Alles Gute vom SPIEGEL: Der neue Newsletter mit garantiert nur guten Nachrichten - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Illustration: Patrick Mariathasan / DER SPIEGEL

Lena Greiner

meinung •Alles Gute – der Newsletter mit ausschließlich guten Nachrichten Bis 2030 wollen Biontech und Moderna Impfstoffe gegen Krebs verfügbar machen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Herzlich Willkommen zu Alles Gute, dem SPIEGEL-Newsletter mit ausschließlich guten Nachrichten aus der Woche. Schön, dass Sie da sind!

Was mich in den vergangenen Tagen besonders interessiert hat, waren die Meldungen von zwei Firmen, die uns bereits durch oder besser gesagt aus der Pandemie geführt haben: Biontech und Moderna. Nach den erfolgreichen mRNA-Covid-Impfstoffen forschen die Biotechnologieunternehmen wieder verstärkt an mRNA-Impfstoffen gegen die Volkskrankheit Krebs.

Und geben sich dabei sehr optimistisch: Man sei zuversichtlich, dass bis 2030 entsprechende Vakzinen gegen Krebs, Herz-Kreislauf-, Autoimmunerkrankungen sowie andere Krankheiten zur Verfügung stehen, sagte der Chief Medical Officer von Moderna, Paul Burton, dem britischen »Guardian« : »Ich denke, wir werden in der Lage sein, den Menschen auf der ganzen Welt personalisierte Krebsimpfstoffe gegen mehrere verschiedene Tumorarten anzubieten.«

Im Februar hatte bereits Biontech-Mitgründer Uğur Şahin meinem Kollegen Jörg Blech von den Fortschritten bei der Erforschung solcher Impfstoffe berichtet. Auf die Frage, wann diese Teil des Behandlungsalltags werden könnten, hatte er gesagt: »Wir glauben, dass dies in größerem Umfang für Patienten vor 2030 möglich sein wird.«

Mehr zum Thema

Das Unternehmen hat sich mit Behörden in Großbritannien, darunter der britische Gesundheitsdienst NHS, zusammengetan: Dort sollen in den kommenden Jahren bis zu 10.000 Patientinnen und Patienten mit Krebsmittel-Kandidaten aus der Biontech-Forschung behandelt werden. Noch in diesem Jahr soll es losgehen. »Das ist ein richtig neuer Ansatz«, sagt Kollege Jörg aus dem Wissenschaftsressort des SPIEGEL. Neu seien das Werkzeug, also der mRNA-Impfstoff, das Geld für große Studien und der Spirit der Forscher. »Ob es am Ende die erhoffte Wirkung zeigt, werden wir sehen«, so Jörg, »aber auf jeden Fall werden wir in ein paar Jahren ein Ergebnis haben.«

Was diese Woche noch gut war – für die Welt:

Land ist Macht in Afrika – und Frauen bekommen nun endlich mehr Rechte
Es ist eine der größten Ungerechtigkeiten in Afrika: Land gehört fast immer Männern, sie kontrollieren damit das wichtigste Machtmittel. Sierra Leone ändert das nun – per Gesetz. Ein weiterer positiver Effekt: Frauen wirtschaften besser. Lesen Sie hier die Reportage unseres Afrikakorrespondenten Heiner Hoffmann aus Sierra Leone.

Edna Bangura (2. v. r.) hat ihren Anspruch auf Land gerichtlich durchgesetzt

Edna Bangura (2. v. r.) hat ihren Anspruch auf Land gerichtlich durchgesetzt

Foto: Carmen Abd Ali / Inland / DER SPIEGEL

Gesetz gegen digitale Gewalt: Betroffene können das Sperren von Täterkonten per Gericht durchsetzen
Gegen Bedrohungen im Netz, Hass, Hetze und Beleidigungen soll es ein weiteres Gesetz geben. So plant das Justizministerium offenbar, dass Gerichte künftig Social-Media-Konten sperren lassen können. Lesen Sie hier mehr.

Bessere Arbeitsbedingungen für Paketboten: Laut Arbeitsminister »keine Pakete mehr über 20 Kilogramm«
Hubertus Heil (SPD) möchte einem Medienbericht zufolge die Arbeitsbedingungen für Paketzusteller verbessern. Dazu zählt eine Gewichtsobergrenze von 20 Kilogramm für Pakete; schwerere Lieferungen sollen demnach in Zukunft nur noch von Speditionen zugestellt und von mindestens zwei Personen getragen werden.

Hilfe für Kriegsversehrte: Ukrainische Therapeuten werden in Deutschland an Prothesen geschult
Denys Kryvenko verlor beide Beine und einen Arm in Bachmut – nun lernt er wieder laufen, mit Prothesen aus Niedersachsen. Sehen Sie hier im Video, wie ein deutsches Unternehmen ukrainischen Invaliden helfen kann.

Mehr als jeder zweite Mensch weltweit ist gegen Corona geimpft
Fast 5,6 Milliarden Menschen haben inzwischen mindestens eine Covid-Impfung erhalten. Wo die meisten Einwohner durch eine Spritze immunisiert wurden, lesen Sie hier.

Eine Gesundheitsmitarbeiterin bringt im Januar 2022 Covid-Impfstoffe in eine entlegene Region in Kaschmir

Eine Gesundheitsmitarbeiterin bringt im Januar 2022 Covid-Impfstoffe in eine entlegene Region in Kaschmir

Foto: Dar Yasin / AP

Ein Café, das Opfern von Säureattacken in Indien neue Hoffnung schenkt
In Indien werden jedes Jahr Hunderte Frauen mit Säure attackiert und entstellt. Die Folgen: soziale Ächtung und Jobverlust. Sehen Sie hier im Video, wie eine Initiative den Betroffenen eine Perspektive gibt – in einem Café.

Erstaunlicher »Brain freeze«: Wie Kälte im Gehirn gegen Alzheimer helfen könnte
Kurz die Körpertemperatur absenken, das kann zwar den Verlust von Nervenzellen stoppen, hat aber Nebenwirkungen. Nun konnten Forscher die Kühlkur mit einem Wirkstoff simulieren – kommt bald die Spritze gegen Demenz ?

Was gut ist – für Sie:

Mentale Gesundheit im Job: Wie man Quiet Quitting und Great Resignation entkommt
Beziehungsstress, Überlastung, Ängste: Seit der Pandemie ist der Bedarf an psychologischer Hilfe gestiegen. Die Plattform Instahelp bietet Beratung – anonym und digital. Das Besondere: Die Hälfte der Hilfesuchenden ist männlich. Im Interview berichtet  Bernadette Frech, CEO der Plattform, über krankmachendes Verhalten im Job. Und sagt: »Für eine neue Männlichkeit muss man dort ansetzen, wo der psychische Druck am stärksten ist – beim Leistungsdruck.«

Corona, Verbrechen, Affären: Warum es gesünder und zufriedener macht, zu vergeben
Er betrügt sie mit einer Jüngeren – und sie vergibt ihm. Dumm, meinen Sie? Studien zeigen, wie gut es uns tut, nachsichtig zu sein, mit anderen und mit uns selbst. Lesen Sie hier die SPIEGEL-Titelgeschichte  aus der vergangenen Woche zum Thema Verzeihen.

Wer eher nachsichtig ist, leidet seltener an psychischen Störungen und ist insgesamt mit seinem Leben zufriedener als die eher Nachtragenden

Wer eher nachsichtig ist, leidet seltener an psychischen Störungen und ist insgesamt mit seinem Leben zufriedener als die eher Nachtragenden

Foto: INIMAGES / Westend61

Erziehung: So setzen Eltern Grenzen, ohne zu schimpfen
Kinder rennen bei Rot auf die Straße, schmeißen Sachen vom Tisch, halten sich nicht an Vereinbarungen: Warum es gar nichts bringt, in solchen Situationen laut zu werden, erklärt die Bestsellerautorin Nicola Schmidt in dieser Podcast-Folge mit meinem Kollegen Lenne Kaffka. Sie sagt: »Wir erwarten oft viel zu viel von den Gehirnen der Kinder« – und gibt Tipps, wie sich stressige Situationen empathisch lösen lassen.

Eine stressige Situation kann auch die Familiendiskussion um die Frage sein, ob und, wenn ja, welches Haustier angeschafft wird. Warum Kaninchen dabei häufig nicht die beste Wahl sind (und unter welchen Umständen eventuell doch), erklärt die Tierärztin Melissa Brinkmeier hier im Interview .

Die gute Idee aus dem Archiv:

Trennung, Jobverlust, Trauer oder Krankheit können uns richtig aus der Bahn werfen. Neue Forschungen zeigen, was wir tun können, um schwere Phasen besser zu überstehen. Diese Woche empfehle ich Ihnen diesen SPIEGEL+-Bestseller  zum Umgang mit Schicksalsschlägen und Lebenskrisen – und wie wir sogar an ihnen wachsen können. So resümiert eine Protagonistin des Artikels: »Für mich ist eigentlich das Schönste, dass ich jetzt weiß, dass ich durch Belastungszeiten durchkommen kann.«

Wer einen schweren Schlag im Leben gut übersteht, kann daran sogar wachsen

Wer einen schweren Schlag im Leben gut übersteht, kann daran sogar wachsen

Foto: Fug4s / iStockphoto / Getty Images

Darauf können Sie sich freuen:

Ich habe ein paar nicht repräsentative Stichproben großer deutscher Städte vorgenommen und kann daher hoffnungsvoll voraussagen: Das Wetter wird vielerorts spätestens Mitte, Ende kommender Woche endlich richtig frühlingshaft. Dazu passt wunderbar diese schöne Sammlung: Acht Orte, an denen SPIEGEL-Kolleginnen und Kollegen am liebsten die für viele herrlichste Jahreszeit begrüßen – vom Grunewald bis zum Hafen von Cassis – und die zuweilen sogar zu Tränen rühren. Lesen Sie hier mehr. 

Ihre gute Nachricht:

Im letzten Newsletter hatte ich Sie gebeten, mir Ihre persönliche gute Nachricht aus der Woche zukommen zu lassen. Herzlichen Dank für Ihre schönen Einsendungen! Besonders schmunzeln musste ich bei dieser Mail von Gudrun J. aus München und ihrem positiven Fazit über ein österliches Familientreffen, bei dem alle Beteiligten nur auf die Schokoladenseiten geschaut haben (mit Erfolg):

»Die komplette Familie nahm das diesjährige Osterfest zum Anlass, anzureisen und einige Tage bei meinem Mann und mir zu verbringen: drei Töchter mittleren Alters, ein Schwiegersohn, zwei Hunde und vier Enkelkinder zwischen Trotzphase und Pubertät. Es wurde gekocht, Ostereier gesucht, das Wetter kommentiert und dem FC Bayern bei stümperhaftem Fußball zugeschaut. Politische Differenzen wurden ignoriert und psychische Probleme, die aus unseren Erziehungsfehlern entstanden sein müssen, einvernehmlich auf eine spätere Lösung verschoben. Insofern waren diese Tage eine wunderbare Zeit.«

Schicken auch Sie uns gern per Mail an GuteNachrichten.Newsletter@spiegel.de  Ihre ganz persönliche gute Nachricht aus der Woche – was ist Ihnen Gutes widerfahren, was haben Sie Schönes erlebt, gesehen, gehört? Es kann etwas Kleines sein oder etwas Lebensveränderndes. Nächste Woche werden wir an dieser Stelle wieder eine Einsendung vorstellen*.

Haben Sie ein schönes Wochenende! Und wenn Sie sich noch nicht für diesen neuen wöchentlichen Newsletter angemeldet haben, können Sie ihn hier gratis bestellen.

Ihre Lena Greiner, Team- und Projektleiterin »Globale Gesellschaft« im Auslandsressort

(*Mit einer Einsendung erklären Sie sich mit einer – auf Wunsch – anonymen Veröffentlichung auf SPIEGEL.de und sämtlichen anderen Medien der SPIEGEL-Gruppe einverstanden.)

Dieser Beitrag gehört zum Projekt Globale Gesellschaft

Unter dem Titel »Globale Gesellschaft« berichten Reporterinnen und Reporter aus Asien, Afrika, Lateinamerika und Europa über Ungerechtigkeiten in einer globalisierten Welt, gesellschaftspolitische Herausforderungen und nachhaltige Entwicklung. Die Reportagen, Analysen, Fotostrecken, Videos und Podcasts erscheinen in einer eigenen Sektion im Auslandsressort des SPIEGEL. Das Projekt ist langfristig angelegt und wird von der Bill & Melinda Gates Foundation (BMGF) unterstützt.

Eine ausführliche FAQ mit Fragen und Antworten zum Projekt finden Sie hier.