Cybergrooming und Sextortion: »Bombardiere sie mit Liebe, verstärke ihre Probleme!« - DER SPIEGEL
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Cybergrooming und Sextortion »Bombardiere sie mit Liebe, verstärke ihre Probleme!«

Sadisten überbieten sich mit grauenhaften Taten, um Anerkennung in ihren Netzwerken zu bekommen. Ihre Ziele: Verletzliche Minderjährige, die sie erst mit Zuneigung überhäufen und dann gnadenlos quälen.
Ein Podcast von Olaf Heuser und Lina Verschwele

Ein einziges kompromittierendes Foto reicht.

Denn dieses erste Foto wird zum Druckmittel, um weitere Bilder zu verlangen, weitere Handlungen, die die Täter fordern. Sonst, so drohen sie, wird das Foto an die Familie geschickt. An die Freunde. Oder gleich an die ganze Schule.

Jan Robert Dünnweller / DER SPIEGEL

Es gibt Netzwerke von Tätern, denen es nicht um die sexuellen Inhalte geht, um Nacktfotos Minderjähriger beispielsweise, sondern darum, immer schlimmere Handlungen ihrer Opfer damit zu erzwingen: Selbstverletzungen, Erniedrigungen, das Quälen und Töten der eigenen Haustiere. Dafür suchen sie gezielt Minderjährige aus, die durch besondere Umstände auch besonders verletzlich erscheinen: Weil sie schon Missbrauchserfahrungen machen mussten, weil sie unter Essstörungen leiden oder mit Depressionen kämpfen.

Manche Täter versuchen, ihre Opfer so lange zu quälen, bis sie sich umbringen. Und werden dafür von anderen Sadisten in den Netzwerken gefeiert.

Von diesen Netzwerken erzählt Lina Verschwele in dieser Episode des SPIEGEL-Auslandspodcasts Acht Milliarden. Von den Opfern und vom Wetteifern der Täter.

»Es geht eigentlich immer darum, diesen Wettbewerb zu gewinnen und sein Opfer möglichst stark zu erniedrigen«, erklärt sie. »Das FBI warnt ja vor diesen Netzwerken und geht davon aus, dass viele Täter schon auch das explizite Ziel haben, ihre Opfer am Ende in den Suizid zu treiben. Also, dass das für die der ultimative Triumph ist.«

Wo suchen die Sadisten ihre Opfer? Wie gehen die Täter vor und warum ist es für Polizei und Behörden so schwer, sie zu fassen? Wie können sich Gefährdete vor den Tätern schützen und wie kann man Betroffenen helfen? Darüber berichtet Lina Verschwele im Podcast.

Diese Folge hören Sie hier:

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Der Auslandspodcast Acht Milliarden erscheint immer freitags auf SPIEGEL.de und überall, wo es Podcasts gibt. Sie haben Anregungen, Kritik, Themenvorschläge oder sogar Lob zu dieser Sendung? Dann schreiben Sie uns doch eine Mail an die Adresse acht.milliarden@spiegel.de .

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Hinweise und Hilfe für Betroffene:

In diesem Podcast geht es um massive Gewalt, um Täter, die Minderjährige in Zwangsverhältnisse locken und um Suizid. Wenn Sie mit Suizidgedanken kämpfen oder selbst Opfer von Gewalt im Netz geworden sind, gibt es viele Stellen, die Ihnen helfen können. Einige finden Sie hier:

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