Energiekrise wegen Irankrieg Australiens Premier ruft Bevölkerung zum Spritsparen auf
Australiens Premierminister Anthony Albanese bei seiner Fernsehansprache
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»Die wirtschaftlichen Erschütterungen durch diesen Krieg werden uns monatelang begleiten«: Der australische Premierminister Anthony Albanese hat an die Bevölkerung appelliert, sparsam mit Benzin und Diesel umzugehen. In einer Ansprache an die Nation bat er, an den Osterfeiertagen nicht mehr zu tanken als nötig und keinen Kraftstoff zu horten. Wer könne, solle in den kommenden Wochen für den Weg zur Arbeit auf Zug, Bus oder Straßenbahn umsteigen.
Australien trifft die Energiekrise durch den Irankrieg besonders hart: Das Land importiert etwa 90 Prozent seines Treibstoffs und verfügt über wenig strategische Reserven im Vergleich mit anderen Ländern. Die faktische Blockade der Straße von Hormus wirkt sich deshalb schnell auf Preise und Versorgung aus.
Albaneses Ansprache wurde wie zuletzt während der Coronapandemie zeitgleich von den großen Fernseh- und Radiosendern Australiens übertragen. »Ich verstehe, dass es im Moment schwer ist, positiv zu sein«, sagte Albanese. »Der Krieg im Nahen Osten hat den größten Anstieg der Benzin- und Dieselpreise in der Geschichte verursacht.« Australien sei zwar kein aktiver Teilnehmer an diesem Krieg, aber alle Australier zahlten aufgrund des Kriegs höhere Preise.
Anfang der Woche hatte die Regierung ein Entlastungspaket für Verbraucherinnen und Verbraucher beschlossen. Die Kraftstoffsteuer wurde für zunächst drei Monate halbiert. So sollen die Preise für Benzin und Diesel um etwa 26 australische Cent pro Liter sinken, umgerechnet in Euro etwa 15 Cent. Zusätzlich wird die Abgabe für schwere Nutzfahrzeuge in diesem Zeitraum auf null gesenkt, um Unternehmen zu entlasten. Die Maßnahmen kosten den Staat laut Finanzminister Jim Chalmers rund 2,55 Milliarden australische Dollar (1,5 Milliarden Euro).
Parallel dazu verabschiedete die Regierung gemeinsam mit den Bundesstaaten einen nationalen Plan zur Sicherung der Kraftstoffversorgung. Dieser sieht mehrere Eskalationsstufen vor, von der Planung über gezielte Eingriffe bis hin zur Absicherung kritischer Dienstleistungen und Infrastruktur.
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