährigen World Press Photo Award: Die südafrikanische Fotografin Lee-Ann Olwage wurde für dieses Bild ausgezeichnet, das sie für den SPIEGEL in einem sogenannten »Hexencamp« in Ghana aufgenommen hat:

Gewinnerbild von Lee-Ann Olwage, entstanden im Aufenthaltsraum eines sogenannten Hexencamps in Ghana

Gewinnerbild von Lee-Ann Olwage, entstanden im Aufenthaltsraum eines sogenannten Hexencamps in Ghana

Foto:

Lee-Ann Olwage / DER SPIEGEL

In dem Camp im Norden Ghanas finden Frauen Zuflucht, die in ihren Heimatorten der Hexerei beschuldigt wurden. Viele dieser Frauen zeigen Symptome von Alzheimer und Demenz, sind verwirrt, schimpfen laut oder reden einfach vor sich hin. Diese Krankheitszeichen werden auf dem Land oft als Zeichen von Hexerei gelesen und die Beschuldigten schließlich aus ihren Dörfern vertrieben. Die Reportage von Heiner Hoffmann mit Lee-Ann Olwages Bildern finden Sie hier.

Was diese Woche noch gut war – für die Welt:

Günstig Bahnfahren: Das Deutschlandticket kommt
Am 3. April beginnt der Vorverkauf des 49-Euro-Tickets, das ab 1. Mai in allen öffentlichen Verkehrsmitteln im Nah- und Fernverkehr gilt. Vergünstigungen gibt es – je nach Bundesland – unter anderem für Schüler, Studierende, Auszubildende und Bezieherinnen von Sozialhilfe. So hat Hessen als erstes Bundesland eine günstige Variante angekündigt: für 31 statt 49 Euro für Geringverdiener.

Klimaschutz: Aus für Autos mit Verbrennermotoren ist endgültig beschlossen, Ladesäulen für E-Autos kommen
In der EU dürfen ab 2035 keine Neuwagen mehr verkauft werden, die mit Benzin oder Diesel fahren. Das haben die EU-Staaten nun beschlossen, nachdem Deutschland wochenlang blockiert hatte. Dazu passt auch die Meldung, dass Fahrerinnen und Fahrer von E-Autos diese in Zukunft bequemer laden können: Bis 2026 soll es in der EU auf den zentralen Verkehrsachsen mindestens alle 60 Kilometer eine Ladesäule geben.

Seaquarium von Miami: Orca Lolita wird nach 53 Jahren in Gefangenschaft freigelassen
Eingepfercht in einem Minibecken in Miami, um dort für Besucher Shows abzuliefern: Das war jahrzehntelang das einsame Leben von Schwertwal Lolita. Tierschützer kämpften für ihre Freilassung – und hatten nun Erfolg.

Bildung statt Ideologie: US-Schulklasse wird zum »David« nach Florenz eingeladen
Eine Schulleiterin aus Florida verlor ihren Job, weil sie ihren Schülern im Kunstunterricht die weltbekannte »David«-Statue zeigte. Der Vorwurf: Pornografie! Cool reagierte darauf die italienische Galleria dell’Accademia – das Museum in Florenz lud die Schulklasse ein, die Statue persönlich zu besichtigen.

Der »David« aus Marmor von Michelangelo gilt als die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte

Der »David« aus Marmor von Michelangelo gilt als die bekannteste Skulptur der Kunstgeschichte

Foto: Roberto Serra / Getty Images

Brot, Eier, Fleisch & Co. werden günstiger: Portugal schafft Mehrwertsteuer auf Dutzende Lebensmittel ab
Um die Inflation zu bremsen, will Portugals Regierung die Mehrwertsteuer auf 44 Grundnahrungsmittel zunächst für sechs Monate streichen. Zudem sollen auch Land- und Viehwirte finanzielle Unterstützungen erhalten. Lesen Sie hier mehr.

Ressentiments und Ängste abbauen: Wie Kitas und Schulen den Ramadan feiern können
»Je früher Kinder lernen, mit anderen Phänomenen umzugehen, desto besser können sie diese verorten«, sagt die Wissenschaftlerin Naciye Kamcili-Yildiz. Im Interview mit meiner Kollegin Swantje erklärt sie, wie Erzieher und Lehrerinnen mit den Kindern die Zeit des Ramadan gestalten können .

Was gut ist – für Sie:

Die Krankmeldungen steigen, die Suche nach Entschleunigung ebenso. Wenn ich davon lese, muss ich immer mal wieder an eine Studie aus Großbritannien denken, für die 2900 Beschäftigte ein halbes Jahr lang einen Tag weniger pro Woche gearbeitet haben – bei voller Bezahlung. Das Ergebnis : Den Angestellten ging es mental und körperlich viel besser, sie meldeten sich weniger krank. Und: Die Umsätze der 61 Unternehmen stiegen sogar etwas. Es sollte für Arbeitgeber nun eigentlich aus der Hand liegen, was zu tun wäre. Aber bis es soweit ist, lassen Sie uns ein wenig darüber nachdenken, was jeder und jede für sich tun kann, um gut entspannen zu können.

Liebe Gestresste, dieser Text ist für Sie: In sechs Schritten entspannter arbeiten
Hier erklärt Ihnen unsere Autorin Lena Wittneben, mit welch einfachen Methoden man sich vor Stress im Job schützen kann. Keine Sorge: Sie müssen dafür gar nicht noch mehr tun, sondern vor allem den Fokus und den Blickwinkel etwas verändern. Lesen Sie hier mehr .

Überstunden: Die größten Irrtümer und wie die Rechtslage wirklich ist
Darf Mehrarbeit mit dem Gehalt abgegolten werden? Dürfen Führungskräfte Überstunden ausgleichen? Und wann verfallen die Stunden und Tage, die man mehr gearbeitet hat? Mein Kollege Florian Gontek hat es hier für Sie gesammelt .

Puzzeln: Wie eine Mutter in der Rushhour des Lebens endlich Ruhe fand
»
Es ist ein lautes Leben, das ich lebe«, schreibt unsere Autorin Elina Penner. Und: »Eigentlich habe ich keine Hobbys.« Schlicht, weil ihr die Zeit dafür fehle. Doch dann rutschte sie beim Aufräumen der Kinderzimmer in eine Sache rein, die ihr unerwartet viel Entspannung brachte: Puzzeln. Den, wie ich finde sehr schönen, Text dazu können Sie hier lesen.

Gesund mit E-Bike: Tägliches Fahren senkt das Herzinfarktrisiko um 40 Prozent
Von wegen das ist doch kein Sport: Auch wer mit Unterstützung eines kleinen Motors Fahrrad fährt, tut damit sehr viel für seine Gesundheit. Hier erklärt der Direktor  des Instituts für Sportmedizin an der Medizinischen Hochschule Hannover, warum das so ist und wie sich die positiven Effekte am besten erreichen lassen.

Die künstliche Welle auf Hawaii

Die künstliche Welle auf Hawaii

Foto: Citywave

Endlos Surfen: Die perfekte Welle, die niemals endet
Wer noch nicht im E-Bike-Alter ist oder sich noch nicht danach fühlt, kann jetzt auf Hawaii auf der weltweit breitesten künstlichen Welle surfen. Solche Anlagen gibt es bereits in Tokio, Madrid, Tel Aviv und Regensburg. Das Patent stammt von einem Münchner Unternehmen, die Inspiration gab der Eisbach. Sehen Sie hier im Video mehr.

Die gute Idee aus dem Archiv:

Surfen, Reisen, Sport- und Abenteuerurlaub: Das geht meistens ziemlich gut allein. In der vorigen Woche habe ich Ihnen an dieser Stelle einen Text aus unserem Archiv empfohlen, wie Paare über Jahrzehnte glücklich zusammenbleiben. Doch natürlich gilt das längst nicht für alle. Lesen Sie daher heute, warum Singles oft die glücklicheren Menschen sind .

Auf der Suche nach Ostereiern

Auf der Suche nach Ostereiern

Foto: FluxFactory / E+ / Getty Images

Darauf können Sie sich freuen:

In der kommenden Woche ist Ostern. Ich musste tatsächlich auch zweimal nachsehen – echt, jetzt schon? Aber ja, so ist es. Zeit für Familienbesuche, einen kleinen Kurzurlaub, gutes Essen, Entspannung, Sie wissen schon. Passenderweise hat meine Kollegin Agnes Sonntag Buchideen für Kinder und Jugendliche zwischen 4 und 14 Jahren gesammelt. Sehen Sie hier, welche Neuerscheinungen sie empfiehlt.

Lassen Sie es sich gutgehen! Und wenn Sie sich noch nicht für diesen neuen wöchentlichen Newsletter angemeldet haben, können Sie ihn hier gratis bestellen.

Ihre Lena Greiner, Team- und Projektleiterin »Globale Gesellschaft« im Auslandsressort

Dieser Beitrag gehört zum Projekt Globale Gesellschaft

Unter dem Titel »Globale Gesellschaft« berichten Reporterinnen und Reporter aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa über Ungerechtigkeiten in einer globalisierten Welt, gesellschaftspolitische Herausforderungen und nachhaltige Entwicklung. Die Reportagen, Analysen, Fotostrecken, Videos und Podcasts erscheinen in einer eigenen Sektion im Auslandsressort des SPIEGEL. Das Projekt ist langfristig angelegt und wird von der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) unterstützt.

Eine ausführliche FAQ mit Fragen und Antworten zum Projekt finden Sie hier.