Argentinien: Zwischenwahlen und die Kritik an Präsident Javier Milei - DER SPIEGEL
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Cristina Sille / REUTERS

Zwischenwahlen in Argentinien Billige MAGA-Kopie?

• aus SPIEGEL Chronik 1/2025

Die Stimmen sind ausgezählt: Argentiniens Präsident Javier Milei hat bei den Zwischenwahlen am heutigen Tag einen entscheidenden Erfolg erzielt. Seine Partei La Libertad Avanza gewinnt rund 40 Prozent der Stimmen und setzt sich vor die peronistische Opposition, die knapp 32 Prozent erreicht. Trotz Wahlpflicht liegt die Wahlbeteiligung bei nur 68 Prozent.

Die Wahl gilt als Stimmungsbild für Mileis zwei Jahre im Amt – und als Nagelprobe. US-Präsident Donald Trump hatte nämlich angekündigt, zukünftige Finanzhilfen im Umfang von bis zu 20 Milliarden Dollar von Mileis politischer Performance abhängig zu machen.

In Buenos Aires, in dessen Provinz die Peronisten bisher jahrzehntelang in der Vorherrschaft waren, feiert der selbst ernannte »Anarchokapitalist« ausgelassen. Seit seinem Amtsantritt im Dezember 2023 hat er die Staatsausgaben drastisch zusammengestrichen. »Heute beginnt der Aufbau eines großen Argentiniens«, sagt er nach der gewonnenen Parlamentswahl. Dabei steckt der südamerikanische Staat in der Krise: Die Wirtschaft stagniert, die Inflation liegt weiterhin bei über 30 Prozent, die Industrieproduktion ist eingebrochen. Das Land ist mit umgerechnet knapp 463 Milliarden Dollar hoch verschuldet. Zugleich haben Korruptionsaffären im Umfeld Mileis, darunter Vorwürfe gegen seine Schwester, seinem Image zugesetzt.

lph
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